Category Archives: Wissen

Setzen Sie sich mit dem Thema auseinander! Nur so können realistische Therapieerfolge erwartet werden. Auf den folgenden Seiten finden Sie wissenswertes rund um Bandagen und Stützen.

Kniebandage für dicke Beine

Jedes Bein ist anders. Erfahrungsgemäss sind die meisten Beine aber deutlich fester als die die man jeden Tag in Magazinen und auf Laufstegen sieht. Die natürliche Beinform ist häufig konisch, der Oberschenkel ist deutlich fester als die Wade. Manche Personen befürchten aufgrund ihrer dicken Beine keine passende Kniebandage zu finden. Diese Befürchtung ist allerdings unbegründet. Es gibt viele hochwertige Bandagen, die auf feste und kräftige Beine abgestimmt sind. Entdecken Sie die Lösung für Ihr Problem mit Kniebandagen.

Dicker Oberschenkel

Manche Marken bieten ihre Bandagen in Plus-Grössen an. Das bedeutet, der obere Bereich der Bandage ist extra weit geschnitten, um sich der natürlichen Beinform perfekt anzupassen. Einschnürungen im Oberschenkelbereich werden verhindert.

Lösung: Bort Kniebandage in Plus-Grösse, GenuTrain Comfort

Einschneiden in der Kniekehle

Bei dicken Beinen ist das Gewebe oft weich. Das Gestrick der Bandage kann deshalb im Bereich der Kniekehle einschnüren. Abhilfe schafft hier eine hochwertige Bandage mit festem Gestrick. Ein zusätzliches Kniekehlenpolster sorgt für besten Komfort.

Lösung: Bandage mit Kniekehlenpolster, z.B. Select Stabilo Gen, Select GenuZip

Rutschen

Wenn der Oberschenkel eine konische Form hat, bietet er der Bandage nur wenig Halt. Bei einigen Bandagen ist deshalb im oberen Abschlussrand ein Silikonfaden eingearbeitet. Er haftet leicht auf der Haut ohne zu kleben. So wird verhindert, dass die Bandage noch unten rutscht.

Lösung: Bandage mit Silikonisierung, z.B. Select Staiblo Gen, GenuTrain Comfort

Gute Kniebandagen für feste Beine

Entdecken Sie unsere grosse Auswahl an Kniebandagen, die speziell auf eine feste Beinform abgestimmt sind. Die Bandagen werden in Plus-Grössen angeboten, welche am Oberschenkel deutlich mehr Volumen zulassen.

Select Stabilo Gen

Die Select Stabilo Gen Kniebandage ist aus hochwertigem Material gefertigt. Das Gestrick ist extra sanft und passt sich dem Bein an. Neuartige Breeze-Fasern sorgen für ein frisches Hautgefühl, während die Timbrelle care Fasern mit Silber das Bakterienwachstum hemmen. Ausschläge haben so keine Chance. Bei festen Beinen ist diese Bandage ideal.

  • Plus-Grössen System
  • weiches Kniekehlenpolster
  • Silikonisierung am oberen Rand
  • in drei Farben erhältlich
  • Bort medical Qualität

GenuTrain Comfort

Kürzlich hat Bauerfeind das GenuTrain Sortiment um die GenuTrain Comfort erweitert. Die beliebte Kniebandage ist deshalb ab sofort auch für dicke Beine bestens geeignet. Dank innovativer Omega-Pelotte wirkt die GenuTrain schnell schmerzlindernd und regt den Heilungsprozess an. Auch die Comfort-Variante ist mit zwei flexiblen Stäben versehen und bietet angenehme Unterstützung.

  • Extra weiter Oberschenkelbereich
  • optionale Silikonisierung
  • top Tragekomfort dank 3-D Gestrick
  • druckverminderte Abschlüsse verhindert Einschneiden
  • Bauerfeind Qualität

Select GenuZip

Die Bort Kniebandage aus der hochwertigen Select-Linie ist mit einem seitlichen Reisverschluss ausgestattet. Dadurch lässt sie sich einfach an- und ausziehen. Zum Ausziehen braucht man sich nicht zu bücken.

  • Plus-Grössen System
  • Kniekehlenpolster
  • Silikonisierung
  • Reisverschluss für einfaches Handling

Entdecken Sie die schweizweit grösste Auswahl an Kniebandagen im Bandagenshop.

Muskelaufbau nach Verletzungen

Muskelaufbau und Fitness

Die Muskeln müssen konstant trainiert werden, um nicht zu erschlaffen, beziehungsweise abzubauen (Atrophie). Bei Verletzungen ist aber oft strikte Ruhe angezeigt, wodurch es zu einem grossen Verlust von Muskelmasse und Kraft kommt. Ein gezielter Muskelaufbau nach Verletzungen ist deshalb unabdingbar, nicht zuletzt auch, um das Gelenk zu stabilisieren. Erfahren Sie mehr über das Krafttraining nach Verletzungen und Operationen.

Schneller Muskelabbau

Bereits eine Woche in einem Gips oder in einer festen Orthese reichen, um beträchtlich an Muskelkraft einzubüssen. Denn selbst ohne Training werden die Muskeln im Alltag konstant belastet. Durch Ruhigstellung werden all diese alltäglichen Bewegungen vermieden und der Muskel verliert jegliche Anforderungen. Nach einer Operation oder Verletzung ist es deshalb normal, dass Kraft verloren gegangen ist. Es ist aber auch klar, dass die Muskeln wieder trainiert werden müssen. Dabei ist auf ein gezieltes Training zu achten, um möglichst schnelle Erfolge zu erzielen.

Wann mit dem Training anfangen

Wochenlanges Ruhigstellen war früher an der Tagesordnung. Heute probiert man verletzte Gelenke und Extremitäten möglichst frühzeitig wieder zu aktivieren, um Ruhigstellungsschäden zu verhindern. Je nach Verletzung kann bereits nach wenigen Tagen bis Wochen der erste Besuch bei der Physiotherapie anstehen. Erste Bewegungsübungen sollen das „Einrosten“ der Gelenke verhindern und den Muskelabbau früh stoppen. Wenn der Heilungsprozess vollständig abgeschlossen ist, darf auch wieder mit dem selbständigen Training begonnen werden. Zu welchem Zeitpunkt ein verletztes oder operiertes Gelenk wieder belastet werden darf, entscheidet der Arzt. Der Zeitpunkt ist nämlich immer von verschiedenen Faktoren wie

  • Art der Verletzung/Operation,
  • allfälligen Komplikationen,
  • Alter des Patienten und
  • Sportlichkeit des Patienten vor der Verletzung abhängig.

So trainieren Sie richtig

Je nach Art der vorangegangenen Verletzung oder Operation ist beim Training auf einige Punkte zu achten. Hier erfahren Sie, wie die Wiederherstellung der Funktionalität schnell erreicht wird.

Muskuläre Stabilisierung nach Bandverletzung

Bänder stabilisieren das Gelenk. Bei Sportverletzungen kommt es häufig zu Bänderrissen, insbesondere im Sprunggelenk und im Knie (Seiten- oder Kreuzband). Bei sehr sportlichen Patienten, oder wenn mehrere Bänder gerissen sind, ist eine Operation nötig. Ist dies nicht der Fall, kann das Gelenk muskulär stabilisiert werden. Hierzu eignen sich in der Regel alle klassischen Kräftigungsübungen, wobei anfänglich auf Übungen mit grosser Balance/Koordinationskomponenten verzichtet werden sollte.

Fitness Ausrüstung

Geeignete Trainingsgeräte:

Kraft und Koordination trainieren nach Gips

Im Gips kommt es zum schnellen Kraftabbau. Er lässt sich in einer ersten Phase durch elektrische Muskelstimulation (EMS) abbremsen. Hier wird die Muskulatur durch elektrische Reizsignale zur Kontraktion angeregt. Eine geringe Belastung, die den Muskelabbau aber zu bremsen vermag. Befragen Sie Ihren Arzt ab wann Sie EMS einsetzen dürfen.

Ist der Gips weg, darf in der Regel mit Krafttraining angefangen werden. Dieses lässt sich beispielsweise durch elastische Trainingsbänder unterstützen, damit schneller Erfolge erzielt werden. Nach Beinverletzungen sollte ausserdem die Balance trainiert werden, um die gewohnte Sicherheit beim Gehen wiederzuerlangen. Hier sind Balancekissen ein gutes Hilfsmittel.

Geeignete Trainingsprodukte

Dehnen nach Sehnenverletzungen

Reisst eine Sehne, muss sie wieder angenäht werden. Anschliessend wird die Extremität für mehrere Wochen so ruhiggestellt, dass die Sehne maximal entlastet wird. Bei Achillessehnenrissen beispielsweise, wird der Fuss in eine Spitzfussstellung gebracht. Nach mehreren Wochen in dieser Stellung ist die Sehne zwar verheilt, aber auch verkürzt. Sobald der Arzt das OK dafür gibt, kann mit dem vorsichtigen Dehnen begonnen werden.

Geeignete Trainingsprodukte

  • Body-Toner
  • Body-Ring
  • Body-Ball

Bandage für mehr Sicherheit

Nach einer langen Verletzungsphase verliert man manchmal das „Vertrauen“ ins betroffene Gelenk. Man befürchtet ein erneutes weggleiten oder einknicken des Gelenks und kann sich deshalb nicht voll auf’s Training konzentrieren. Hier eignet sich eine leichte Kompressionsbandage, die das Sicherheitsgefühl während dem Sport verbessert.

