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Die richtige Kniebandage wählen

Bei Bandagenshop.ch finden Sie die schweizweit grösste Auswahl an medizinischen Kniebandagen und Sportbandagen. Doch wie findet man die richtige Bandage? Erfahren Sie, welcher Stabilisierungsgrad wann geeignet ist und wie sich die Qualität der verschiedenen Preiskategorien unterscheidet. Wer auf die Details achtet, wird die perfekte Kniebandage für sich finden.

Kniebandagen - die richtige wählen

Stabilisierungsgrad

Bandagen erlauben es, das Knie wie gewohnt zu bewegen. Der Stabilisierungsgrad kann sich je nach Modell unterscheiden, wobei eine Bandage nie das Ziel hat, das Knie vollständig zu entlasten oder gar ruhigzustellen. Dazu wird eine deutlich festere Orthese oder Schiene benötigt. Bandagen können grob in folgende drei Stufen unterteilt werden.

  1. leichte Stabilisierung

    ActiveColor Kniebandage mit leichter StabilisierungDünne Kompressionsbandagen oder einfache Neoprenbandagen bieten dem Knie kaum Stabilität. Sie dienen vielmehr dazu, die Beschwerden zu lindern. Kompressionsbandagen fördern die Durchblutung, was den Heilungsprozess unterstützt und hilft Schwellungen zu reduzieren. Neoprenbandagen wirken leicht wärmend und helfen so, das Gelenk schnell auf „Betriebstemperatur“ zu bringen. Morgendliche Anlaufschwierigkeiten werden gelindert.
    z.B. Active Color Kniebandage, Protect Kniebandage, McDavid Freelastics

  2. mittlere Stabilisierung

    Kniebandage mit mittlerer StabilisierungDie meisten hochwertigen Kompressionsbandagen bieten eine mittlere Stabilisierung. Das stabile Gestrick, und häufig auch leichte seitliche Federstäbe und eine Pelotte rund um die Kniescheibe, führen das Knie angenehm, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Das Sicherheitsgefühl wird mit diesen Bandagen verbessert.
    z.B. GenuTrain, Select StabiloGen Kniebandage, JuzoFlex Genu Xtra Style

  3. hohe Stabilisierung

    McDavid Kniebandage mit hoher StabilisierungNach Bänderverletzungen mit anschliessender Operation oder ohne, bei starken Meniskusbeschwerden oder ausgeprägten abnutzungsbedingten Schmerzen wird eine Bandage mit hohem Stabilitätsgrad benötigt. Bandagen mit hoher Stabilität leiten einen Teil des Gewichts vom Gelenk weg. Das Knie wird seitlich geführt und unerwünschte Bewegungen wie „Verdrehen“ werden eingeschränkt.
    z.B. Push med Kniebandage, McDavid Kniestütze PSII, Protect Spezial Kniebandage

Spezialitäten

Nicht alle Kniebandagen sind für die gleichen Indikationen und Anwender geeignet. Einige spezielle Features kurz vorgestellt:

Patella

Wenn die Kniescheibe seitlich rausspringt oder Schmerzen bereitet, gibt es spezielle Patellabandagen, welche die Kniescheibe mit einer speziell geformten Pelotte mit Korrekturzügel führen. Z.B. die GenuTrain P3 oder Bort Asymmetric Kniebandage.

Zum Öffnen

Bei manchen Bandagen wird das Handling dank Reiss- oder Klettverschluss erleichtert. Z.B. Select GenuZip, Bort Generation Kniebandage, Protect Kniebandage

Massagepelotte

Viele Kniebandagen sind mit einer Ringpelotte ausgestattet, um die Kniescheibe zu führen. Manche Modelle weisen omega- oder sternförmige Pelotten auf, um Schmerzpunkte noch besser zu erreichen. Z.B. GenuTrain oder GenuTrain A3

Kniescheibenaussparung

Eine Öffnung über der Kniescheibe verbessert die Führung der Patella und bietet ein frisches Tragegefühl. Z.B. McDavid Patella Kniestütze, Protect Kniebandage „offen“, Protect Spezial, Matrix PT Reaction

Verschiedene Qualitätsstufen

Bandagen sind medizinische Hilfsmittel, die anhand strenger Richtlinien gefertigt und geprüft werden. Dennoch unterscheiden sich die verschiedenen Bandagen in der Qualität deutlich voneinander, was sich auch im Preis niederschlägt. Jede Qualitätsstufe hat ihre Berechtigung und eignet sich für andere Zwecke.

Hochwertige Bandagen

Die meisten Kniebandagen in einer sehr hohen Qualität kosten ab ca. Fr. 90.-, wobei der Preis bei Spezialitäten wie Reisverschlüssen oder Spezialpelotten auch deutlich höher sein kann. Hochwertige Bandagen zeichnen sich durch eine optimale Passform und sehr komfortables Material mit spezialisierten Eigenschaften (z.B. antibakteriell, 3D Gestrick) aus. Wird die Bandage nach einer Verletzung, OP oder bei chronischen Beschwerden für mehrere Wochen getragen, ist wenn immer möglich ein hochwertiges Modell auszuwählen.

So wird sichergestellt, dass man während der Therapie maximalen Komfort geniesst und die Haut zuverlässig geschont wird. Hochwertige Bandagen halten zudem länger als günstige Modelle und sind auch nach 2 Monaten noch angenehm zu tragen.

Bandagen mit optimiertem Preis-Leistungs-Verhältnis

Kniebandagen im Preissegment um die Fr. 50 – 90.- bieten einen relativ guten Tragekomfort und passen sich den Bewegungen gut an. Das Material liegt angenehm auf der Haut und hilft Schwitzen vorzubeugen. Diese Bandagen sind ideal für alle, die nur gelegentlich eine Unterstützung der Gelenke benötigen und sich deshalb keine zu kostspielige Bandage anschaffen wollen.

Kostengünstige Bandagen

Manche Kniebandagen werden zu Preisen um die Fr. 30.- angeboten. Hier ist eine gute Wirksamkeit gewährleistet, aufgrund des einfachen Materials kann der Tragekomfort aber etwas eingeschränkt sein. Sehr preiswerte Bandagen sind ideal für die kurzzeitige Anwendung z.B. nach Verstauchungen.

Kniebandagen

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Hallux valgus Behandlung ohne OP

Gesunde Füsse und Fusspflege

Die Grosszehe ist gegen aussen abgeknickt, ein grosser Ballen an der Fussinnenkante wird sichtbar. Der Hallux valgus ist eine wahre Volkskrankheit. Die Zahl der Betroffenen ist bei den Frauen deutlich höher als bei den Männern und wird auf ca. 20% geschätzt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ohne OP gegen den Zehenschiefstand und die damit einhergehenden Beschwerden vorgehen können.

Hallux und Spreizfuss

Der Hallux valgus wird vorwiegend durch ungeeignetes Schuhwerk verursacht. In Kombination mit schwachem Bindegewebe führt es zum Abknicken der Grosszehe im Grundgelenk. Das dahinterliegende Köpfchen des Mittelfussknochens wird gegen innen gedrängt und als Ballen an der Fusskante sichtbar.

Häufig spielt auch Bewegungsmangel bei der Entstehung des Hallux valgus eine Rolle. Durch unzureichende oder übermässige Beanspruchung erschlafft die Fussmuskulatur, sodass das Fussgewölbe abflacht. Zwischen Grosszehen- und Kleinzehenballen sinkt der Fuss ein, die Köpfchen der Mittelfussknochen kommen mit dem Untergrund in Kontakt. Diese Abflachung des Fussgewölbes wird Spreizfuss genannt und ist mit eine Ursache für die Entstehung eines Hallux valgus. Der abgeflachte Vorfuss ist verbreitert, die Zehen weichen leicht auseinander. In den Schuhen werden die Zehen zusammengedrückt, was die Entstehung des Hallux valgus stark vorantreibt. Typisches Symptom für einen Spreizfuss sind Schmerzen am Vorfuss im Bereich der Köpfchen der Mittelfussknochen beim Stehen und Gehen.

Während der Hallux von den Betroffenen selber erkannt wird, bemerken viele den Spreizfuss nicht. Wenden Sie sich für eine zuverlässige Diagnose an einen Arzt.

Weshalb behandeln

Der Hallux valgus ist für viele Betroffene ein ästhetisches Problem. Behandelt werden sollte er aber auch wegen den vielen möglichen Folgeschäden. Bleiben Spreizfuss und Hallux unbehandelt wird der Fuss konstant falsch belastet. Das führt zu Schwielen und Druckschmerzen. Weiter kann es zur Deformation der kleinen Zehen kommen. Durch die Fehlbelastung im Grosszehengrundgelenk wird ausserdem die Entstehung von Arthrose begünstigt. Das Gangbild wird verändert und das Sturzrisiko steigt.

