Getestet von Marco, 28 Jahre, Elektroinstallateur
Ich bin Elektroinstallateur und eigentlich den ganzen Tag auf den Beinen. Auf der Baustelle muss es meistens schnell gehen. Eigentlich immer zu schnell und am Ende reicht die Zeit trotzdem nie. So ist auch mein Unfall passiert.
Wir waren auf einer Baustelle und bei einer Tür war noch nicht alles fertig. Ich bin dort irgendwie mit dem Fuss hängen geblieben und dann ziemlich blöd über zwei Stufen Richtung Garage gestürzt. Den rechten Fuss hat es dabei voll verdreht.
Ich hatte sofort starke Schmerzen und der Knöchel wurde ziemlich schnell dick. Mein Chef hat zum Glück gar nicht lange diskutiert und mich direkt in die Notfallpraxis geschickt.
Aussenband massiv gezerrt


Nach der Untersuchung war klar, dass ich mir die Aussenbänder massiv gezerrt hatte (OSG-Distorsion). Bei einem Band bestand sogar Verdacht auf einen Teilriss. Also bekam ich eine feste Orthese aus Kunststoff.
Für die ersten Tage war das sicher okay. Der Fuss war sowieso dick und tat weh und ich wollte ihn möglichst wenig bewegen.
Aber bequem war das Ding überhaupt nicht. Hart, klobig und in einen normalen Schuh kam ich damit praktisch nicht rein. Arbeiten hätte ich damit vergessen können. Und mich wegen eines verdrehten Knöchels wochenlang krankschreiben zu lassen, war jetzt auch nicht gerade mein Plan. Also habe ich nach einer Alternative gesucht.
Die Malleo Dynastab BOA bestellt
Bei bandagenshop.ch bin ich dann auf die Malleo Dynastab® BOA® gestossen. Sie sah auf den Bildern schon wesentlich kompakter aus als das Teil, das ich vom Arzt bekommen hatte. Also bestellt und ausprobiert. Die Lieferung kam bereits am nächsten Tag. Top.
Mein erster Gedanke beim Auspacken war eigentlich nur: Das sieht schon viel besser aus. Die Orthese ist erstaunlich leicht und relativ dünn. Trotzdem hat sie auf beiden Seiten feste Verstärkungen. Vorne ist das BOA-System und dazu kommen noch zwei Bänder, die um den Fuss gelegt werden. Eigentlich ziemlich simpel.
Anziehen ist wirklich einfach
Beim ersten Mal muss man einfach wissen, dass man das BOA wirklich komplett öffnen muss. Sonst versucht man irgendwie mit Gewalt in die Orthese reinzukommen und das funktioniert nicht wirklich.
Also: BOA auf, Schnürung ganz locker machen, Fuss reinschieben und dann das Rad zudrehen.
Ich ziehe es einfach so fest, dass sich der Fuss gut stabil anfühlt. Danach kommen noch die beiden Bänder über Kreuz und das wars.


Was ich gut finde: Man kann eigentlich nicht viel falsch machen. Die Bänder sind schon an der richtigen Stelle befestigt. Man muss nicht zuerst fünf Klettverschlüsse sortieren und überlegen, welcher jetzt wohin gehört.
Der Unterschied zur ersten Orthese war riesig
Das Wichtigste war für mich ganz klar: Ich konnte damit wieder einen Schuh anziehen. Und zwar problemlos. Ich trage bei der Arbeit hohe Sicherheitsschuhe und auch dort ging die Malleo Dynastab BOA ohne grosses Gefummel rein.
Das war genau das, was ich gesucht habe.
Auch beim Laufen ist der Unterschied zur Kunststofforthese vom Notfall riesig. Mit der Malleo kann man ziemlich normal gehen.
Seitlich macht sie dagegen wirklich zu. Da merkt man die festen Verstärkungen deutlich. Den Fuss nach innen oder aussen wegkippen geht kaum. Und genau das wollte ich nach meinem Unfall ja auch nicht mehr.
Bequem trotz ziemlich viel Stabilität
Ich hatte zuerst etwas Bedenken, dass die Orthese irgendwo auf den Knöchel drückt. War aber überhaupt kein Problem.
Innen ist alles gut gepolstert und ich hatte auch nach einem ganzen Arbeitstag keine Druckstelle. Natürlich merkt man, dass man eine Orthese trägt. Aber es ist nicht so, dass man nach zwei Stunden nur noch nach Hause will und das Ding ausziehen möchte.
Für mich war das wirklich alltagstauglich.
Die zusätzlichen Bänder machen sicher auch noch etwas aus. Gefühlt kommt die Hauptstabilität aber von den seitlichen Verstärkungen und dem BOA-System. Das ganze Gelenk fühlt sich damit einfach ziemlich fest und sicher an.
Nach zwei Wochen nochmals zum Arzt