Bandage ohne Schiene

Air Walker Orthesen – die Alternative zum Gips

Air Walker sind Orthesen die Fuss, Sprunggelenk und Unterschenkel ruhigstellen. Alternative Bezeichnungen sind auch Vacoped oder Aricast, wobei es sich bei allen Begriffen um Markennamen verschiedener Hersteller handelt. Air Walker sind eine Art komfortabler Gipsersatz. Sie werden nach Knochenbrüchen, Bänderrissen oder Operationen angewendet. Durch die Ruhigstellung mit einem Air Walker wird der Heilungsprozess begünstigt. Die Stabilisierung hilft ausserdem Schmerzen zu lindern und das Sicherheitsgefühl zu verbessern.

Lagerungsschienen für Fuss und Unterschenkel

Komfortabler Gipsersatz

Air Walker sind mehrteilig aufgebaute Orthesen, die aus einer festen äusseren Schale, sowie einem weichen Innenpolster bestehen. Das Polster ist mit einer oder mehreren Luftkammern versehen, die sich aufpumpen lassen. Der Air Walker passt sich dem Bein so perfekt an. Das Zusammenspiel des passgenauen Luftpolsters und der festen Aussenschale sorgt für maximale Stabilität. Das Bein wird sicher gehalten, wie von einem Gips. Im Vergleich zum klassischen Gips bieten Air Walker aber entscheidende Vorteile.

Komfort: Air Walker haben ein Innenpolster mit Luftkammern. Das sorgt für einen angenehmen Tragekomfort und verhindert Druckstellen.

Hygiene: Der AirWalker lässt sich zum Duschen ausziehen. Falls es noch zu riskant ist ohne Orthese zu duschen, kann der Fuss wenigstens mit einem Waschlappen gewaschen werden.

Wundbehandlung: Nach Operationen sollten Wunden beobachtet werden, ausserdem gilt es nach ca. 2 Wochen die Fäden zu ziehen. Das alles ist mit dem Air Walker problemlos möglich. Dieses System garantiert damit maximale Sicherheit.

Jederzeit anpassbar: Integrierte Luftpumpen erlauben es, den Air Walker immer und überall anzupassen.

Frühzeitige Physiotherapie: Beim Ruhigstellen besteht auch immer die Gefahr von Muskelabbau oder Gelenkversteifungen. Der Air Walker lässt sich abnehmen und erlaubt so eine frühzeitige Physiotherapie.

Die Bort Air Walker

Im Bandagenshop finden Sie neu das gesamte Air Walker Sortiment von Bort. Alle Modelle bestehen aus einer festen Kunststoff-Aussenschale und sind mit einem weichen Innenpolster ausgestattet. Das Polster weist zwei Luftkammern auf, die je mit einer integrierten Pumpe versehen sind.

Um Sie beim Gehen zu unterstützen, weisen die Bort Air Walker eine leicht abgerundete Laufsohle auf. Sie begünstigt die natürliche Abrollbewegung des Fusses und beugt rutschen zuverlässig vor.

Wählen Sie den passenden Air Walker aus 3 Modellen:

Air Walker lang

Der klassische Air Walker lang reicht bis unters Knie. Er wird bei Unterschenkelfrakturen, sowie nach Operationen im Bereich von Fuss oder Unterschenkel eingesetzt. Dank drei grossen, zirkulären Klettverschlüssen bietet die Ruhigstellungsorthese maximale Sicherheit.

Air Walker kurz

Die verkürzte Variante des Air Walkers ist leicht und praktisch, was eine komfortable Anwendung garantiert. Sie wird bei Frakturen im Fussbereich, sowie nach Bänderrissen eingesetzt. Das Sprunggelenk wird vollkommen ruhiggestellt, während der Unterschenkel mehrheitlich frei bleibt. Der Air Walker kurz ist ebenfalls mit dem 2-Kammer Air System ausgestattet.

Air Walker Achillo

Nach Verletzungen der Achillessehne ist der Air Walker Achillo genau die richtige Wahl. Er ist aufgebaut wie der Air Walker lang, wird aber mit 5 zusätzlichen Fersenkeilen geliefert. Die Poster sind je 10 mm hoch und anatomisch geformt. Sie werden in den Fersenbereich der Orthese gelegt, um den Fuss in eine Spitzfussstellung zu bringen. Dadurch wird die Achillessehne maximal entlastet. Die Keile lassen sich einzeln abrüsten, damit die Dehnung der Achillessehne stufenweise in kleinen Schritten erfolgen kann.

Im Lieferumfang enthalten sind immer eine Orthese, sowie zwei weiche Unterziehstrümpfe für noch mehr Hygiene und Komfort.

Regenschutz

Air Walker müssen bei jedem Wetter auch draussen getragen werden. Der optional erhältliche Nässeschutz hält Wasser von der Oberseite der Orthese fern. Die Laufsohle bleibt frei, damit Sie sicher unterwegs sind.

Alternativen für die Nacht

Nach Verletzungen ist höchste Sicherheit gefragt, besonders im Alltag. In der Nacht hingegen liegt man ruhig im Bett und belastet den Fuss nicht. Hier ist eine voluminöse Orthese eher störend. Auch die Tatsache, dass der Air Walker tagsüber auf der Strasse getragen wird, macht es nicht etwa angenehmer ihn nachts im Bett zu tragen. Es gibt deshalb verschiedenen Nachtlagerungsschienen. Sie sind deutlich leichter und bieten einen guten Komfort.

Stabile Night Splint

Das Kernstück der Stabile Night Splint ist eine feste Kunststoffschiene mit weicher Polsterung. Sie verleiht der Nachtlagerungsschiene maximale Stabilität. Die Orthese wird mit vier breiten, weichen Bändern am Bein befestigt. So haben Sie die Sicherheit, dass Ihr Bein gut stabilisiert ist und können ruhig schlafen.

splintPod

Der splintPod ist eine anformbare Nachtlagerungsschiene. Durch festen Druck oder Zug lässt sich die Schiene individuell anpassen, ganz ohne Werkzeug. Die stabile Halbschale ist weich gepolstert. Sie wird mit einem breiten Verband (nicht im Lieferumfang) am Bein befestigt.

Alle Air Walker und Nachtlagerungsschienen finden Sie im grössten Bandagenshop der Schweiz. Besuche Sie für mehr Informationen die Kategorie Lagerungsschienen.

Kniegelenksarthrose

Die Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) ist eine der häufigsten Gelenkserkrankungen bei Patienten über 60 Jahren. Je nach Studie sind 30-60% der Bevölkerung über 60 Jahren davon betroffen. Was aber nicht heisst, dass junge Personen davon verschont bleiben. Erfahren Sie mehr über die Erkrankung und deren Behandlung mit Bandagen und andern Therapiemassnahmen.

Synonyme: Kniegelenkarthrose, Gonarthrose, Arthrose des Kniegelenks

Stadien der Gonarthrose (Kniegelenksarthrose)


Zusammenfassung

Schmerzen, Schwellungen, Steifheit und Knirschgeräusche im Knie sind Zeichen einer Kniegelenksarthrose. Bei Arthrose ist der Knorpel übermässig abgenutzt, sodass die Knochen aneinander reiben. Mögliche Ursachen sind grosse Belastungen im Berufsleben, vorangegangene Unfälle, Vererbung und ein ungesunder Lebensstil (v.a. Übergewicht).

Arthrose ist nicht heilbar, die Therapie dient der Schmerzlinderung. Es stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Bandagen und Orthesen: Stützen das Gelenk, reduzieren Schwellungen, lindern Schmerzen
  • TENS: lindert Schmerzen mit elektrischen Impulsen
  • Bewegung: wichtig für den Knorpel, stabilisiert das Gelenk
  • Medikamente
  • Operation

Definition der Kniegelenksarthrose

Die Gonarthrose wird durch alle degenerativen Erkranungen des Kniegelenks definiert, welche kontinuierlich zum Abbau des Knorpels führen. Umliegende Strukturen wie Bänder, Gelenkkapsel oder Muskulatur können dabei mitbetroffen sein. Die Arthrose hat entzündliche, sowie nicht entzündliche Phasen, welche massgeblich für die subjektiven Beschwerden verantwortlich sind. Schmerzen oder funktionelle Störungen müssen nicht vorhanden sein, auch wenn im Röntgenbild deutliche arthrotische Veränderungen sichtbar sind.

Ursache

Die Arthrose kann nach ihrer Ursache eingeteilt werden. Man unterscheidet zwischen:

Primäre Gonarthrose (ICD10 M17.0/1): Fehlstellungen der Beinachse (z.B. X-Beine) oder anlagebedingte Veränderungen des Gelenks/ der Kniescheibe können zu einer Fehl- und Überbelastungen des Knorpels führen. Es erfolgt ein frühzeitiger Verschleiss. Ein besonders häufiger Grund für Arthrose ist Übergewicht. Grosse Belastungen im Beruf begünstigen die Entstehung einer Arthrose zusätzlich.