Zu Bedenken ist auch, dass der Hallux valgus unbehandelt stets voranschreitet. Das ist den Beugesehnen auf der Zehenunterseite geschuldet. Sie ziehen konstant an der Zehe, was bei einem gesunden Fuss kein Problem ist, weil die Sehnen gerade unter dem Knochen verlaufen. Ist die Zehe abgeknickt verrutschen die Sehnen gegen aussen und ziehen die Zehe konstant in eine noch schiefere Position. Mit der Zeit schrumpft auch die Gelenkkapsel.

Umfassende Therapie

Die konservative Behandlung des Hallux valgus sollte mehrere Therapieansätze kombinieren, um einen möglichst guten Erfolg zu erzielen.

Hallux valgus Schiene

Eine Hallux valgus Schiene oder Bandage richtet die Grosszehe auf. Verkürzte Sehnen und geschrumpfte Teile der Gelenkkapsel werden gedehnt. Eine weitere Verkürzung wird vorgebeugt und im Idealfall sogar eine nachhaltige Korrektur der Grosszehe erreicht, wenn ergänzend weitere Massnahmen ergriffen werden.

Während Hallux Bandagen relativ angenehm im Schuh getragen werden können, eignen sich Schienen eher für die Behandlung in der Nacht, resp. für die Anwendung zu Hause, wenn man sie in weiten Hausschuhen tragen kann. Manche Schienen lassen sich auch in Turnschuhen tragen. Im Bandagenshop finden Sie eine grosse Auswahl an Hallux Bandagen und Schienen. Wir stellen Ihnen drei davon vor.

SANItoe

Die leichte SANItoe Hallux valgus Schiene wird mit einer weichen Mittelfussbandage und einer Zehenschlaufe am Fuss befestigt. Ein seitliches Gelenk erlaubt es, trotz Schiene ganz normal zu gehen und mit dem Fuss abzurollen. Besteht zusätzlich ein Spreizfuss, richtet die mitgelieferte Pelotte das Fussgewölbe auf und entlastet die Köpfchen der Mittelfussknochen. Für die Anwendung in der Nacht kann die Pelotte ganz einfach (Klettverschluss) entfernt werden.

SANItoe soft – weiche Hallux valgus Bandage

Die weiche Halluxbandage überzeugt mit ihrer komfortablen Anwendung. Dank dünnem, weichem Material lässt sie sich problemlos in Schuhen tragen und bietet so tagsüber eine angenehme Therapie. Ideal ist eine Kombination von weicher Hallux Bandage tagsüber und fester SANItoe Schiene nachts.

ValguLoc Nachtschiene

Die super leichte ValguLoc Nachtschiene von Bauerfeind richtet die Grosszehe mit einer starren Schiene zuverlässig auf. Ein weiches Zehenpolster sorgt für guten Komfort.

Tipp: Tragen Sie Hallux Schienen und Bandagen zuerst nur für eine Stunde und steigern Sie die Tragedauer kontinuierlich. So gewöhnen Sie sich an die Schiene und es kommt zu einer sanften, langsamen Dehnung der Sehnen.

Füsse stärken

Bänder, Sehnen und Muskeln geben dem Fuss seine aufgerichtete Form. Die Fussmuskeln lassen sich, wie alle andern Muskeln auch, trainieren. Am besten werden die Füsse durch regelmässiges Barfussgehen gefordert. Dabei ist auf unterschiedliche Untergründe, wie z.B. Sand, Kiesweg, Gras usw. zu achten. Zusätzlich, oder als Alternative wenn es draussen kalt ist, können auch Kräftigungsübungen durchgeführt werden. Versuchen Sie z.B. verschiedene Gegenstände mit den Zehen zu greifen, sie aufzuheben und langsam an einer andern Stelle wieder abzulegen. Auch schreiben mit den Füssen ist eine kurzweilige und sinnvolle Übung.

Geeignete Schuhe tragen

Wer bereits erste Anzeichen eines Hallux valgus aufweist sollte neben der aktiven Behandlung auch das Schuhwerk anpassen. Es bringt nichts den Fuss jeden Abend zu trainieren und eine Schiene zu tragen, wenn man am Morgen wieder in die High Heels steigt. Schuhe sollten ein möglichst breites, nicht spitz zulaufendes Zehenfach haben. Auf Absätze sollte verzichtet werden, da sie das Körpergewicht von der Ferse auf den Vorfuss und die Zehen verlagern. Bei starken Schmerzen kann auch ein Hallux Schuhe zur Entlastung eingesetzt werden.

Besuchen Sie die Hallux Abteilung von Bandagenshop.ch für ein umfangreiches Sortiment!

Hallux Valgus Bandagen und Schienen

Leichter in die Laufsaison starten

Gut in die Laufsaison Starten

Das schöne Wetter wirkt geradezu einladend! Schnell die Turnschuhe anziehen und loslaufen. Wer nach der Winterpause wieder gut in die neue Laufsaison starten möchte, kann sich dabei auf Sportsocken mit Kompression verlassen. Hier erfahren Sie, weshalb das Laufen mit Kompressionssocken angenehmer ist. Entdecken Sie auch das neue Laufsocken-Angebot und die neuen Farben 2017.

Wirkung von Kompressionssocken

Kompressionssocken steigern die Durchblutung, wirken muskelstabilisierend und helfen Bewegungsabläufe besser zu kontrollieren. Das bietet für (Wieder-)Einsteiger zwei grosse Vorteile:

Weniger Muskelkater

Zwei Vorgänge beim Sport begünstigen Muskelkater. Muskelvibrationen führen zu Mikroverletzungen, die während der folgenden Tage verheilen müssen. Bei Anstrengung fallen ausserdem Abbauprodukte (z.B. Laktate) an. Kompressionssocken stabilisieren die Muskulatur während dem Laufen und helfen so Mikroverletzungen vorzubeugen. Die gesteigerte Durchblutung hilft die Muskeln optimal zu versorgen. Abbauprodukte werden schnell aus den Muskeln geleitet.
Idealerweise werden auch während der Regenerationsphase Kompressionssocken getragen, um Muskelkater vorzubeugen oder schnell wieder los zu werden.

Geringeres Verletzungsrisiko

Kompression steigert die Propriozeption, also die Lagewahrnehmung des Körpers. Das wirkt sich auf die Bewegungsabläufe aus. Unbewusst wird die Kontrolle über die Bewegungen gesteigert. So fällt es leichter einen guten Laufstil zu erlernen. Weiter kann seitliches Umknicken im Sprunggelenk vorgebeugt und das Abflachen des Fussgewölbes bei Ermüdung verzögert werden.

Tipp: Die Stabilisierungswirkung von Kompressionssocken ist gering und nicht ausreichend, wenn z.B. die Bänder gelockert sind oder man vermehrt zu seitlichem Einknicken neigt. Hier ist eine Sprunggelenkbandage für Sportler vorzuziehen.

Die neuen Sport-Kompressionssocken

Im Bandagenshop finden Sie eine grosse Auswahl an Sport- und Laufsocken mit Kompression. Lernen Sie die Neuheiten 2017 kennen.

  • CEP Ultralight: Bei warmen Temperaturen sind die CEP Ultralight genau die richtige Wahl. Das extra feine Gestrick lässt wärme schnell entweichen und beschwert das Bein nicht. Die Ultralights sind ab sofort auch in den Spezialfarben Türkisblau (electric blue) und Hellgrün (viper green) erhältlich. Wer es noch etwas leichter mag, wählt nicht den Kniestrumpf, sondern die Sleeves, die im Spar-Set zu 2 Paar erhältlich sind.
  • CEP Metalized: Sein 10-jähriges Jubiläum feiert CEP mit den Metalized Laufsocken in limitierter Edition. Mit den Medaillenfarben Gold und Silber lassen sich aber auch Ihre persönlichen Erfolge feiern. Die wirkungsvolle Kompression unterstützt Sie beim Erreichen Ihres nächsten Ziels.
  • Compression Sock Performance: Die Laufsocken von Bauerfeind sind ideal für den Sommer. Das dünne, feine Gestrick gibt nicht zu warm und schmiegt sich passgenau ans Bein. Auf Polsterzonen wird absichtlich verzichtet, damit Sie einen direkten Schuhkontakt haben. Die Kompressionssocken lassen sich deshalb bei den verschiedensten Sportarten tragen und unterstützen Ihre Performance.