Nach etwa zwei Wochen hatte ich die erste Kontrolle bei meinem Hausarzt. Ich war etwas gespannt, was er zu meiner selbst gekauften Lösung sagt.
Er fand die Orthese aber gut und hatte nichts dagegen, dass ich sie anstelle der ursprünglichen Schiene trug.
Seine Empfehlung war, sie ruhig noch einige Wochen weiter zu verwenden, solange Schmerzen und Schwellung noch nicht komplett verschwunden sind.
Also habe ich die Malleo nochmals ungefähr vier Wochen getragen. Danach ging es zur Abschlusskontrolle.
Alles gut. Das Gelenk war wieder stabil und offenbar hatte ich trotz des ziemlich üblen Sturzes Glück gehabt.
Zurück beim Unihockey
In meiner Freizeit spiele ich noch Unihockey. Das musste ich nach dem Unfall fast zwei Monate bleiben lassen. Als ich wieder angefangen habe, war ich beim Fuss natürlich noch etwas vorsichtig.
Die ersten Male habe ich deshalb die Malleo Dynastab BOA auch beim Unihockey getragen.
Das funktioniert erstaunlich gut. Natürlich ist Sport ohne Orthese angenehmer. Darüber müssen wir nicht diskutieren. Aber gerade bei den schnellen Richtungswechseln hat es mir am Anfang schon ein besseres Gefühl gegeben. Ich hatte einfach weniger Angst, nochmals blöd umzuknicken.
Mittlerweile spiele ich wieder ohne.
Vielleicht bestelle ich mir irgendwann noch eine leichtere Sportbandage, wenn ich das Gefühl habe, dass ich für den Knöchel weiterhin etwas Unterstützung möchte.

Mein Fazit zur Malleo Dynastab BOA
Ich bin vor allem froh, dass mein Fuss wieder gut ist. Aber ich bin auch froh, dass ich diese Orthese gefunden habe.
Mit der festen Kunststoffschiene vom Notfall hätte ich niemals fast zwei Monate herumlaufen wollen. Für die ersten Tage war die okay. Danach wollte ich aber wieder arbeiten und mich halbwegs normal bewegen können.
Und dafür war die Malleo Dynastab BOA für mich einfach besser. Sie ist leicht, bequem, schnell angezogen und stabilisiert den Knöchel wirklich stark. Vor allem passt sie in einen normalen Schuh und bei mir sogar problemlos in den Sicherheitsschuh.
Das BOA-System finde ich ebenfalls super. Reinschlüpfen, Rad zudrehen, Bänder fixieren und fertig.
Ich hoffe zwar, dass ich so schnell keine Sprunggelenkorthese mehr brauche.
Aber wenn doch, würde ich diese wieder nehmen.
Meine Bewertung
⭐⭐⭐⭐⭐ 5 von 5 Sternen
Mein Fazit in einem Satz: Viel stabiler als sie aussieht und trotzdem bequem genug, dass man damit einen normalen Arbeitstag übersteht.