Posttraumatische Gonarthrose (ICD10 M17.2/3): Bei Gelenkverletzungen kann es zu Stufen in der Gelenkfläche kommen, wodurch der Knorpel stellenweise überbelastet wird. Auch Frakturen ohne Gelenkbeteiligung können eine Kniegelenkarthrose verursachen, nämlich dann, wenn der Knochen schief zusammenwächst und eine Achsfehlstellung des Beins verursacht.

Sonstige sekundäre Gonarthrose (ICD10 M17.4/5): Verschiedene Grunderkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus oder Rheuma können den frühzeitigen Gelenkverschleiss begünstigen.

Formen der Kniegelenksarthrose

Arthrose bezeichnet einen frühzeitigen Verschleiss des Gelenks. Er zeigt sich an folgenden Veränderungen:

  • Der Knorpel wird dünner
  • Der Gelenksspalt wird schmäler
  • Es bilden sich Zysten und Sklerosen im Knochen unterhalb des Knorpels
  • Die Knochenstruktur wird verändert
  • Am Rand des Gelenks kommt es zu Knochenwucherungen (Osteophyten)
  • Die Gelenkkapsel ist gereizt und schwillt an

Die Veränderungen sind vom Betroffenen vor allem durch Schmerzen und Schwellungen des Gelenks wahrnehmbar. Der Arzt kann sie mit Hilfe eines Röntgenbildes oder anderen bildgebenden Verfahren darstellen, um die Arthrose zu diagnostizieren. Dort lässt sich auch die genaue Lokalisierung der Veränderungen feststellen. Es kann zwischen folgenden Formen unterschieden werden.

  • Retropatellararthrose: Die Kniescheibe weist auf der Rückseite eine dicke Knorpelschicht auf, damit sie problemlos über den Oberschenkelknochen gleitet. Bei der Retropatellararthrose ist der Knorpel auf der Rückseite der Kniescheibe verändert, was besonders beim Abwärtsgehen und Treppensteigen zu Schmerzen führt.
  • Mediale Gonarthrose: Der Unterschenkelknochen weist zwei relativ grosse Auflagefläche auf, auf denen die Kondylen (Knorren) des Oberschenkelknochens aufliegen. Ist die innere Seite des Gelenks von den arthrotischen Veränderungen betroffen, spricht man von einer medialen Gonarthrose.
  • Laterale Gonarthrose: Ist die äussere Seite des Gelenks betroffen, wird von einer lateralen Gonarthrose gesprochen.

Die Formen können kombiniert auftreten. Sind alle drei Gelenkabschnitte betroffen, spricht man von einer Pangonarthrose.

Klassifikation

Für die Einteilung der Kniegelenksarthrose gibt es verschiedene System – alle bauen auf den radiologischen Befund. Häufig wird die nachfolgende Klassifikation nach Kellgren und Lawrence verwendet.

  1. Im Stadium 1 wird eine subchondrale Sklerose festgestellt (Verdickung des Knochens unterhalb des Knorpels). Der Gelenkspalt ist nicht verschmälert und es sind keine Osteophyten (Knochenneubildung) vorhanden.
  2. Im Stadium 2 ist bereits eine Verschmälerung des Gelenkspaltes festzuhalten, die Gelenkfläche kann Unregelmässigkeiten aufweisen. Leichte Knochenneubildungen am Gelenkrand sind möglich.
  3. Das Stadium 3 wird durch deutliche Osteophyten und eine Verschmälerung des Gelenkspaltes definiert.
  4. Im letzten Stadium 4 ist der Gelenkspalt so stark verschmälert, dass er teilweise nicht mehr erkennbar ist. Das Gelenk ist deformiert und es kann zum Absterben von Gewebe kommen.

Symptome

Arthrose macht sich durch Schmerzen im betroffenen Gelenk bemerkbar. Zu Beginn sind es oft leichte „Anlaufschwierigkeiten“ am Morgen, die tagsüber abklingen. Später werden die Schmerzen stärker, halten den ganzen Tag an, auch in Ruhe. Die Gehstrecke, die schmerzfrei zu bewältigen ist wird immer kürzer. Die Beweglichkeit des Gelenks ist eingeschränkt und es kommt zu Funktionsstörungen. Insbesondere nach längerer Belastung kann es zu Gelenkergüssen kommen. Um das Gelenk zu schonen hinken manche Betroffene. Ist die Arthrose weit fortgeschritten kommt es zu Knirschgeräuschen (Krepitationen) im Knie. Weiter kann der Betroffene ein Instabilitätsgefühl wahrnehmen, manchmal liegt auch eine tatsächliche Instabilität vor.

Die Symptome entscheiden über die Therapie. Häufig korreliert der Leidensdruck des Patienten nicht mit den radiologischen Befunden.

Anamnese & Untersuchung

Als erstes erfolgt das Patientengespräch. Der Arzt versucht möglichst viele relevante Angaben zu erhalten, welche im Zusammenhang mit der Gonarthrose stehen. Dazu gehört z.B. die genau Erfassung des Schmerzes, die Suche nach Risikofaktoren oder die berufliche Situation. Anschliessend folgt die körperliche Untersuchung.

Klinische Untersuchung

  • Inspektion der Kniegelenke. Auch die gesunde Seite wird geprüft. Dabei wird beurteilt, ob Rötungen oder Schwellungen vorliegen.
  • Untersuchung durch Abtasten. Besteht ein tastbarer Erguss? Kann durch Druck ein Schmerz ausgelöst werden?
  • Überprüfung der Achsen.
  • Überprüfung des Hüftgelenks. Eine Arthrose im Hüftgelenk kann nach unten ins Knie ausstrahlen!
  • Funktionsprüfung. Es werden Bewegungsumfang, Kraft und Stabilität beurteilt.

Röntgenbild Kniegelenk mit ProtheseBildgebung

Die konventinelle Röntgenaufnahme des Kniegelenks gilt nach wie vor als primäres diagnostisches Mittel. Im Einzelfall können weitere Untersuchungen angeordnet werden, wie z.B. Sonographie, CT usw.

Therapie

Die Therapie der Arthrose richtet sich nach den Beschwerden des Patienten und hat die Schmerzlinderung zum Ziel. Weiter wird versucht den Knorpelverschleiss zu bremsen. Bei der Festlegung der Therapie steht der Patient und sein Leidensdruck im Vordergrund.

Bandagen und Orthesen

Orthopädische Hilfsmittel unterstützen das Gelenk in seiner Funktion, lindern Schmerzen und reduzieren Schwellungen. Welche Bandage geeignet ist, hängt einerseits von der Ursache und Lokalisation der Arthrose ab, andererseits von der Stärke und Art der Beschwerden. Wir stellen Ihnen einige geeignete Bandagen und Orthesen vor.

Leichte Beschwerden

Im Anfangsstadium lassen sich Schmerzen oft mit einer klassischen Kompressionsbandage in den Griff bekommen. Geeignet sind z.B. die GenuTrain A3 Kniebandage oder die Select StabiloGen. Sie behandeln das Gelenk mit einer abschwellenden Kompression und verbessern das Stabilitätsgefühl. Bei der GenuTrain A3 verbessert eine spezielle Massagepelotte mit genoppten Armen die schmerzlindernde Wirkung.

Starke Beschwerden

Eine Orthese mit stabilisierenden Stäben leitet das Gewicht teilweise vom Gelenk weg. Weiter unterstützt sie physiologische Bewegungsabläufe, eine gerade Beinachse und stabilisiert das Gelenk seitlich. Ideal ist hier die GenuTrain S mit zwei seitlichen Gelenkschienen und zwei Bändern. Speziell für ältere Patienten steht die Bort Generation Knieorthese zur Verfügung. Sie lässt sich vollständig öffnen und ganz einfach über der Kleidung tragen. Die seitlichen Schienen weisen polyzentrische Gelenke auf, die der Bewegung des Knies optimal folgen.

Arthrose der Kniescheibe

Arthrose der Kniescheibe ist oft auf eine Fehlstellung der Kniescheibe zurückzuführen. Eine spezielle Patellabandage, die das seitliche Weggleiten der Kniescheibe verhindert, ist hier die beste Wahl. Geeignet sind z.B. die GenuTrain P3 Bandage mit korrigierendem Zügel, oder die Bort Asymmetric mit seitlicher, halbkreisförmiger Pelotte. Beide führen die Kniescheibe in ihrer vorgesehenen Position.

Bei knienden Berufen

Fliesenleger und Gärtner sind nur zwei Berufsgruppen die häufig in kniender Position arbeiten. Wer mehr als eine Stunde täglich auf den Knien verbringt, hat ein stark erhöhtes Risiko an Kniegelenksarthrose zu erkranken. Idealerweise wird deshalb immer auf einem weichen Polster gekniet. Da diese Vorgabe im Berufsalltag schwer umzusetzen ist, kann eine Kniebandage mit integriertem Polster helfen. Die McDavid Bandage 410 mit Schutzpolster wärmt das Gelenk leicht auf. Sie bietet eine angenehme Unterstützung und schützt das Knie mit einem Sorbothan Polster.

Kniebandagen

Medikamente

Die Schmerzen bei Kniegelenksarthrose können mit verschiedenen Medikamentengruppen behandelt werden. Frei käufliche Schmerzmittel mit Paracetamol können helfen. Bei gleichzeitiger Entzündung der Gelenke sind nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) geeignet. Cortison Injektionen können die Beschwerden für Monate lindern, sind aber häufig mit Nebenwirkungen verbunden und können nicht beliebig oft wiederholt werden. Auch Glucosamine und Hyaluronsäure stehen zur konservativen Therapie der Gonarthrose zur Verfügung. Befragen Sie Ihren Arzt, welche Medikamente sich für Sie eignen.