Funktionelle Sportsocken mit Kompression

Weitere Tipps

Schmerzen und Verletzungen des Sprunggelenks sind bei Läufern relativ häufig. Wer richtig trainiert, kann Beschwerden vorbeugen. So kommen Sie schneller und sicherer an Ihr sportliches Ziel:

  • Regelmässig trainieren: Muskeln lassen sich schnell trainieren, Bänder und Sehen aber nicht. Damit diese passiven Strukturen nicht überlastet werden, sind häufige, kleine Trainingseinheiten einem selten, intensiven Training vorzuziehen. Gehen Sie lieber drei Mal pro Woche für 20 Minuten Joggen und nicht ein Mal pro Woche für eine Stunde.
  • Sprunggelenk stärken: Neben dem Lauftraining darf auch ein gezieltes Krafttraining der Beinmuskulatur nicht zu kurz kommen. Wer auf einem Balancekissen übt, kann die muskuläre Stabilisierung des Sprunggelenks verbessern.

Alle vorgestellten Sportprodukte finden Sie im Schweizer Bandagenshop.

Schmerzen im Ellenbogen

Die Arme werden im Alltag bei allen möglichen Aufgaben stark beansprucht. Sei das beim Sport, während der Arbeit, beim Tragen von schweren Einkaufstaschen oder einfach wenn man sich wieder einmal mit dem Kopf auf dem Arm aufstützt. Zu starke Belastungen machen sich durch Schmerzen bemerkbar. Lernen Sie häufige Ursachen für Ellbogenschmerzen kennen und erfahren Sie mehr über deren Behandlung.

Ellbogenbandagen bei bandagenshop

Der Ellenbogen

Der Ellbogen setzt sich aus drei Teilgelenken zusammen. Der Oberarmknocken (Humerus), die Speiche (Radius) und die Elle (Ulna) treten jeweils mit einem andern Knochen in Verbindung. Umschlossen werden alle drei Teilgelenke von einer Gelenkkapsel. Während die Gelenkkapsel relativ weit ist, geben die Bänder dem Gelenk halt. Schlussendlich setzen noch die Sehnen der Muskeln an verschiedenen Stellen des Gelenks an, um die Bewegung zu ermöglichen. Schleimbeutel polstern die Knochen gegen Druck von aussen. Abhängig von der Belastung sind die Schleimbeutel individuell ausgeprägt.

Die Insertionstendopathie

Sehnen sind die bindegewebige Fortführung des Muskels. Sie befestigen den Muskel in gelenksnähe am Knochen. Während sich der Muskel relativ schnell trainieren lässt, benötigt die Sehne viel Zeit, um sich langsam an die aktuellen Belastungsverhältnisse anzupassen. Wer viel repetitive Bewegungen ausführt, schwere Lasten hebt oder plötzlich mit intensivem Training anfängt, stellt die Sehnen vor eine grosse Aufgabe, der sie oft nicht gewachsen sind. Durch die hohe Belastung entzündet sich der Sehnenansatz in knochennähe, was sich mit Schmerzen bemerkbar macht. Die Schmerzen werden beim Dehnen, oder durch Druck verstärkt. Die Insertionstendopathie ist auch unter den Begriffen Tendinitis oder Epicondylitis bekannt. Je nachdem welcher Sehnenansatz entzündet ist, treten die Schmerzen an einer andern Stelle auf.

Schmerz auf der Ellenbogen Innenseite

Das untere Ende des Oberarmknochens weist zwei Knorren auf, an denen die Unterarm- und Handmuskulatur ansetzt. Treten die Schmerzen an der Arminnenseite auf, spricht man auch vom Golferellbogen. Die Schmerzen werden verstärkt, wenn man das Handgelenk beugt, den Unterarm dreht oder schwere Gegenstände hebt. Nicht nur Golfer sind betroffen, häufiger Auslöser ist auch das Arbeiten mit dem Schraubenzieher oder das schreiben am Computer. Bauarbeiter, Mechaniker oder Sekretärinnen sind deshalb häufig betroffen.

Schmerzen auf der Ellenbogen Aussenseite

Beim weithin bekannten Tennisellbogen ist der Sehnenansatz am aussenliegenden Gelenkknorren entzündet. Der Schmerz lässt sich durch Drehen des Unterarms, Überstrecken von Hand und Mittelfinger, oder wenn die Hand bei gestrecktem Ellenbogen passiv gebeugt wird, auslösen. Ursachen sind z.B. arbeiten mit dem Hammer, mit der Computermaus, oder auch Sportarten wie Tennis oder Volleyball.

Schmerzen an der Ellenbogenpitze

Der Trizeps (Musculus triceps brachii) setzt an der Ellenbogenspitze (Olecranon) an. Auch hier kann es zu einer Insertionsthendopathie kommen. Häufig betroffen sind Personen die schwere Lasten tragen müssen und Kraftsportler. Der Schmerz wird beim Heben von Gegenständen verstärkt. Bei Schmerzen an der Ellenbogenspitze ist aber immer auch an eine Bursitis (Schleimbeutelentzündung) zu denken.

Anders als bei einer Insertionstendopathie ist der Ellenbogenspitz bei einer Bursitis geschwollen, der Schleimbeutel ist oft deutlich tastbar. Auslöser der Schwellung ist meist eine Überbeanspruchung durch Aufstützen, z.B. beim Lesen oder auf dem Rahmen des Autofensters.

Die Behandlung

Eine Insertionstendopathie ist immer durch Überbelastung bedingt. Als erste Massnahme sollte deshalb die auslösende Tätigkeit ermittelt und vorübergehend eingestellt werden. Durch die Ruhe kann die Entzündung des Sehnenansatzes abklingen und die Schmerzen lassen innert Tagen bis Wochen nach. Anschliessend sollte die Belastung langsam wieder aufgenommen werden, um eine erneute Überlastung vorzubeugen.
Eine Bandage unterstützt das Gelenk während der Ruhephase und bei der Wiederaufnahme der (sportlichen) Aktivität. Erneute Reizungen lassen sich vorbeugen. Es stehen verschiedene Ellenbogenbandagen zur Verfügung.

Kompressionsbandage

Kompression unterstützt das Gelenk in mehreren Bereichen. Der Druck steigert die Durchblutung und fördert so den Heilungsprozess. Kompression wirkt aber auch schmerzlindernd und unterstützt Sie bei der aktiven Schonung des Gelenks. Durch die Steigerung der Propriozeption (Lagewahrnehmung) werden ungünstige Bewegungen reduziert. Entdecken Sie die besten Kompressionsbandagen für den Ellenbogen:

Active Color Sport: Die leichte Ellenbogenbandage unterstützt das Gelenk mit einer wirkungsvollen Kompression. Feuchtigkeitsregulierende Aquarius Fasern sorgen für ein frisches Tragegefühl, sodass die Bandage auch vorbeugend während dem Sport getragen werden kann.

EpiTrain: Die Ellbogenbandage von Bauerfeind bietet im Alltag besten Komfort. Zwei Pelotten mit einer Aussparung im Bereich der Epicondylen entlasten die Sehnenansätze, sodass bei Golfer- und Tennisellbogen eine schnelle Schmerzlinderung gewährleistet ist.

Bort Select EpiPlus: Auch bei ausgeprägte inneren und äusseren Ellenbogenschmerzen bietet die Bort Ellenbogenbandage beste Wirksamkeit. Sie polstert das Gelenk auf der Innen- und Aussenseite mit einer weichen Pelotte. Mit dem Stabiloband im Bereich des Unterarms lässt sich die sehnenentlastende Wirkung noch verstärken. Weiche Timbrelle care Fasern machen die Bandage besonders komfortabel und schonen die Haut.

Bort KubiTal Ellbogenbandage: Schmerzen im Bereich der Ellbogenspitze lassen sich mit dieser Polsterbandage gut behandeln. Das weiche Silikonpolster mit Aussparung am Olecranon polstert den empfindlichen Knochenvorsprung und versorgt ihn mit einer angenehmen Kompression.

Epicondylitisbandage

Zur Entlastung der Sehnenansätze bei Epicondylitis stehen spezielle Epicondylitisbandagen zur Verfügung. Die schmalen Bänder werden um den Unterarm gewickelt. Eine darin eingearbeitete Pelotte drückt auf die Sehne um deren Verlauf zu verändern. Die belastete Ansatzstelle wird dadurch entlastet. Die kleinen Bandagen werden geschätzt, weil sie die Bewegungsfreiheit nicht einschränken und auch beim Sport angenehm zu tragen sind.

Entdecken Sie alle Ellbogenbandagen im Schweizer Bandagenshop.

Schmerzen im Sprunggelenk nach dem Joggen

Schmerzen im Sprunggelenk beim Joggen

Für viele Sportler steht im Frühling die erste Joggingrunde des Jahres auf dem Programm. Die Belastung bekommt aber nicht allen gut. Viele Läufer leiden jetzt unter Schmerzen im Sprunggelenk.

Aufgrund der fehlenden Übung während der Wintermonate hat sich der Trainingszustand oft verschlechtert, was auch das Verletzungsrisiko erhöht. Misstritte sind jetzt besonders häufig. Erfahren Sie, was man gegen belastungsbedingte Schmerzen machen kann und wie sich leichte Verletzungen behandeln lassen.

Bandage – die Soforthilfe

Kompressionsbandagen stabilisieren das Sprunggelenk propriozeptiv. Das heisst, die Lagewahrnehmung im Sprunggelenk wird vom Druck des Gestricks erhöht. Diese unbewusste Rückmeldung ans Gehirn führt dazu, dass die Bewegungen kontrollierter ausgeführt werden. Weiter regt Kompression die Durchblutung an und begünstigt so eine gute Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen. Auch die schmerzlindernde Wirkung darf als Pluspunkt erwähnt werden. Kompressionsbandagen werden in unterschiedlichen Ausführungen angeboten, die sich sowohl zur Vorbeugung von Beschwerden, als auch zur Behandlung von Sprunggelenksverletzungen eignen.

Bei belastungsbedingten Schmerzen

Beim Joggen wird das Sprunggelenk stark belastet. Anfangs Saison, wenn die Muskeln noch nicht so stark sind, kommt es deshalb oft zu Schmerzen. Mit einer leichten Bandage lassen sich die Beschwerden vorbeugen. Physiologische Bewegungsabläufe werden schon von sehr einfachen, leichten Bandagen begünstigt. Es eignen sich z.B. folgende Modelle:

  • Active Color Sport: Die leichte Knöchelbandage im sportlichen Design bietet ein sauberes, trockenes Tragegefühl. Spezielle Aquariusfasern leiten Feuchtigkeit schnell von der Haut weg.
  • MalleoTrain S: Ein teilelastischer Gurt der in einer 8er-Tour ums Sprunggelenk gewickelt wird, sorgt für eine gute seitliche Stabilität, Einknicken wird vorgebeugt. Die normale Abrollbewegung ist jedoch uneingeschränkt, sodass man mit der Bandage problemlos Joggen kann.

Nach Misstritt

Nach einem Umknicktrauma ist das Sprunggelenk geschwollen und tut weh. Eine Bandage mit Pelotte hilft die Schwellungen zu reduzieren und Schmerzen zu lindern. Geeignet ist z.B.

  • Bort Select TaloStabil Plus: Die hochwertige Bandage stabilisiert das Gelenk mit einem Stabilo-Band und unterstützt die Heilung mit zwei Massagepelotten. Weiches Material sorgt für guten Tragekomfort im Alltag. Ist die Heilung abgeschlossen, kann die Bandage auch beim Sport getragen werden.
  • MalleoTrain Plus: Die Sprunggelenkbandage von Bauerfeind beugt seitliches Einknicken mit einem Band vor, das in einer 8er-Tour ums Sprunggelenk gewickelt wird. Dank einem elastischen Bandabschnitt wird die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt. Die weichen Pelotten massieren das Gelenk und begünstigen den Heilungsprozess.

Lesen Sie zum Thema Misstritt auch unseren Beitrag „OSG-Distorsion„.

Balancetraining – die langfristige Lösung

Belastungsbedingte Schmerzen und häufiges seitliches Einknicken haben eine gemeinsame Ursache – schwache Muskeln. Die Stabilität des Sprunggelenks wird durch die Bänder und Muskeln gewährleistet. Die stabilisierende Wirkung der Muskeln darf dabei nicht unterschätzt werden. Selbst nach mehrfachen Bänderzerrungen lässt sich das Gelenk oft muskulär stabilisieren. Notwendig ist ein gezieltes Training. Am besten werden Balance- und Krafttraining kombiniert.

Beim Balance-Training steht man auf einem speziellen Balance-Kissen. Es ist weich und bietet nur wenig halt. Jeder Teil der Muskulatur wird bis in die letzte Faser gefordert, um das Gleichgewicht zu halten. So lässt sich das gesamte Sprunggelenk trainieren, wie es mit klassischem Training nicht möglich ist.

Um gezielt Kraft aufzubauen empfiehlt es sich dennoch klassisches Krafttraining zu machen. Wer am liebsten zu Hause trainiert, kann mit elastischen Bändern den nötigen Wiederstand erzeugen. Geeignet sind z.B. der Body-Ankle Fitness-Schlauch oder das Body-Band mit Clip.

Gesunder Lebensstil – den Gelenken zuliebe

Ein gesunder Lebensstil kommt auch den Gelenken zu Gute. Übergewicht belastet das Sprunggelenk unnötig, versuchen Sie das Normalgewicht zu erreichen und zu halten. Auch Rauchen wirkt sich schädlich auf die Gelenke aus. Der Knorpel baut sich deutlich schneller ab als bei Nichtrauchern, was die Entstehung von Arthrose begünstigt. Ein gesunder Lebensstil hält die Gelenke lange gesund.

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Kniebandage für dicke Beine

Jedes Bein ist anders. Erfahrungsgemäss sind die meisten Beine aber deutlich fester als die die man jeden Tag in Magazinen und auf Laufstegen sieht. Die natürliche Beinform ist häufig konisch, der Oberschenkel ist deutlich fester als die Wade. Manche Personen befürchten aufgrund ihrer dicken Beine keine passende Kniebandage zu finden. Diese Befürchtung ist allerdings unbegründet. Es gibt viele hochwertige Bandagen, die auf feste und kräftige Beine abgestimmt sind. Entdecken Sie die Lösung für Ihr Problem mit Kniebandagen.

Dicker Oberschenkel

Manche Marken bieten ihre Bandagen in Plus-Grössen an. Das bedeutet, der obere Bereich der Bandage ist extra weit geschnitten, um sich der natürlichen Beinform perfekt anzupassen. Einschnürungen im Oberschenkelbereich werden verhindert.

Lösung: Bort Kniebandage in Plus-Grösse, GenuTrain Comfort

Einschneiden in der Kniekehle

Bei dicken Beinen ist das Gewebe oft weich. Das Gestrick der Bandage kann deshalb im Bereich der Kniekehle einschnüren. Abhilfe schafft hier eine hochwertige Bandage mit festem Gestrick. Ein zusätzliches Kniekehlenpolster sorgt für besten Komfort.

Lösung: Bandage mit Kniekehlenpolster, z.B. Select Stabilo Gen, Select GenuZip

Rutschen

Wenn der Oberschenkel eine konische Form hat, bietet er der Bandage nur wenig Halt. Bei einigen Bandagen ist deshalb im oberen Abschlussrand ein Silikonfaden eingearbeitet. Er haftet leicht auf der Haut ohne zu kleben. So wird verhindert, dass die Bandage noch unten rutscht.

Lösung: Bandage mit Silikonisierung, z.B. Select Staiblo Gen, GenuTrain Comfort

Gute Kniebandagen für feste Beine

Entdecken Sie unsere grosse Auswahl an Kniebandagen, die speziell auf eine feste Beinform abgestimmt sind. Die Bandagen werden in Plus-Grössen angeboten, welche am Oberschenkel deutlich mehr Volumen zulassen.

Select Stabilo Gen

Die Select Stabilo Gen Kniebandage ist aus hochwertigem Material gefertigt. Das Gestrick ist extra sanft und passt sich dem Bein an. Neuartige Breeze-Fasern sorgen für ein frisches Hautgefühl, während die Timbrelle care Fasern mit Silber das Bakterienwachstum hemmen. Ausschläge haben so keine Chance. Bei festen Beinen ist diese Bandage ideal.

  • Plus-Grössen System
  • weiches Kniekehlenpolster
  • Silikonisierung am oberen Rand
  • in drei Farben erhältlich
  • Bort medical Qualität

GenuTrain Comfort

Kürzlich hat Bauerfeind das GenuTrain Sortiment um die GenuTrain Comfort erweitert. Die beliebte Kniebandage ist deshalb ab sofort auch für dicke Beine bestens geeignet. Dank innovativer Omega-Pelotte wirkt die GenuTrain schnell schmerzlindernd und regt den Heilungsprozess an. Auch die Comfort-Variante ist mit zwei flexiblen Stäben versehen und bietet angenehme Unterstützung.

  • Extra weiter Oberschenkelbereich
  • optionale Silikonisierung
  • top Tragekomfort dank 3-D Gestrick
  • druckverminderte Abschlüsse verhindert Einschneiden
  • Bauerfeind Qualität

Select GenuZip

Die Bort Kniebandage aus der hochwertigen Select-Linie ist mit einem seitlichen Reisverschluss ausgestattet. Dadurch lässt sie sich einfach an- und ausziehen. Zum Ausziehen braucht man sich nicht zu bücken.