Weitere Massnahmen

Ergänzende Therapiemassnahmen können vom Patienten meist selbständig angewendet werden. Kälte- oder Wärmeanwendungen, oder die TENS-Therapie bringen schnelle Linderung.

TENS

Bei der transkutanen elektrischen Nervenstimulation werden leichte elektrische Impulse durch die Haut geleitet. Dabei werden die Nerven stimuliert und die Schmerzweiterleitung blockiert. TENS Geräte verfügen immer über paarweise Elektroden, die zur Therapie auf die Haut geklebt werden. Je nach Gerät lassen sich verschiedene Therapiemodi wählen, die Stromstärke und die Impulslänge einstellen. Manche Geräte verfügen zusätzlich über EMS Programme, mit denen sich die Muskeln stimulieren lassen, eine sinnvolle Ergänzung zum Krafttraining.

Übungen

Der Knorpel ist nicht von Blutgefässen durchzogen, sondern wird nur durch die Synovia (Gelenkflüssigkeit) ernährt. Bei Bewegung wird die Gelenkflüssigkeit in den Knorpel gepresst, wo die Nährstoffe in die Zellen gelangen. Bewegung ist also gerade bei Arthrose wichtig, um den verbleibenden Knorpel möglichst lange zu erhalten. Leichtes Ausdauertraining wie Spazieren oder Velofahren sind geeignet.

Ergänzend sollte die Beinmuskulatur gestärkt werden, denn sie trägt zur Stabilität des Gelenks bei. Allenfalls sind einige Besuche bei der Physiotherapie notwendig um geeignete Übungen zu erlernen.

Operation

Röntgen des Kniegelenks mit und ohne Prothese

Bei Gnoarthrose stehen verschiedene operative Therapien zur Verfügung. Am bekanntesten ist sicher der Gelenkersatz mit einer Endoprothese. Nicht immer muss das gesamte Gelenk ersetzt werden, denn bei einseitiger Arthrose stehen Teilprothesen zur Verfügung. Immer öfter wird auch versucht Knorpel zu transplantieren. Bei Arthrose wegen Achsfehlstellung, kann die Beinachse operativ korrigiert werden. Welche Operation sich im individuellen Fall eignet, besprechen Patienten am besten mit einem erfahrenen Facharzt.

Vorsorge (Prävention)

  • Ungesunde Belastung vermeiden: Das Kniegelenk sollte nicht fehl- oder überbelastet werden. Das gilt sowohl für berufliche Aktivitäten, wie auf für den Alltag. Dazu gheört auch das Sporttreiben. Das Gelenk sollte abhängig vom Gesundheitszustand physiologisch belastet werden.
  • Gezieltes Training: Hierzu eignen sich gelenkschonende Sportarten perfekt, wie z.B. Schwimmen, Radfahren oder Walking. Ein leichter Muskelaufbau hilft das Gelenk zu stabilisieren und verringert die Gefahr von Fehlbelastungen.
  • Normalgewicht halten oder erreichen: Das Körpergewicht lastet auf dem Kniegelenk, und zwar jedes Gramm. Ziel ist ein BMI von unter 25 zu erreichen.

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen rund um die Gonarthrose zur Verfügung.


GenuTrain S Kniebandage mit Schiene

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Weiterführende Informationen, Leitlinien und Quellenangabe

Daumenarthrose (Rhizarthrose)

Daumenarthrose

Beim Menschen ist der Daumen so ausgebildet, dass er den langen Fingern gegenübergestellt werden kann. Diese Opponierbarkeit des Daumens ist entscheidend für die Greiffunktion der Hand. Bereits 15% der 30 Jährigen sind jedoch von Daumenarthrose betroffen. Die Abnutzungserscheinungen erschweren das Greifen und alltägliche Verrichtungen wie das Öffnen einer Flasche sind schmerzhaft. Hier erfahren Sie mehr über den Daumen, die Rhizarthrose und deren Behandlung.

Zusammenfassung

Arthrose im Daumensattelgelenk (Rhizarthrose) ist recht häufig. Frauen sind öfter betroffen als Männer. Bei Arthrose sind die Gelenkknorpel abgenutzt, die Knochen werden stark belastet.

Typische Beschwerden bei Daumenarthrose sind Schmerzen, eingeschränkte Kraft und Beweglichkeit. Flaschen und Confitüre-Gläser können nicht mehr gut aufgeschraubt werden. Die Krankheit kann nicht geheilt, aber behandelt werden. Z.B. mit:

  • Bandagen und Orthesen: Das Daumengelenk wird von einer Bandage leicht gestützt. Bei starken Beschwerden hilft eine Orthese. Sie schränkt die Bewegung des Gelenks vollständig ein.
  • Medikamente: Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, welche Medikamente für Sie am besten geeignet ist.
  • Operation: Bei Daumenarthrose kann das Gelenk durch ein künstliches Gelenk ersetzt werden.

Der Daumen

Anders als die andern Finger besitzt der Daumen nur zwei Fingerknochen (Phalangen). Die zwei Phalangen sind gelenkig miteinander verbunden. Entscheidend für die Oppositionsbewegung des Daumens sind aber zwei andere Gelenke, nämlich das Sattel- und das Grundgelenk.

Daumengrundgelenk: Es findet sich zwischen dem Grundglied des Daumens und dem Mittelhandknochen. Das Scharniergelenk kann gebeugt und gestreckt werden.

Daumensattelgelenk: Mittelhandknochen und Os trapezium (grosses Vieleckbein), ein Handwurzelknochen, bilden zusammen das Daumensattelgelenk. Die Gelenkform ermöglicht ein grosses Bewegungsspektrum. So kann das Sattelgelenk sowohl seitwärts (Adduktion und Abduktion), als auch vor- und rückwärts (Flexion und Extension) bewegt werden. Eine Kombination dieser beiden Bewegungen ergibt die Oppositions-, resp. Repositionsbewegung.

Die verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten des Daumens werden durch das Zusammenspiel der beiden Daumengelenke und deren Bewegungsumfänge erlaubt.

Für die Bewegung verantwortlich ist die Muskulatur. Ein Teil davon liegt im Unterarm und ist über Sehnen mit dem Daumen verbunden. Anders als die andern Finger besitzt der Daumen ausserdem relativ viele, kräftige Muskeln die in der Hand liegen. Zusammen bilden sie den Daumenballen, der an der Handfläche gut tastbar ist. Beim Greifen dient der Daumenballen ausserdem als Polster, damit Gegenstände sicher umschlossen und gehalten werden können.

Rhizarthrose

Wie oben beschrieben hat das Daumensattelgelenk einen relativ grossen Bewegungsumfang. Die beiden Gelenkflächen sind konkav geformt und haben nur eine relativ geringe Auflagefläche. Um den grossen Bewegungsumfang zu ermöglichen muss das Gelenk ausserdem relativ „instabil“ sein, die Bänder dürfen nicht zu straff sein. Das scheint mit ein Grund für die Anfälligkeit des Daumensattelgelenks für Arthrose zu sein. Durch die Belastung im Alltag wird das Gelenk übermässig abgenutzt.

Was ist Arthrose?

Von Arthrose spricht man, wenn der Gelenkknorpel abgebaut wird. Er schützt die beiden knöchernen Gelenkspartner normalerweise vor gegenseitigem Druck und Abrieb. Bei Arthrose wird der Gelenksknorpel immer dünner und der Gelenkspalt schmäler. Dadurch werden die Knochen ungünstig belastet, was zur Bildung von Zysten und Sklerosen führt. An den Rändern der Knochen kommt es zu Knochenneubildungen (Osteophyten), die einen Versuch des Körpers zur Vergrösserung der Gelenkfläche darstellen. Die Osteophyten können das umliegende Gewebe reizen und bei gegenseitiger Berührung Schmerzen auslösen. Weiter ist die Gelenkkapsel bei Arthrose verdickt, was als Schwellung von aussen tastbar ist.

Symptome

Die Rhizarthrose zeigt sich durch Schmerzen im Bereich des Daumensattelgelenks. Zu Beginn sind es vor allem Anlaufschmerzen, das Gelenk fühlt sich am Morgen „eingerostet“ an. Typisch sind auch Beschwerden beim Aufdrehen von Flaschen oder Konfitüre-Gläsern. Die Greifkraft kann verringert sein.

DiagnoseRhizarthrose

Der Arzt stellt die Diagnose einerseits anhand der vom Patienten beschriebenen Beschwerden. Andererseits tastet er das Gelenk ab und testet verschiedene Funktionen und Bewegungsumfänge. Mit Hilfe einer Röntgenaufnahme kann die Verdachtsdiagnose bestätigt werden.

Wichtigste Leitlinie bei der Wahl der Therapie sind aber immer die Schmerzen des Patienten und nicht wie weit die Arthrose gemäss Röntgenbild fortgeschritten ist. Denn eine leichte Arthrose kann bei einem Patienten sehr starke Beschwerden verursachen, während ein anderer mit fortgeschrittener Arthrose nur leichte Schmerzen hat.