  • Plus-Grössen System
  • Kniekehlenpolster
  • Silikonisierung
  • Reisverschluss für einfaches Handling

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Muskelaufbau nach Verletzungen

Muskelaufbau und Fitness

Die Muskeln müssen konstant trainiert werden, um nicht zu erschlaffen, beziehungsweise abzubauen (Atrophie). Bei Verletzungen ist aber oft strikte Ruhe angezeigt, wodurch es zu einem grossen Verlust von Muskelmasse und Kraft kommt. Ein gezielter Muskelaufbau nach Verletzungen ist deshalb unabdingbar, nicht zuletzt auch, um das Gelenk zu stabilisieren. Erfahren Sie mehr über das Krafttraining nach Verletzungen und Operationen.

Schneller Muskelabbau

Bereits eine Woche in einem Gips oder in einer festen Orthese reichen, um beträchtlich an Muskelkraft einzubüssen. Denn selbst ohne Training werden die Muskeln im Alltag konstant belastet. Durch Ruhigstellung werden all diese alltäglichen Bewegungen vermieden und der Muskel verliert jegliche Anforderungen. Nach einer Operation oder Verletzung ist es deshalb normal, dass Kraft verloren gegangen ist. Es ist aber auch klar, dass die Muskeln wieder trainiert werden müssen. Dabei ist auf ein gezieltes Training zu achten, um möglichst schnelle Erfolge zu erzielen.

Wann mit dem Training anfangen

Wochenlanges Ruhigstellen war früher an der Tagesordnung. Heute probiert man verletzte Gelenke und Extremitäten möglichst frühzeitig wieder zu aktivieren, um Ruhigstellungsschäden zu verhindern. Je nach Verletzung kann bereits nach wenigen Tagen bis Wochen der erste Besuch bei der Physiotherapie anstehen. Erste Bewegungsübungen sollen das „Einrosten“ der Gelenke verhindern und den Muskelabbau früh stoppen. Wenn der Heilungsprozess vollständig abgeschlossen ist, darf auch wieder mit dem selbständigen Training begonnen werden. Zu welchem Zeitpunkt ein verletztes oder operiertes Gelenk wieder belastet werden darf, entscheidet der Arzt. Der Zeitpunkt ist nämlich immer von verschiedenen Faktoren wie

  • Art der Verletzung/Operation,
  • allfälligen Komplikationen,
  • Alter des Patienten und
  • Sportlichkeit des Patienten vor der Verletzung abhängig.

So trainieren Sie richtig

Je nach Art der vorangegangenen Verletzung oder Operation ist beim Training auf einige Punkte zu achten. Hier erfahren Sie, wie die Wiederherstellung der Funktionalität schnell erreicht wird.

Muskuläre Stabilisierung nach Bandverletzung

Bänder stabilisieren das Gelenk. Bei Sportverletzungen kommt es häufig zu Bänderrissen, insbesondere im Sprunggelenk und im Knie (Seiten- oder Kreuzband). Bei sehr sportlichen Patienten, oder wenn mehrere Bänder gerissen sind, ist eine Operation nötig. Ist dies nicht der Fall, kann das Gelenk muskulär stabilisiert werden. Hierzu eignen sich in der Regel alle klassischen Kräftigungsübungen, wobei anfänglich auf Übungen mit grosser Balance/Koordinationskomponenten verzichtet werden sollte.

Fitness Ausrüstung

Geeignete Trainingsgeräte:

Kraft und Koordination trainieren nach Gips

Im Gips kommt es zum schnellen Kraftabbau. Er lässt sich in einer ersten Phase durch elektrische Muskelstimulation (EMS) abbremsen. Hier wird die Muskulatur durch elektrische Reizsignale zur Kontraktion angeregt. Eine geringe Belastung, die den Muskelabbau aber zu bremsen vermag. Befragen Sie Ihren Arzt ab wann Sie EMS einsetzen dürfen.

Ist der Gips weg, darf in der Regel mit Krafttraining angefangen werden. Dieses lässt sich beispielsweise durch elastische Trainingsbänder unterstützen, damit schneller Erfolge erzielt werden. Nach Beinverletzungen sollte ausserdem die Balance trainiert werden, um die gewohnte Sicherheit beim Gehen wiederzuerlangen. Hier sind Balancekissen ein gutes Hilfsmittel.

Geeignete Trainingsprodukte

Dehnen nach Sehnenverletzungen

Reisst eine Sehne, muss sie wieder angenäht werden. Anschliessend wird die Extremität für mehrere Wochen so ruhiggestellt, dass die Sehne maximal entlastet wird. Bei Achillessehnenrissen beispielsweise, wird der Fuss in eine Spitzfussstellung gebracht. Nach mehreren Wochen in dieser Stellung ist die Sehne zwar verheilt, aber auch verkürzt. Sobald der Arzt das OK dafür gibt, kann mit dem vorsichtigen Dehnen begonnen werden.

Geeignete Trainingsprodukte

  • Body-Toner
  • Body-Ring
  • Body-Ball

Bandage für mehr Sicherheit

Nach einer langen Verletzungsphase verliert man manchmal das „Vertrauen“ ins betroffene Gelenk. Man befürchtet ein erneutes weggleiten oder einknicken des Gelenks und kann sich deshalb nicht voll auf’s Training konzentrieren. Hier eignet sich eine leichte Kompressionsbandage, die das Sicherheitsgefühl während dem Sport verbessert.

Bandage ohne Schiene

Arthrose im Rücken

Die Wirbelsäule besteht aus 24 Wirbeln, die alle über mehrere Gelenke miteinander verbunden sind. Nutzt sich der Knorpel frühzeitig ab, geht das oft mit starken Schmerzen einher, die des Stehen und Gehen erschweren. Erfahren Sie mehr über Arthrose im Rücken und wie man sie behandeln kann.

Arthrose im Rücken

Bei Arthrose im Rücken hilft gezielte Bewegung mit leichter Belastung. Eine Bandage (z.B. LordoLoc von Bauerfeind) wirkt dabei schmerzlindernd.

Die Wirbelsäule

Die Wirbelsäule besteht aus 24 Wirbelknochen, sowie dem Kreuzbein und Steissbein, bei welchen es sich um verwachsene Wirbel handelt. Jeder Wirbel weist einen Wirbelkörper auf, der in der Mitte ein Loch hat, durch welches das Rückenmark verläuft. Die benachbarten Wirbel werden jeweils durch eine Bandscheibe verbunden und gleichzeitig vor gegenseitigem Druck entlastet. Diese Verbindung zweier Knochen durch die Bandscheiben wird als unechtes Gelenk (Symphyse) bezeichnet.

Rückseitig verfügen die Wirbel ausserdem über einen Dornfortsatz, sowie zwei seitliche Querfortsätze und vier Gelenkfortsätze. Jeweils zwei Gelenkfortsätze sind gegen unten gerichtet, zwei gegen oben. Immer ein nach unten gerichteter Gelenkfortsatz des einen Wirbels bildet mit dem nach oben gerichteten Gelenkfortsatz des darunterliegenden Wirbels ein Gelenk. Aufgrund der sehr flachen Gelenkflächen spricht man hier von einem „ebenen Gelenk“ oder „Facettengelenk“.

Arthrose = Knorpelverschleiss

Schematische Darstellung der WirbelsäuleKnorpel ist überall dort zu finden, wo zwei Knochen zusammen eine gelenkige Verbindung eingehen und schützt im Normalfall vor Druck und Abrieb. Bei Arthrose ist der Knorpel aufgeraut und wird langsam abgebaut. Dadurch steigt die Belastung des Knochens, welcher mit Veränderungen reagiert. Geröllzysten und Knochenneubildungen am Gelenkrand (Osteophyten) sind die Folge von Arthrose.

Arthrose im Rücken (Spondylarthrose) tritt meist in Kombination mit weiteren Veränderungen auf. Die Bandscheiben werden im Alter weniger elastisch und dünner, manchmal sind sie auch durch Bandscheibenvorfälle geschädigt. Die Wirbel rücken dadurch näher aneinander. Die Statik der Wirbelsäule wird verändert und dadurch der Verschleiss der Facettengelenke begünstigt.

Häufige Ursachen

Arthrose im Rücken ist zwar eine typische Abnutzung, welche im Alter auftritt. Trotzdem gibt es zahlreiche Faktoren, welche die Entstehung begünstigen können – unabhängig vom Alter.

  • Bandscheibenvorfall: Die Wirbel stehen in einer unphysiologischen Position zueinander, der Druck wird nicht mehr gleichmässig verteilt. In der Folge kommt es zur Schädigung des Knorpels und damit zu Arthrose.
  • Entzündungen im Rücken: Entzündungen setzen Zellstoffe frei, die das Gewebe angreifen oder zerstören können. Davon bleibt auch der Knorpel nicht verschont.
  • Osteoporose: Auch ein Abbau von Knochensubstanz kann zu einer ungünstigen Belastung der kleinen Gelenke im Rücken führen, wodurch die Entstehung der Arthrose begünstig wird.
  • Muskelschwäche: Der Rücken wird muskulär stabilisiert. Durch lange Inaktivität oder fehlendes Training baut sich die Muskulatur ab.
  • Fehlstellungen
  • Übergewicht

Welcher Abschnitt ist betroffen?