Therapie, Behandlungsmöglichkeiten

Rhizarthrose ist nicht heilbar, aber behandelbar. Alle Therapieansätze zielen auf eine Schmerzreduktion ab, der Betroffene soll den Alltag möglichst ohne Einschränkungen bewältigen können. Weiter wird versucht den fortschreitenden Knorpelabbau zu bremsen. Es stehen diverse Therapieansätze zur Verfügung:

Bandagen/ Orthesen

Verschiedene orthopädische Hilfsmittel können die Schmerzen lindern und den Alltag einfacher machen.

Leichte Beschwerden

Bei beginnender Arthrose kann eine leichte Bandage helfen. Das Gelenk wird unterstützt, ohne die Bewegungsfreiheit zu stark einzuschränken. Durch das Gestrick wird das Daumengelenk ausserdem leicht aufgewärmt und am Morgen schneller auf „Betriebstemperatur“ gebracht. Anlaufschmerzen werden reduziert.

Tale Daumenstütze: Die leichte Stütze umschliesst nur das Handgelenk und den Daumen, die Hand bleibt weitgehend frei.

SellaFlex Sport: Die sportliche Bandage lindert Schmerzen mit einer medizinischen Kompression. Zwei Stäbe stützen den Daumen, ohne die Bewegungsfreiheit ganz einzuschränken.

Starke Beschwerden

Bei fortgeschrittener Arthrose, gleichzeitiger Gelenkentzündung und starken Schmerzen helfen feste Orthesen. Sie halten den Daumen ruhig, schmerzhafte Bewegungen werden verhindert. Die zusätzliche Ruhigstellung des Handgelenks ist bei besonders starken Beschwerden sinnvoll.

RhizoLoc Daumenschiene: Der Daumen wird zuverlässig ruhiggestellt. Mit einer seitlichen Lasche kann der Stabilisierungsgrad leicht angepasst werden. Die Bewegung im Handgelenk bleibt uneingeschränkt, die Hand bleibt weitgehend frei.

ManuRhizoLoc: Die Orthese schliesst den unteren Teil des Unterarms, das Handgelenk und dem Daumen mit ein. Daumen und Handgelenk werden stabilisiert, was eine zuverlässige Therapie garantiert.

ManuRhizoLoc long Plus: In sehr schweren Fällen, oder auch nach einer Arthrose-Operation, bietet die lange Plus-Variante der ManuRhizoLoc beste Sicherheit. Der Daumen, alle Finger, und das Handgelenk werden vollständig in der Bewegung eingeschränkt. Dank einem verlängerten Armteil ist eine vollständige Immobilisation auch im Handgelenk möglich. Dank modularem Aufbau der Orthese kann die Fingerauflage beliebig entfernt und wieder angebracht werden.

Medikamente

Bei Arthrose stehen verschiedene Medikamentengruppen zur Verfügung. Einfache Schmerzmittel mit Paracetamol, wie man sie frei in der Apotheke kaufen kann, lindern Arthroseschmerzen. Nicht-steroidale Antirheumatika die vom Arzt verschrieben werden, kommen bei einer gleichzeitigen Entzündung des Gelenks zum Einsatz. Cortison-Injektionen können die Beschwerden für mehrere Monate lindern. Studien mit Chondroitin Präparaten und Hyalluronsäure deuten darauf hin, dass sich damit der Abbau des Knorpels bremsen lässt.

Operation

Der Gelenkersatz ist heute auch im Daumen möglich. Weiter gibt es Kliniken die das abgenutzte Vieleckbein entfernen und durch eine körpereigene Sehne ersetzen. Als letztes Mittel kann das Gelenk verstieft werden, was oft zu Schmerzfreiheit führt, die Funktion der Hand aber empfindlich einschränkt.

Bei Bandagenshop.ch finden Sie zahlreiche Daumenorthesen zur Behandlung der Rhizarthrose.


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Bort Generation Daumenschiene

Bort Generation

Extra leicht und einfach zum Anlegen.

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BraceID Rhizo Daumenorthese

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Unkomplizierte Orthese für den Daumen.

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RhizoLoc

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Leicht und sportlich, von Bauerfeind.

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Kniebandagen zum Öffnen

Kniebandagen eignen sich bei vielen Indikationen. Sie helfen Schmerzen zu lindern und begünstigen durch ihre stabilisierende Wirkung den Heilungsprozess. Die meisten Kniebandagen werden wie ein Strumpf über den Fuss gestreift und bis zum Knie hochgezogen. Bei starken Schmerzen kann das unangenehm sein, manche Patienten haben auch Mühe, ihre Füsse zu erreichen um die Bandage überzustülpen. Deshalb gibt es verschiedene Kniebandagen zum Öffnen, die sich durch ein einfaches Handling auszeichnen. Wir stellen Ihnen die besten Modelle kurz vor, begonnen bei der Bandage mit der geringsten Stabilität.

Protect Kniebandage

Protect KniebandageDie simple Kniebandage ist aus isolierendem Neopren Material gefertigt. Therapeutische Wärme hilft, ein optimales Milieu für eine gute Gelenksfunktion zu erreichen. Sie lässt sich vollständig öffnen und wird von hinten ums Bein gewickelt. Mit den drei Klettverschlüssen kann die Bandage dem Bein exakt angepasst werden.

Geeignet bei: unspezifischen Schmerzen, Verstauchung, Anlaufschwierigkeiten, Schmerzen nach Überbelastung.

Protect Kniebandage „offen“

Protect Kniebandage offenDie offene Variante der Protect Kniebandage wird gleich angewendet wie die geschlossene. Dank der Patella-Öffnung, die von einer leichten Polsterung umrahmt ist, wird die Kniescheibe leicht geführt. Ausserdem ist die Kompression rund um die Kniescheibe leicht erhöht, sodass sich auch Vorknieschmerzen lindern lassen.

Geeignet bei: leichte Kniescheibeninstabilität, Vorknieschmerzen, Anlaufschwierigkeiten, Vorbeugung beim Sport, leichte Schwellungen.

Select GenuZip Kniebandage

Bort Select GenuZipDie Kompressionsbandage ist aus elastischem Gestrick gefertigt. Damit sie nicht mit Kraft übers Knie gezogen werden muss, lässt sie sich seitlich mit einem Reisverschluss öffnen. Das erleichtert auch das Ausziehen. Für eine gute Wirksamkeit ist die Select GenuZip mit einer Ringpelotte ausgestattet. Sie liegt rund um die Kniescheibe und behandelt die nach innen gewölbten Teile des Gelenks mit Kompression, was die Behandlung von Schwellungen verbessert. Hochwertiges Material mit unterschiedlichen Gestrickszonen sorgt für einen guten Komfort. Im Kniekehlen-Bereich entlastet eine Relax-Zone. Das Material ist antibakteriell und schont die Haut. Ein Silikon-Haftrand gibt der Bandage einen sicheren Halt.

Geeignet bei: Weichteilreizungen, Gelenkerguss, Schwellungen, Meniskusschmerzen, Arthrose, Arthritis.

Protect Spezial Kniebandage

Protect Spezial-KniebandageWeiches, wärmendes Neopren-Material macht die Protect Spezial zu einer komfortablen Kniebandage. Sie wird ums Gelenk gelegt und mit zwei breiten Velcros verschlossen. Eine Patella-Öffnung führt die Kniescheibe, um seitliches Weggleiten vorzubeugen. Zwei Schienen sorgen für ein verbessertes Stabilitätsgefühl. Zusammen mit den breiten Zuggurten ergibt sich ein unterstützendes System, mit dem sich das Knie wirkungsvoll behandeln lässt.

Geeignet bei: Arthrose, Arthritis, Patella Schiefstand, Bänderzerrungen, Schmerzen nach Überbelastung.

Bort Generation Knieorthese

Bort Generation KnieortheseDie Generation Orthesen sind speziell auf die Bedürfnisse von Patienten mit eingeschränkter Beweglichkeit abgestimmt. Grosse Handschlaufen erleichtern das Verschliessen. Die Zuggurten, mit denen sich die Stabilisierung anpassen lässt, sind umgeschlauft um den benötigten Kraftaufwand beim Anziehen zu reduzieren.

Stabilisiert wird das Knie von zwei seitlichen Schienen mit polyzentrischem Gelenk. Es macht die natürliche Bewegung des Knies perfekt mit. Bei Bedarf lässt sich der Bewegungsumfang des Gelenks reduzieren.

Entdecken Sie das gesamte Knie-Sortiment im grössten Bandagenshop der Schweiz.

 

Neue Bort Kniebandagen

Erkrankungen und Verletzungen des Knies können sich mit unterschiedlicher Intensität zeigen und verlangen nach einer individuellen Therapie. Um Ihnen die passenden Hilfsmittel bei Kniebeschwerden anbieten zu können, wurde das Sortiment im Bandagenshop mit drei Neuheiten erweitert. Zwei Bandagen sind speziell für die Behandlung von Erkrankungen der Kniescheibe konzipiert. Die Immobilisations-Schiene ist nach Verletzungen und Operationen eine willkommene Hilfe.