Di Wirbelsäule lässt sich in fünf Abschnitte unterteilen, die Halswirbelsäule, die Brustwirbelsäule, die Lendenwirbelsäule, das Kreuzbein und das Steissbein. Jeder Abschnitt kann von Arthrose betroffen sein.

Arthrose der Halswirbelsäule

Die ersten zwei Wirbel haben eine spezielle, abgeflachte Form, um dieDreh- und Nickbewegungen des Kopfs zu ermöglichen. Tritt Arthrose in der Halswirbelsäule auf, sind Bewegungen des Kopfs oft schmerzhaft. Die Schmerzen können ausserdem in die Arme ausstrahlen.

Arthrose der Brustwirbelsäule

Die Brustwirbelsäule ist sehr selten von Arthrose betroffen, eine Erkrankung ist aber nicht ausgeschlossen.

Arthrose der Lendenwirbelsäule

Die Lendenwirbelsäule ist relativ häufig von Arthrose betroffen. Das mag auch mit der vergleichsweise grossen Gewichtsbelastung zusammenhängen.

ISG-Arthrose

Das Illiosakralgelenk liegt zwischen dem Kreuzbein und dem Darmbein (Beckenknochen). Obwohl es über einen sehr kleinen Bewegungsumfang verfügt, kann es von Arthrose betroffen sein. Die Schmerzen treten meist im Bereich des Kreuzes auf, können aber ins Becken, die Leiste und Hüfte ausstrahlen.

Symptome

Zu Beginn verspüren Arthrosepatienten nur leichte, dumpfe Schmerzen bei Bewegung und Belastung. In Ruhe tritt kein Schmerz auf. Wird das Gelenk etwas bewegt (aufgewärmt), verschwinden die Beschwerden. Man spricht von den typischen Anlaufschmerzen. Beim Fortschreiten der Erkrankung werden die Symptome ausgeprägter, es kann sich ein Dauerschmerz entwickeln. Durch eine starke Belastung kann das betroffene Gelenk entzünden, man spricht von einer aktivierten Arthrose. Besonders nach einer längeren Pause fühlen sich die Gelenke steif an.

Bildet sich neues Knochengewebe (Osteophyten), so können Nerven eingeklemmt werden oder die Beweglichkeit eingeschränkt werden. Die Symptome hängen von der Lokalisation ab.

Therapie

Arthrosepatienten sollten sich immer von einem erfahrenen Arzt beraten lassen. Er kann über die geeigneten Therapiemassnahmen aufklären. Oberstes Ziel der Therapie ist es immer die Schmerzen bestmöglich zu lindern und dem Patienten einen guten Alltag zu ermöglichen. Dazu können verschiedene Therapieansätze kombiniert werden.

Bandagen und Orthesen

Orthopädische Hilfsmittel stabilisieren den Rücken und beugen so ungünstige Bewegungen vor. Die Gewichtsbelastung bei Bewegung wird reduziert, was Schmerzen lindert. Folgende Bandagen und Orthesen stehen bei Arthrose des Rückens zur Verfügung.

Rücken Bandagen

Halswirbelsäule

Die Halswirbelsäule muss das gesamte Gewicht des Kopfs tragen. Mit einem Halskragen wird der Kopf gestützt und das Gewicht von der Wirbelsäule weg geleitet. Für eine funktionelle Therapie im Alltag ist ein leichter Halskragen mit Styroporperlen-Füllung ideal, weil er gut unterstützt, ohne zu sehr einzuschränken. Bei sehr starken Schmerzen hilft die Push med Cervicalstütze, die Kopf und Hals mit einer festen Kunststoffverstärkung nahezu ruhigstellt.

Brustwirbelsäule

Die Brustwirbelsäule kann mit dem Bort Geradehalter angenehm unterstützt werden. Die beweglichen Stäbe richten den Rücken auf. Zwei Schultergurten sorgen für eine gute, entlastende Haltung.

Lendenwirbelsäule

Für die Lendenwirbelsäule stehen viele verschiedene Bandagen und Orthesen zur Verfügung. Zur Schmerzlinderung im Alltag eignen sich elastische Bandagen mit Massagepelotte wie z.B. die LumboTrain oder die Bort StabiloBasic Rückenbandage.
Orthesen stabilisieren den unteren Rücken zuverlässig und schränken die Bewegungsfreiheit teilweise ein. Die Wirbelsäule wird maximal unterstützt. Geeignet ist z.B. die LordoLoc von Bauerfeind, welche mit vier Korsettstäben ausgestattet ist. Ein zweiteiliger Verschluss mit Gurten erlaubt es den Stabilitätsgrad zu variieren.

Kreuzbein

Die SacroLoc Orthese hält das Becken mit einem unelastischen Gurt fest zusammen. Die Bewegung im Illiosakralgelenk wird eingeschränkt. Für eine schnelle, effektive Schmerzlinderung ist die Orthese mit zwei Friktionspelotten ausgestattet, welche die Schmerzstelle angenehm massieren.

Elektrische Schmerztherapie

Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) wird zur Schmerztherapie eingesetzt. Durch die Haut geleitete elektrische Impulse blockieren die Weiterleitung des Schmerzsignals ans Gehirn. Die TENS-Therapie wird ein- bis mehrmals täglich durchgeführt, wobei die Wirkung nach Beenden der Anwendung für viele Stunden anhalten kann.

Um den Rücken zu behandeln, eignet sich das Panasonic EW6021. Es ist mit vier Elektroden ausgestattet, die grossflächig um die schmerzende Stelle auf die Haut geklebt werden. Dank verschiedenen Impulsarten, Intensitätsstufen und Massageprogrammen ist eine individuelle Therapie möglich.

TENS & EMS Geräte

Medikamente

Bei Arthrose können verschiedene entzündungshemmende Medikament und Schmerzmittel eingesetzt werden. Befragen Sie hierzu Ihren Arzt.

Operation

Bei Arthrose im Rücken gibt es verschiedene Operationsmöglichkeiten. Wenn Osteophyten für die Schmerzen verantwortlich sind, kann deren operative Entfernung hilfreich sein. Als letzte Massnahme kann die Versteifung, also das feste verschrauben zweier Wirbel in Betracht gezogen werden. Die Wirbelsäule wird in diesem Bereich zwar unbeweglich. Da die Schmerzen ganz verschwinden, wird die Lebensqualität des Patienten dennoch gesteigert.

Neu: Bauerfeind Handgelenksorthesen noch stabiler

Ein Sturz, ein schlecht gefangener Ball oder eine kleine Unachtsamkeit im Sport und schon ist das Handgelenk verletzt.

Verstauchungen, Prellungen und Brüche, aber auch überlastungsbedingte Beschwerden treten am Handgelenk sehr häufig auf. Eine stabilisierende Orthese unterstützt den Heilungsprozess und lindert Schmerzen unmittelbar. Mit den neuen Bauerfeind Handgelenksorthesen lassen sich jetzt noch mehr schwere Verletzungen und Erkrankungen des Handgelenks auf komfortable Weise behandeln.

Handgelenkorthesen und Schienen

7cm länger für mehr Stabilität

Die äusserst beliebten Handgelenksorthesen ManuLoc und ManuRhizoLoc haben schon vielen Patienten mit leichten bis mittleren Beschwerden oder in einer späten postoperativen Phase unterstützt. Genau diese Orthesen wurden jetzt um jeweils 7cm verlängert und mit einem zusätzlichen Klettverschluss versehen. Jetzt lassen sich auch schwere Verletzungen und starke Schmerzen mit diesen anwenderfreundlichen Orthesen versorgen. Die ebenfalls verlängerten, in der Orthese eingelegten Stabilisatoren stützen das Handgelenk noch besser und schränken Streck-, Beuge und Drehbewegungen von Unterarm und Handgelenk nahezu vollständig ein.

Indikationen

Die ManuLoc long und die ManuRhizoLoc long werden bei ausgeprägten Verletzungen und starken Schmerzen eingesetzt. Dazu gehören das Karpaltunnenlsyndrom oder die Sehnenscheidenentzündung mit starken Schmerzen, schwere Prellungen oder kombinierte Daumen-Handgelenk-Verletzungen. Dank der hohen Stabilität lassen sich die verlängerten Orthesen auch in einer frühen Phase nach der Operation einsetzen.

ManuLoc long – Die ManuLoc long stabilisiert das Handgelenk und ist für Verletzungen geeignet die ausschliesslich das Handgelenk betreffen.

ManuRhizoLoc long – Sind das Handgelenk und das Daumengrund- oder Sattelgelenk verletzt ist die ManuRhizoLoc long die erste Wahl. Die zusätzliche Daumenstütze stabilisiert den Daumen in einer entspannten Position. Ideal auch bei überbelatungsbedingten Beschwerden wie Sehnenscheidenentzündungen oder Karpaltunnelsyndrom.

Ideal für grosse und kräftige Personen

Für Personen mit sehr langen oder kräftigen Armen haben die Standard-Varianten ManuLoc und ManuRhizoLoc gelegentlich nicht genügend Stabilität geboten, auch nicht bei leichten Beschwerden. Genau diese Patienten profitieren von den long-Varianten der Handgelenksorthesen. Bei den verlängerten Orthesen werden Hebelkräfte verringert.

ManuLoc Long mit Daumenschiene
Die ManuLoc Long sorgt für zusätzliche Stabilität und reduziert auch Rotationsbewegungen
ManuLoc Long mit Fingerauflage
Die Ausführung mit Fingerauflage bietet noch mehr Komfort, wenn die Finger ruhiggestellt werden müssen

Optional mit Fingerauflage – das Plus

Beide Bandagen gibt es auch mit einer breiten, komfortablen Fingerauflage. So können bei Bedarf die Finger ruhiggestellt und entlastet werden. Die Auflage ist nur angesteckt und kann bei Fortschreiten der Heilung komplett entfernt werden. Die Bandagen sind mit „Plus“ gekennzeichnet.

Neue Grössentabelle für eine passgenaue Versorgung

Mit der Einführung der neuen, verlängerten Orthesen wurde auch das Grössensystem angepasst. Neu lassen sich Handgelenksumfänge von 12-26 cm versorgen. Die neue Grössentabelle gilt sowohl für die Standard-Varianten, als auch für die long-Varianten.

Die neuen Handgelenksorthesen ManuLoc long und ManuRhizoLoc long, sowie die Plus-Varianten sind ab sofort bei Bandagenshop.ch erhältlich. Bei Fragen zu Ihrem Bandagenkauf steht Ihnen eine kostenlose ärztliche Beratung zur Verfügung.

Kniegelenksarthrose

Die Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) ist eine der häufigsten Gelenkserkrankungen bei Patienten über 60 Jahren. Je nach Studie sind 30-60% der Bevölkerung über 60 Jahren davon betroffen. Was aber nicht heisst, dass junge Personen davon verschont bleiben. Erfahren Sie mehr über die Erkrankung und deren Behandlung mit Bandagen und andern Therapiemassnahmen.

Synonyme: Kniegelenkarthrose, Gonarthrose, Arthrose des Kniegelenks

Stadien der Gonarthrose (Kniegelenksarthrose)


Zusammenfassung

Schmerzen, Schwellungen, Steifheit und Knirschgeräusche im Knie sind Zeichen einer Kniegelenksarthrose. Bei Arthrose ist der Knorpel übermässig abgenutzt, sodass die Knochen aneinander reiben. Mögliche Ursachen sind grosse Belastungen im Berufsleben, vorangegangene Unfälle, Vererbung und ein ungesunder Lebensstil (v.a. Übergewicht).

Arthrose ist nicht heilbar, die Therapie dient der Schmerzlinderung. Es stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Bandagen und Orthesen: Stützen das Gelenk, reduzieren Schwellungen, lindern Schmerzen
  • TENS: lindert Schmerzen mit elektrischen Impulsen
  • Bewegung: wichtig für den Knorpel, stabilisiert das Gelenk
  • Medikamente
  • Operation

Definition der Kniegelenksarthrose

Die Gonarthrose wird durch alle degenerativen Erkranungen des Kniegelenks definiert, welche kontinuierlich zum Abbau des Knorpels führen. Umliegende Strukturen wie Bänder, Gelenkkapsel oder Muskulatur können dabei mitbetroffen sein. Die Arthrose hat entzündliche, sowie nicht entzündliche Phasen, welche massgeblich für die subjektiven Beschwerden verantwortlich sind. Schmerzen oder funktionelle Störungen müssen nicht vorhanden sein, auch wenn im Röntgenbild deutliche arthrotische Veränderungen sichtbar sind.

Ursache

Die Arthrose kann nach ihrer Ursache eingeteilt werden. Man unterscheidet zwischen:

Primäre Gonarthrose (ICD10 M17.0/1): Fehlstellungen der Beinachse (z.B. X-Beine) oder anlagebedingte Veränderungen des Gelenks/ der Kniescheibe können zu einer Fehl- und Überbelastungen des Knorpels führen. Es erfolgt ein frühzeitiger Verschleiss. Ein besonders häufiger Grund für Arthrose ist Übergewicht. Grosse Belastungen im Beruf begünstigen die Entstehung einer Arthrose zusätzlich.

Posttraumatische Gonarthrose (ICD10 M17.2/3): Bei Gelenkverletzungen kann es zu Stufen in der Gelenkfläche kommen, wodurch der Knorpel stellenweise überbelastet wird. Auch Frakturen ohne Gelenkbeteiligung können eine Kniegelenkarthrose verursachen, nämlich dann, wenn der Knochen schief zusammenwächst und eine Achsfehlstellung des Beins verursacht.

Sonstige sekundäre Gonarthrose (ICD10 M17.4/5): Verschiedene Grunderkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus oder Rheuma können den frühzeitigen Gelenkverschleiss begünstigen.

Formen der Kniegelenksarthrose

Arthrose bezeichnet einen frühzeitigen Verschleiss des Gelenks. Er zeigt sich an folgenden Veränderungen:

  • Der Knorpel wird dünner
  • Der Gelenksspalt wird schmäler
  • Es bilden sich Zysten und Sklerosen im Knochen unterhalb des Knorpels
  • Die Knochenstruktur wird verändert
  • Am Rand des Gelenks kommt es zu Knochenwucherungen (Osteophyten)
  • Die Gelenkkapsel ist gereizt und schwillt an

Die Veränderungen sind vom Betroffenen vor allem durch Schmerzen und Schwellungen des Gelenks wahrnehmbar. Der Arzt kann sie mit Hilfe eines Röntgenbildes oder anderen bildgebenden Verfahren darstellen, um die Arthrose zu diagnostizieren. Dort lässt sich auch die genaue Lokalisierung der Veränderungen feststellen. Es kann zwischen folgenden Formen unterschieden werden.

  • Retropatellararthrose: Die Kniescheibe weist auf der Rückseite eine dicke Knorpelschicht auf, damit sie problemlos über den Oberschenkelknochen gleitet. Bei der Retropatellararthrose ist der Knorpel auf der Rückseite der Kniescheibe verändert, was besonders beim Abwärtsgehen und Treppensteigen zu Schmerzen führt.
  • Mediale Gonarthrose: Der Unterschenkelknochen weist zwei relativ grosse Auflagefläche auf, auf denen die Kondylen (Knorren) des Oberschenkelknochens aufliegen. Ist die innere Seite des Gelenks von den arthrotischen Veränderungen betroffen, spricht man von einer medialen Gonarthrose.
  • Laterale Gonarthrose: Ist die äussere Seite des Gelenks betroffen, wird von einer lateralen Gonarthrose gesprochen.

Die Formen können kombiniert auftreten. Sind alle drei Gelenkabschnitte betroffen, spricht man von einer Pangonarthrose.

Klassifikation

Für die Einteilung der Kniegelenksarthrose gibt es verschiedene System – alle bauen auf den radiologischen Befund. Häufig wird die nachfolgende Klassifikation nach Kellgren und Lawrence verwendet.

  1. Im Stadium 1 wird eine subchondrale Sklerose festgestellt (Verdickung des Knochens unterhalb des Knorpels). Der Gelenkspalt ist nicht verschmälert und es sind keine Osteophyten (Knochenneubildung) vorhanden.
  2. Im Stadium 2 ist bereits eine Verschmälerung des Gelenkspaltes festzuhalten, die Gelenkfläche kann Unregelmässigkeiten aufweisen. Leichte Knochenneubildungen am Gelenkrand sind möglich.
  3. Das Stadium 3 wird durch deutliche Osteophyten und eine Verschmälerung des Gelenkspaltes definiert.
  4. Im letzten Stadium 4 ist der Gelenkspalt so stark verschmälert, dass er teilweise nicht mehr erkennbar ist. Das Gelenk ist deformiert und es kann zum Absterben von Gewebe kommen.

Symptome

Arthrose macht sich durch Schmerzen im betroffenen Gelenk bemerkbar. Zu Beginn sind es oft leichte „Anlaufschwierigkeiten“ am Morgen, die tagsüber abklingen. Später werden die Schmerzen stärker, halten den ganzen Tag an, auch in Ruhe. Die Gehstrecke, die schmerzfrei zu bewältigen ist wird immer kürzer. Die Beweglichkeit des Gelenks ist eingeschränkt und es kommt zu Funktionsstörungen. Insbesondere nach längerer Belastung kann es zu Gelenkergüssen kommen. Um das Gelenk zu schonen hinken manche Betroffene. Ist die Arthrose weit fortgeschritten kommt es zu Knirschgeräuschen (Krepitationen) im Knie. Weiter kann der Betroffene ein Instabilitätsgefühl wahrnehmen, manchmal liegt auch eine tatsächliche Instabilität vor.