Patellabandagen

Die Kniescheibe…

Das Knie ist das grösste Gelenk im menschlichen Körper und besitzt nicht nur zwei, sondern drei knöcherne Gelenkspartner. Oberschenkel- und Unterschenkelknochen bilden zusammen ein Gelenk, das durch den Zug der Oberschenkelmuskulatur gestreckt wird. Damit die Sehnen des Quadrizeps bei Bewegung nicht über den Knochen gleiten und daran reiben, findet sich in der Sehne ein Sesambein. Diese Kniescheibe oder Patella ist ein nach unten spitzt zusammenlaufender, kleiner Knochen. Auf der Rückseite weist sie einen Grat auf, der im Normalfall passgenau in der Gleitrinne des Oberschenkelknochens gleitet. Beim Beugen des Knies gleitet die Patella in Richtung Gelenkspalt, beim Strecken gleitet sie in der Rinne nach oben und kommt auf dem Oberschenkelknochen zu liegen.

…eine Schwachstelle

Die Kniescheibe ist leider bei vielen Personen eine Schwachstelle. Einerseits kann ein angeborener Schiefstand oder eine Achsfehlstellung der Beine das immer wieder kehrende Ausrenken (habituelle Luxation) der Kniescheibe hervorrufen. Die Luxationsneigung kann aber auch erworben sein. Häufig betroffen sind junge Frauen.
Auch hohe oder ungewohnte Belastungen können Beschwerden im Bereich der Kniescheiben-Rückseite, oder an der darunter liegenden Patella-Sehne verursachen. Kniescheiben Probleme betreffen deshalb oft junge, sportlich aktive Personen.

Eine Bandage hilft

In vielen Fällen kann eine Kniebandage helfen, um das Ausrenken der Kniescheibe vorzubeugen und die Patellasehne zu entlasten. Die zwei neuen Bort Kniebandagen unterstützen Sie.

Kniebandage mit Patella-AussparungKniebandage mit Patella-Aussparung

Der Aufbau der Bort Kniebandage ist klassisch. Das Kompressionsgestrick unterstützt die propriozeptive Stabilität des Knies und hilft Schwellungen und Schmerzen zu lindern.

Eine elastische Silikonpelotte rund ums Knie führt die Kniescheibe, die Patellasehne wird entlastet. Zwei seitliche Federstäbe halten die Bandage sicher an ihrem Platz, damit die Kniescheibe immer zentriert über der Gleitrinne geführt wird. Um die Patella nicht mit Druck zu belasten, findet sich vorne in der Bandage eine Aussparung.

Die Patellabandage mit Loch wird in silber mit blauen Streifen oder in Hautfarbe angeboten und ist auch in plus Grössen erhältlich.

Asymmetric KniebandageBort Asymmetric Kniebandage

Bei rezidivierender oder habitueller Patella-Luxation gleitet die Kniescheibe gegen aussen weg. Die Asymmetric Kniebandage gibt hier Gegendruck.

Eine Halbkreis-förmige Pelotte auf der Knieaussenseite drückt gegen die Patella, um sie an ihrer vorgesehenen Stelle zu halten. Auf der gleichen Seite der Bandage findet sich ein Zügel mit zwei Flügeln, von denen je einer oberhalb und unterhalb der Kniescheibe verläuft. Mit einem Klettverschluss kann die Zugstärke der beiden Flügel individuell eingestellt werden. Dadurch lässt sich ein leichter Schiefstand korrigieren. Ausrenken wird vorgebeugt. Die Bort Asymmetric wird in schwarz angeboten und ist ebenfalls in plus Grössen erhältlich.

Wann Ruhigstellen?Immobilisations-Schiene

Bei sehr starken Schmerzen, nach ausgeprägten Verletzungen oder Operationen kann es angezeigt sein das Knie ruhigzustellen. Auch für die Nachtlagerung sind Ruhigstellungs-Schienen geeignet. Die neue Bort Immobilisations-Schiene umschliesst Knie, Ober- und Unterschenkel mit einem weichen Frottée Material. Zwei seitliche Schienen halten das Gelenk in einer geraden oder 20° angewinkelten Stellung. Breite, umgeschlaufte Klettverschlüsse bieten einen sicheren Halt und machen das Anziehen der Schiene besonders einfach. Die Grösse der Schiene kann dem Beinumfang dank verstellbarer Seitenteile angepasst werden.

Entdecken Sie die vorgestellten und viele weitere Kniebandagen aller Marken im Bandagenshop.

Ruhigstellen oder nicht?

Nach Verletzungen stellt sich oft die Frage, ob das Gelenk ruhiggestellt werden muss oder nicht. Wann Ruhigstellen sinnvoll ist und was die Vor- und Nachteile davon sind, erfahren Sie hier. Lernen Sie ausserdem unsere neuen Schienen und Orthesen zur komfortablen, zuverlässigen Ruhigstellung verschiedener Gelenke kennen.

Die Gelenke

Wenn man sich mit der Frage beschäftigt, ob die Ruhigestellung eines Gelenks sinnvoll ist oder nicht, muss man sich vorgängig den groben Aufbau eines Gelenks in Erinnerung rufen.

Ein Gelenk ist dort anzutreffen, wo zwei oder mehr Knochen miteinander in Kontakt treten. Um alle Gelenkspartner vor Abrieb zu schützen sind die Gelenkflächen mit Knorpel überzogen.

Das Gelenk ist von einer Bindegewebshülle, der Gelenkskapsel umgeben. Die äussere Schicht der Kapsel ist mit der Knochehaut (Periost) verwachsen. An verschiedenen Stellen ist die Gelenkkapsel durch Bindegewebsstränge verstärkt- man spricht von Bändern. Sie sind für die Stabilität des Gelenks verantwortlich und schränken den Bewegungsumfang so ein, dass die Gelenke nur in einem nützlichen Umfang beweglich sind.

Die Innenhaut der Gelenkskapsel (Membrana synovialis), auch Gelenkschleimhaut genannt, produziert die Synovia. Eine visköse Flüssigkeit, die ungefähr die Konsistenz von Hühnereiweiss hat und zwei Aufgaben erfüllt. Einerseits reduziert sie die Reibung zwischen zwei mit Knorpel besetzten Knochenenden und wird deshalb auch Gelenkschmiere genannt. Andererseits transportiert sie Nährtsoffe in den Knorpel. Das ist notwendig, weil Knorpel anders als das meiste andere Gewebe kaum durchblutet ist. Die Nährstoffe müssen in den Knorpel gepresst werde. Bewegung massiert die Synovia in den Knorpel, was den Nährstoffaustausch ermöglicht.

Damit die Gelenke bewegt werden können, sind Muskeln nötig. Deren Verlängerung, die Sehnen, setzen in der Nähe der Gelenke an und übertragen so die Kraft der Muskulatur auf die Knochen. Die Sehnen ziehen also nahe am Gelenk vorbei. Schleimbeutel (Bursae) die zwischen Gelenk und Sehne liegen, reduzieren die Reibung und verhindern so Reizungen der Sehne.

Ruhigstellen oder bewegen?

Wird ein Gelenk ruhiggestellt, bekommt es Zeit zum Heilen. Gerade bei Knochenbrüchen leuchtet es ein, dass der betroffene Knochen nicht bewegt werden sollte, damit die Bruchstücke nicht verschieben und das Zusammenwachsen ermöglicht wird. Auch wenn Sehnen oder Bänder nach einem Riss zusammengenäht werden, ist Ruhigstellung nötig, um ein Reissen der Naht zu verhindern.

Nicht zuletzt können auch Entzündungen und starke Schmerzen eine Ruhigstellung erforderlich machen.

Ruhigstellen hat also viele Vorteile:

  • Ermöglicht Heilung von gebrochenen Knochen
  • Ermöglicht das Anwachsen von genähten Bändern/Sehnen
  • Lässt Entzündungen abklingen
  • Erleichtert die Wundheilung
  • Lindert Schmerzen

Neben den grossen Vorteilen, kann Ruhigstellen aber auch Nachteile haben.

  • Schrumpfung Gelenkkapsel: Die Gelenkkapsel wird bei jeder Bewegung leicht gedehnt. Ist das Gelenk ruhiggestellt, kann die Kapsel schrumpfen, was zu bleibenden Bewegungseinschränkungen führt.
  • Kraftverlust: Die Muskeln bewegen die Gelenke. Werden sie nicht benutzt, erschlaffen sie sehr schnell. Die verlorene Kraft muss nach Ende der Therapie wieder antrainiert werden, um das Gelenk auch muskulär zu stabilisieren.
  • Reduzierte Nährstoffzufuhr: Der Knorpel jedes Gelenks ist auf Bewegung angewiesen um mit Nährstoffen versorgt zu werden. Wird das Gelenk lange ruhiggestellt, kann sich das negativ auf die Gesundheit des Knorpels auswirken.

Beim Ruhigstellen gilt deshalb: So viel als nötig- so wenig wie möglich.

Bei Unsicherheit wann ein Gelenk nach der Operation oder Verletzung wieder bewegt werden darf, fragen Sie Ihren Arzt.

Neue Orthesen und Schienen

Im Bandagenshop finden Sie die schweizweit grösste Auswahl an Bandagen, Orthesen und Schienen. Jetzt haben wir das Sortiment für Sie noch einmal erweitert. Entdecken Sie die neuen Hilfsmittel zum Ruhigstellen. Es ist für jedes Gelenk etwas dabei.