Die Symptome entscheiden über die Therapie. Häufig korreliert der Leidensdruck des Patienten nicht mit den radiologischen Befunden.

Anamnese & Untersuchung

Als erstes erfolgt das Patientengespräch. Der Arzt versucht möglichst viele relevante Angaben zu erhalten, welche im Zusammenhang mit der Gonarthrose stehen. Dazu gehört z.B. die genau Erfassung des Schmerzes, die Suche nach Risikofaktoren oder die berufliche Situation. Anschliessend folgt die körperliche Untersuchung.

Klinische Untersuchung

  • Inspektion der Kniegelenke. Auch die gesunde Seite wird geprüft. Dabei wird beurteilt, ob Rötungen oder Schwellungen vorliegen.
  • Untersuchung durch Abtasten. Besteht ein tastbarer Erguss? Kann durch Druck ein Schmerz ausgelöst werden?
  • Überprüfung der Achsen.
  • Überprüfung des Hüftgelenks. Eine Arthrose im Hüftgelenk kann nach unten ins Knie ausstrahlen!
  • Funktionsprüfung. Es werden Bewegungsumfang, Kraft und Stabilität beurteilt.

Röntgenbild Kniegelenk mit ProtheseBildgebung

Die konventinelle Röntgenaufnahme des Kniegelenks gilt nach wie vor als primäres diagnostisches Mittel. Im Einzelfall können weitere Untersuchungen angeordnet werden, wie z.B. Sonographie, CT usw.

Therapie

Die Therapie der Arthrose richtet sich nach den Beschwerden des Patienten und hat die Schmerzlinderung zum Ziel. Weiter wird versucht den Knorpelverschleiss zu bremsen. Bei der Festlegung der Therapie steht der Patient und sein Leidensdruck im Vordergrund.

Bandagen und Orthesen

Orthopädische Hilfsmittel unterstützen das Gelenk in seiner Funktion, lindern Schmerzen und reduzieren Schwellungen. Welche Bandage geeignet ist, hängt einerseits von der Ursache und Lokalisation der Arthrose ab, andererseits von der Stärke und Art der Beschwerden. Wir stellen Ihnen einige geeignete Bandagen und Orthesen vor.

Leichte Beschwerden

Im Anfangsstadium lassen sich Schmerzen oft mit einer klassischen Kompressionsbandage in den Griff bekommen. Geeignet sind z.B. die GenuTrain A3 Kniebandage oder die Select StabiloGen. Sie behandeln das Gelenk mit einer abschwellenden Kompression und verbessern das Stabilitätsgefühl. Bei der GenuTrain A3 verbessert eine spezielle Massagepelotte mit genoppten Armen die schmerzlindernde Wirkung.

Starke Beschwerden

Eine Orthese mit stabilisierenden Stäben leitet das Gewicht teilweise vom Gelenk weg. Weiter unterstützt sie physiologische Bewegungsabläufe, eine gerade Beinachse und stabilisiert das Gelenk seitlich. Ideal ist hier die GenuTrain S mit zwei seitlichen Gelenkschienen und zwei Bändern. Speziell für ältere Patienten steht die Bort Generation Knieorthese zur Verfügung. Sie lässt sich vollständig öffnen und ganz einfach über der Kleidung tragen. Die seitlichen Schienen weisen polyzentrische Gelenke auf, die der Bewegung des Knies optimal folgen.

Arthrose der Kniescheibe

Arthrose der Kniescheibe ist oft auf eine Fehlstellung der Kniescheibe zurückzuführen. Eine spezielle Patellabandage, die das seitliche Weggleiten der Kniescheibe verhindert, ist hier die beste Wahl. Geeignet sind z.B. die GenuTrain P3 Bandage mit korrigierendem Zügel, oder die Bort Asymmetric mit seitlicher, halbkreisförmiger Pelotte. Beide führen die Kniescheibe in ihrer vorgesehenen Position.

Bei knienden Berufen

Fliesenleger und Gärtner sind nur zwei Berufsgruppen die häufig in kniender Position arbeiten. Wer mehr als eine Stunde täglich auf den Knien verbringt, hat ein stark erhöhtes Risiko an Kniegelenksarthrose zu erkranken. Idealerweise wird deshalb immer auf einem weichen Polster gekniet. Da diese Vorgabe im Berufsalltag schwer umzusetzen ist, kann eine Kniebandage mit integriertem Polster helfen. Die McDavid Bandage 410 mit Schutzpolster wärmt das Gelenk leicht auf. Sie bietet eine angenehme Unterstützung und schützt das Knie mit einem Sorbothan Polster.

Kniebandagen

Medikamente

Die Schmerzen bei Kniegelenksarthrose können mit verschiedenen Medikamentengruppen behandelt werden. Frei käufliche Schmerzmittel mit Paracetamol können helfen. Bei gleichzeitiger Entzündung der Gelenke sind nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) geeignet. Cortison Injektionen können die Beschwerden für Monate lindern, sind aber häufig mit Nebenwirkungen verbunden und können nicht beliebig oft wiederholt werden. Auch Glucosamine und Hyaluronsäure stehen zur konservativen Therapie der Gonarthrose zur Verfügung. Befragen Sie Ihren Arzt, welche Medikamente sich für Sie eignen.

Weitere Massnahmen

Ergänzende Therapiemassnahmen können vom Patienten meist selbständig angewendet werden. Kälte- oder Wärmeanwendungen, oder die TENS-Therapie bringen schnelle Linderung.

TENS

Bei der transkutanen elektrischen Nervenstimulation werden leichte elektrische Impulse durch die Haut geleitet. Dabei werden die Nerven stimuliert und die Schmerzweiterleitung blockiert. TENS Geräte verfügen immer über paarweise Elektroden, die zur Therapie auf die Haut geklebt werden. Je nach Gerät lassen sich verschiedene Therapiemodi wählen, die Stromstärke und die Impulslänge einstellen. Manche Geräte verfügen zusätzlich über EMS Programme, mit denen sich die Muskeln stimulieren lassen, eine sinnvolle Ergänzung zum Krafttraining.

Übungen

Der Knorpel ist nicht von Blutgefässen durchzogen, sondern wird nur durch die Synovia (Gelenkflüssigkeit) ernährt. Bei Bewegung wird die Gelenkflüssigkeit in den Knorpel gepresst, wo die Nährstoffe in die Zellen gelangen. Bewegung ist also gerade bei Arthrose wichtig, um den verbleibenden Knorpel möglichst lange zu erhalten. Leichtes Ausdauertraining wie Spazieren oder Velofahren sind geeignet.

Ergänzend sollte die Beinmuskulatur gestärkt werden, denn sie trägt zur Stabilität des Gelenks bei. Allenfalls sind einige Besuche bei der Physiotherapie notwendig um geeignete Übungen zu erlernen.

Operation

Röntgen des Kniegelenks mit und ohne Prothese

Bei Gnoarthrose stehen verschiedene operative Therapien zur Verfügung. Am bekanntesten ist sicher der Gelenkersatz mit einer Endoprothese. Nicht immer muss das gesamte Gelenk ersetzt werden, denn bei einseitiger Arthrose stehen Teilprothesen zur Verfügung. Immer öfter wird auch versucht Knorpel zu transplantieren. Bei Arthrose wegen Achsfehlstellung, kann die Beinachse operativ korrigiert werden. Welche Operation sich im individuellen Fall eignet, besprechen Patienten am besten mit einem erfahrenen Facharzt.

Vorsorge (Prävention)

  • Ungesunde Belastung vermeiden: Das Kniegelenk sollte nicht fehl- oder überbelastet werden. Das gilt sowohl für berufliche Aktivitäten, wie auf für den Alltag. Dazu gheört auch das Sporttreiben. Das Gelenk sollte abhängig vom Gesundheitszustand physiologisch belastet werden.
  • Gezieltes Training: Hierzu eignen sich gelenkschonende Sportarten perfekt, wie z.B. Schwimmen, Radfahren oder Walking. Ein leichter Muskelaufbau hilft das Gelenk zu stabilisieren und verringert die Gefahr von Fehlbelastungen.
  • Normalgewicht halten oder erreichen: Das Körpergewicht lastet auf dem Kniegelenk, und zwar jedes Gramm. Ziel ist ein BMI von unter 25 zu erreichen.

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen rund um die Gonarthrose zur Verfügung.


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Weiterführende Informationen, Leitlinien und Quellenangabe