Schulter

Bort OmoARS SchulterortheseNach Verletzungen oder bei Erkrankungen der Rotatorenmanschette muss der Unterarm in einer leicht abgespreizten Position ruhiggestellt werden. So lässt sich die Rotatorenmanschette optimal entlasten. Die Bort OmoARS mit 3-Punkt-Gurt ist mit einem leichten Kissen ausgestattet, dass den Arm sicher stützt. Der 3-Punkt-Gurt entlastet die kranke Schulter indem er das Gewicht des Arms grossflächig auf die gesunde Schulter überträgt.

Um dem Kraftverlust durch die Ruhigstellung vorzubeugen, ist die OmoARS mit einer speziellen Handauflage ausgestattet. Der integrierte Knetball erlaubt es, die Unterarmmuskulatur jederzeit zu trainieren.

Ellenbogen

Stabile PostOP Epi EllenbogenortheseZur Ruhigstellung des Ellenbogens finden Sie gleich zwei neue Schienen in unserem Sortiment. Die Stabile Post-OP Epi und die Stabile Post-OP Epi Universal sind beide mit zwei seitlichen Schienen ausgestattet, um das Gelenk zuverlässig zu stabilisieren. Weiches Frottée-Innenmaterial ist sanft zur Haut und schont allfällige Operationswunden.

Die Stabile Post-OP Universal ist dreiteilig aufgebaut. Die seitlichen Teile lassen sich entfernen und in einer beliebigen Position wieder anbringen. So kann die Ruhigstellungsschiene an jede Armform angepasst werden.

Die Stabile Post-OP Epi schliesst neben dem Ellenbogen auch das Handgelenk mit ein, um Rotationsbewegungen im Ellenbogen vollständig zu verhindern. Mehrere Verschlussbänder mit Klett erlauben es, die Schiene hauteng anzupassen.

Schlüsselbeinbandage

Das Schlüsselbein liegt zwischen Brustbein und Schulterblatt „eingeklemmt“. Ist es gebrochen, löst der Druck der Schulter Schmerzen aus. Die Schlüsselbeinbandage (auch: Rucksackverband) zieht die Schultern leicht nach hinten, entlastet das Schlüsselbein und lindert so Schmerzen.

Hand und Finger

Zur Ruhigstellung im Bereich von Handgelenk und Finger darf man sich auf die ManuLoc Reihe von Bauerfeind verlassen. Die Schiene wird in zwei verschiedenen Längen angeboten. Wahlweise ist sie mit Daumenschlaufe (Rhizo) erhältlich, um den Daumen im Grund- und Sattelgelenk zu stabilisieren. Um die Finger zu fixieren eignet sich die Plus Variante der Manu(Rhizo)Loc. Sie ist mit einer gepolsterten Fingerauflage ausgestattet, die die Hand in der sicheren Intrinsic-Plus Stellung ruhigzustellen. Dank einem modularen Aufbau – Fingerauflage und Daumenschlaufe sind abnehmbar und die Schienen entfernbar- ist eine schrittweise Mobilisierung möglich.

Knie

Die Stabile Genu Universal stellt das Knie in einem Korrekturwinkel von 0°,10° oder 20° ruhig. Es stehen vier verschiedene Längen zur Verfügung, um einen optimalen Tragekomfort und beste Sicherheit zu gewährleisten. Dank einem dreiteiligen Aufbau, lässt sich die Ruhigstellungsorthese dem Bein optimal anpassen.

Knöchel/Fuss

Eine vollständige Ruhigstellung von Sprunggelenk und Fuss lässt sich mit dem Bort Air Walker erzielen. Die Orthese mit Luftpolsterung passt sich dem Bein exakt an, um Bewegungen zuverlässig zu verhindern. Es stehen drei verschiedene Varianten zur Verfügung. Je nach Lokalisation der Verletzung eignet sich die kurze oder lange Ausführung. Bei Verletzungen der Achillessehne bietet der Bort Air Walker Achillo besten Schutz. Er wird mit 5 Fersenkeilen geliefert, um die Achillessehne maximal zu entlasten. Durch das schrittweise entfernen der Keile kann die Sehnen nach und nach wieder an die Belastung gewöhnt werden.

Alle Air Walker werden mit zwei Unterziehstrümpfen geliefert.

Nachtlagerung mit Stabile Night Splint

Air Walker bieten am Tag gute Sicherheit, sind aber in der Nacht nicht besonders komfortabel. Bequemer und hygienischer ist es, sich in der Nacht auf die Stabile Night Splint zu verlassen. Die leichte Schiene stellt den Fuss in einem 90° Winkel ruhig. Extra sanftes Frottée, eine weiche Polsterung und gute Belüftung erlauben es Ihnen, ruhig zu schlafen.

Krücken

Damit Sie auch mit ruhiggestelltem Fuss oder Bein sicher unterwegs sind, empfehlen wir Ihnen ein paar Krücken.

Entdecken Sie das gesamte Orthesen Sortiment in Shop.

TENS und EMS Geräte

Bei Bandagenshop finden Sie eine grosse Auswahl an TENS und EMS Geräten, sowie Kombi-Geräten. Wir stellen Ihnen beide Therapieformen kurz vor, denn sie eignen sich zur Behandlung von Schmerzen und unterstützen Sie während der Rehabilitation. Sportler können von der Wirkung ebenfalls profitieren.

Reizstrom

Seit über 100 Jahren wird die Anwendung von Reizströmen zur Behandlung verschiedener Erkrankungen erforscht. Während die Therapie eine Zeit lang für alle möglichen Leiden eingesetzt wurde, sind heute zwei Anwendungsgebiete anerkannt, nämlich die TENS zur Schmerztherapie und die EMS zur Stimulation der Muskeln. Für beide Behandlungsformen werden 2 oder 4 Elektroden auf die Haut gelebt, die den leichten Stromimpuls des Reizstrom-Gerätes durch die Haut leiten.

TENS & EMS Geräte

TENS

TENS steht für Transkutane Elektrische Nervenstimulation. Bei der TENS Therapie werden geringe Reizströme durch die Haut geleitet, welche die Nerven stimulieren und die Schmerzweiterleitung zum Hirn unterbrechen.

Bis heute ist nicht abschliessend geklärt, wie die TENS wirkt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Stimulation der Nerven das Schmerzsignal „überlagert“ und dieses deshalb nicht mehr ans Hirn weitergeleitet wird („Gate-Control-Theory“).

Auch wenn die Wirkungsweise noch nicht mit Sicherheit geklärt ist, lassen sich zuverlässige Aussagen über die Wirksamkeit machen. Bei Ischialgien, Sehnenscheidenentzündungen, Arthrose, Neuralgien und vielen weiteren Formen chronischer und akuter Schmerzen wirkt die TENS bereits nach kurzer Zeit (ca.15 Minuten). Die schmerzlindernde Wirkung hält bei den allermeisten Patienten mehrere Stunden über die Anwendung hinaus an. Selbst Schmerzkreisläufe die seit Jahren bestehen, können mit TENS durchbrochen werden, denn die Therapieform ist bei chronischen Beschwerden besonders wirkungsvoll.

Die Vorteile von TENS im Überblick:

  • Schnelle, langanhaltende Wirkung
  • orts- und zeitunabhängige Schmerztherapie
  • individuelle Therapiemöglichkeit
  • keine Nebenwirkungen bekannt
  • keine Wechselwirkung mit Medikamenten
  • oft kann der Einsatz von Schmerzmitteln reduziert werden

EMS

Bei der EMS löst jeder elektrische Impuls eine Kontraktion des Muskels aus und trainiert ihn. Das Einsatzgebiet der EMS ist breit. So wird sie beispielsweise angewendet, um einen zu starken Muskelschwund bei ruhiggestellten Extremitäten vorzubeugen, die Muskeln nach einem Unfall wieder zu trainieren oder um die Wadenpumpe in den Beinen zu aktivieren, um die Durchblutung zu fördern. Rückenschmerzen aufgrund einer muskulären Dysbalance lassen sich durch gezieltes EMS-„Training“ vorbeugen.

Die Elektrische Muskel Stimulation (EMS) basiert auf der gleichen Technik wie TENS, nämlich auf Reizströmen. Für die Stimulation der Muskeln werden nur leicht andere Frequenzen und Impulsstärken verwendet. Da die Bereiche der TENS und EMS nahe beieinander liegen, werden oft auch Geräte mit kombinierter Funktion angeboten.

TENS/ EMS Geräte bei Bandagenshop

Panasonic EW6021 – Profigerät für zu Hause

Das Zweikanal-Gerät bietet umfangreiche Therapiemöglichkeiten bei Schmerzen. Dank 4 grossflächigen Elektroden kann ein grosses Areal, oder alternativ beide Extremitäten (z.B. beide Knie) gleichzeitig behandelt werden. 6 verschiedene Impulsarten ermöglichen eine individuelle Behandlung, die sich ähnlich wie eine Massage anfühlt. Das grosse Display, Knöpfe mit Bildern und Regulierungsräder machen das Einstellen der optimalen Therapie besonders einfach.

Panasonic EW6011 – handlich für unterwegs

Mit nur einem Kabel und zwei Elektroden ist das schmale, kleine TENS Gerät ideal für unterwegs. Es kann in der Handtasche transportiert und z.B. während der Arbeit angewendet werden. Das EW6011 eignet sich nicht nur für Schmerzpatienten, sondern auch für die Anwendung nach dem Sport, um Muskelkater zu lindern. Die Elektroden eignen sich für bis zu 400 Anwendungen und werden in der Schale auf der Rückseite des Gerätes transportiert.

Promed EMT-6 –TENS-EMS-Kombigerät

Das handlich kleine Promed EMT-6 hat verschiedene voreingestellte Programme, die sich entweder zur Schmerztherapie (TENS) oder zur Muskelstimulation (EMS) eignen. Es bietet umfangreiche Anwendungsmöglichkeiten in einem Gerät.

Veinoplus Sport EMS

Das einfach zu bedienende Veinoplus Sport stimuliert die Wadenmuskulatur um die Durchblutung und damit die Regeneration nach dem Sport zu fördern. Es verfügt über nur ein Programm, bei dem die Intensität variiert werden kann. Langes Einstellen entfällt, sodass es auch zwischen zwei Spielzeiten schnell angewendet werden kann.

Alle TENS und EMS Geräte, sowie passende Ersatzelektroden finden Sie im Bandagenshop.

Arthrose im Sprunggelenk

Morgendliche Anlaufschwierigkeiten, Schmerzen bei Belastung, Bewegungseinschränkungen und „chrosende“ Geräusche sind Symptome einer Arthrose. Durch den Abbau des Gelenkknorpels reiben die knöchernen Gelenkspartner ungeschützt aneinander, was starke Beschwerden verursacht. Heilbar ist die Arthrose heute noch nicht, eine gezielte Therapie kann aber helfen die Schmerzen zu reduzieren. Erfahren Sie mehr über die Sprunggelenkarthrose und ihre Behandlung.

Zusammenfassung

Bei einer Arthrose ist der Knorpel beschädigt, sodass die Knochen aneinander reiben. Das verursacht Schmerzen und das Gelenk wird „steif“. Mit einer gezielten Behandlung können die Beschwerden im Sprunggelenk gelindert werden.

Verschiedene vom Arzt verschriebene Medikamente helfen gegen die Arthrose-Schmerzen.

Ergänzend können Bandagen und Schuheinlagen getragen werden. Bandagen (z.B. MalleoTrain) helfen Schwellungen zu reduzieren. Schuheinlagen (z.B. Visco Heel N) federn Schläge ab und können Fehlstellungen korrigieren.

Manchmal hilft bei Arthrose nur noch ein Gelenkersatz. Heute gibt es zum Glück gute künstliche Gelenke.


Arthrose – Degeneration des Knorpels

An verschiedenen Stellen im Körper bilden zwei oder mehr Knochen miteinander ein Gelenk. Damit die Knochen nicht aneinander reiben, sind die Gelenkflächen mit Knorpel überzogen. Dieser kann durch verschiedene Ursachen abgebaut werden. Der dünner werdende Knorpel wird von minderwertigem Fasergewebe durchzogen.

Sprunggelenkbandagen

Der Knochen leidet ebenfalls unter der erhöhten Belastung und bildet sogenannte Geröllzysten. Dabei handelt es sich um Löcher im Knochen, die mit Bindegewebe und Flüssigkeit gefüllt sind, die Stabilität wird reduziert. Der Knochen reagiert auf den höher werdenden Druck und probiert die Gelenkfläche durch Knochenneubildungen (Osteophyten) am Gelenkrand zu vergrössern. Die Osteophyten können sich je nach Bewegung berühren, was wiederum zu Schmerzen führt. Die Veränderungen an Knochen und Knorpel lassen die Gelenkhaut und die Gelenkkapsel anschwellen.

Arthrose ist eine immer weiter fortschreitende Erkrankung. Durch eine frühzeitige Behandlung kann der Verlauf allenfalls gebremst und die Schmerzen reduziert werden. Betroffene sollten sich deshalb bereits bei ersten Symptomen an einen Arzt wenden.

Ursache der Sprunggelenkarthrose

Schematische Darstellung SprunggelenkarthroseIm Sprunggelenk kommt es selten zu einer primären Arthrose, also einem Gelenkverschleiss ohne erkennbaren Grund. Viel häufiger ist die Arthrose durch vorangegangene Unfälle bedingt. Durch Frakturen kann es zu Knorpelschäden, Stufen im Gelenk, leichten Achsverschiebungen oder Instabilität kommen. Das Zusammenspiel der Gelenkspartner wird dadurch gestört und es kommt zu einer Überbelastung des Knorpels an gewissen Stellen, was die Entstehung einer Arthrose begünstigt.

Auch unbehandelte Bänderzerrungen und Bänderrisse öffnen der Arthrose die Tore. Das Gelenk bleibt langfristig instabil, was zu unphysiologischen Belastungen führt.

Eine weitere Ursache für Sprunggelenkarthrose kann eine Fehlstellung des Fusses gegenüber dem Unterschenkel sein. Bei Knick-Senkfuss, O- oder X-Beinen kommt es häufig zu einer Fehlbelastung im Sprunggelenk, was eine Arthrose begünstigt.

Therapie

Heilbar ist Arthrose bis heute nicht. Gerade im Sprunggelenk, welches sich an der Basis des Körpers befindet, sind Betroffene aber auf eine gute Funktion und Schmerzfreiheit angewiesen, um sich uneingeschränkt bewegen zu können. Die Therapie setzt sich deshalb aus mehreren, individuell abgestimmten Massnahmen zusammen, mit dem Ziel Schmerzen zu reduzieren und die Funktion des Gelenks möglichst lange zu erhalten. Folgende Massnahmen stehen heute zur Verfügung:

Allgemeine Gesundheit

Übergewicht belastet die Gelenke. Arthrosepatienten sollten deshalb probieren das Normalgewicht zu erreichen und zu halten. Ein gesunder Lebensstil mit regelmässiger Bewegung ist ebenfalls empfehlenswert, denn bei Bewegung wird der Knorpel besser ernährt und so ein weiterer Abbau gebremst. Überbelastungen z.B. durch schweres Heben, sollten jedoch vermieden werden. Auch dem Muskelaufbau sollte genügend Beachtung geschenkt werden. Die Muskeln helfen das Gelenk zu stabilisieren.

Medikamentöse Behandlung

Bei Arthrose kommen verschiedene Medikamentengruppen zur Behandlung in Frage. Schmerzmittel und nicht-steroidale Antirheumatika helfen gegen Schmerzen, resp. lindern auch die Entzündung. Schmerzlinderung können auch ins Gelenk gespritztes Cortison oder Hyaluronsäure bringen. Immer häufiger werden auch Chondroitin Präparate eingesetzt, die den weiteren Knorpelabbau hemmen sollen. Deren Wirksamkeit ist zwar noch nicht vollständig untersucht, erste Studien deuten aber darauf hin, dass diese Therapie wirkungsvoll ist.

Hilfsmittel

Oft helfen einfache Hilfsmittel Schmerzen beim Gehen zu lindern und das Anschwellen des Sprunggelenks vorzubeugen. Folgende Hilfsmittel können Ihnen bei Sprunggelenksarthrose helfen.

Bandage

Eine elastische Kompressionsbandage dient der Schmerzlinderung. Gleichzeitig wird das Gelenk durch die Pelotten massiert. Der Druck der Bandage hilft Schwellungen zu reduzieren, was die Beweglichkeit unterstützt. Für die Langzeitanwendung geeignet ist z.B. die MalleoTrain.

Ist das Gelenk instabil, kann eine Bandage mit Zuggurtung helfen. Die Malleo Train S oder die Bort Select TaloStabil Plus geben dem Gelenk halt, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Schuheinlagen

Schuheinlagen können bei Arthrose zwei Funktionen übernehmen. Einerseits wirken viskoelastische Einlagen dämpfend und federn den Schlag beim Auftritt ab (Z.B. ViscoHeel N). Andererseits unterstützen viele Modelle eine gesunde Fusshaltung. Die Ortho Insole long bettet den gesamten Fuss weich und unterstützt die Fussgewölbe mit ihrer anatomischen Form.

Fehlbelastungen können mit ausgleichenden Schuheinlagen reduziert werden. So lässt sich beispielsweise die Beinachse (O- oder X-Beine) mit den ViscoHeel K leicht korrigieren. Längenunterschiede der Beine können mit ViscoBalance Fersenkeilen ausgeglichen werden.

Schmerztherapie

Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ist eine nebenwirkungsfreie Möglichkeit der Schmerztherapie. Über Elektroden die auf die Haut geklebt werden, gibt das Gerät leichte Stromstösse ab, um die Schmerzweiterleitung der Nerven zu unterbrechen. Kleine TENS-Geräte wie das EW6011 können einfach mitgeführt und unterwegs, z.B. im Büro, angewendet werden.

Operation

Manchmal kann eine Sprunggelenkarthrose mit einer Operation behandelt werden. In einem frühen Stadium kann die Funktionsfähigkeit des Gelenks durch Spülung, die Entfernung von Knorpeltrümmern und Osteophyten wieder hergestellt werden. Weitere Knorpelschäden lassen sich so vorbeugen.

Bei einer weit fortgeschrittenen Arthrose kann nur noch ein Gelenksersatz helfen. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung gibt es mittlerweile auch für das Sprunggelenk gute Endoprothesen. Nur in den wenigsten Fällen muss das Gelenk heute noch versteift werden.

Bei Bandagenshop finden Sie zahlreiche Sprunggelenkbandagen für jedes Stadium der Arthrose.