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Setzen Sie sich mit dem Thema auseinander! Nur so können realistische Therapieerfolge erwartet werden. Auf den folgenden Seiten finden Sie wissenswertes rund um Bandagen und Stützen.

Rückenschmerzen für immer loswerden?!

Im Kampf gegen chronische, unspezifische Rückenschmerzen geht man schrittweise vor. Zuerst steht die Schmerzlinderung im Vordergrund. Dann soll der Schmerzkreislauf, der oft durch eine falsche Haltung und Bewegungsmangel aufrechterhalten wird, durchbrochen werden. Wenn die Beschwerden (fast) weg sind, ist es Zeit mit dem Training anzufangen, um Rückenschmerzen endgültig los zu werden.

Rückenschmerzen

Muskuläre Dysbalance als häufige Ursache

Rückenschmerzen können ganz verschiedene Ursachen haben. Erstaunlich häufig findet man aber keine Ursache für die Beschwerden. Bei der Untersuchung durch den Arzt und mit bildgebenden Verfahren lassen sich keine körperlichen Veränderungen feststellen, die als Ursache für die Schmerzen erkennbar sind. Diese sogenannten unspezifischen Rückenschmerzen betreffen etwa 85% (1) aller Patienten, die sich beim Arzt wegen Rückenschmerzen vorstellen. Hier ist es eher das Umfeld und das Verhalten des Patienten, das zu den Schmerzen führt, wie etwa:

  • Bewegungsmangel
  • Fehlbelastung durch langes, unbewegliches Sitzen z.B. im Büro
  • Fehl- oder Überbelastung bei körperlichen arbeiten im Job oder in der Freizeit
  • Verspannungen durch Fehlbelastungen
  • psychische Belastungen (2)
  • Muskuläres Ungleichgewicht durch fehlende Bewegung oder Fehlbelastung

Rückenschmerzen lindern

Treten Rückenschmerzen plötzlich auf („Hexenschuss“) kann die Stufenlagerung etwas Entlastung bringen. Dabei werden die Unterschenkel auf eine hohe Unterlage wie etwa einen Stuhl gelegt, sodass Knie und Hüfte jeweils um ca. 90° angewinkelt sind.

Wärme kann bei akuten Rückenschmerzen ebenfalls helfen, weil sie die Durchblutung und die Entspannung fördert. Auch die Einnahme von entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie Ibuprofen kann sinnvoll sein, weil sie den Schmerzkreislauf durchbrechen und so schädliche Schonhaltungen vorbeugen. Wer an chronischen Rückenschmerzen leidet, kann aber nicht konstant Medikamente einnehmen. Hier ist TENS eine gute Möglichkeit zur Schmerzlinderung. Die medikamentenfreien Schmerztherapie mit Reizströmen kann immer und überall durchgeführt werden und hat bei korrekter Anwendung keine bekannten Nabenwirkungen.

Im Alltag leistet eine Rückenbandage gute Dienste. Sie unterstützt den Rücken mit einer angenehmen Kompression und massiert das Kreuz mit einer genoppten Pelotte. Das gibt ein sicheres, stabiles Gefühl, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Die Schmerzen werden durch die Massagewirkung der Pelotte gelindert.

Pilates Core Trainer
Mit dem Pilates Core Trainer lassen sich zahlreiche Übungen für den Rücken durchführen.

Aktiv werden gegen Rückenschmerzen

Bei Rückenschmerzen bekommt man oft den gut gemeinten Tipp sich zu schonen. Das darf nicht falsch verstanden werden. Klar sollte man dem Rücken bei Schmerzen Ruhe gönnen und auf intensiven Sport, schweres Heben und körperliche Arbeiten verzichten. Was man aber auf keinen Fall tun sollte, ist Bettruhe zu halten. Langes liegen begünstigt nämlich Verspannungen und hält so die Rückenschmerzen aufrecht. Besser ist es, den Alltag möglichst normal zu bewältigen und sich zwischendurch einen leichten Spaziergang zu gönnen.

Wer ständig oder immer wieder an Rückenschmerzen leidet, sollte ausserdem sein Verhalten anpassen. Dazu muss man nicht gleich seinen Bürojob künden. Oft riecht es schon aus, die Einstellung von Bürostuhl, Pult und Bildschirm zu überprüfen. Um langes, regungsloses Sitzen vorzubeugen, kann der Bürostuhl auch durch einen Sitzball ersetzt werden. Etwas unauffälliger ist das Sitty Air Balance-Kissen, das auf den Stuhl gelegt wird. Es erfüllt die gleiche Funktion wie ein Sitzball, nämlich den Rücken während dem Sitzen in Bewegung zu halten.

Bei Steharbeitsplätzen können Stehunterlagen eine gesunde Haltung fördern.

Nie mehr Rückenschmerzen dank starken Muskeln

Chronische, unspezifische Rückenschmerzen kann man langfristig am besten mit Bewegung in den Griff bekommen. Dabei sollte der Fokus nicht nur auf der Stärkung der Rückenmuskulatur liegen, sondern auf der gesamten Rumpf- und Beinmuskulatur. Das Training kann dabei frei gestaltet werden. Im Fitnessstudio an Geräten lassen sich die Muskeln ebenso kräftigen wie beim Training zu Hause oder auf dem Vitaparcours. Besonders vorteilhaft ist eine Kombination verschiedener Sportarten, weil die Muskeln so immer wieder anders beansprucht werden und das Risiko für Überbelastungen sinkt.

Zur Stärkung des Rumpfs eignet sich z.B. ein Pilates Training, das Rückenschmerzen nachweislich reduziert (3). Fürs Pilates Training zu Hause braucht man eigentlich nichts anderes als eine Yoga-Matte. Etwas abwechslungsreicher lässt sich das Pilates Training mit Hilfsmitteln wie dem Sissel Pilates Core Trainer oder dem Sissel Pilates Circle gestalten.

Für ein Training mit Spassfaktor sorgt der Togu Jumper. Der Jumper mit Trampolineffekt ermöglicht ein innovatives und vielfältiges Training für den ganzen Körper, für mehr Kraft, Ausdauer, Koordination und Balance. Damit auch Sportmuffel auf den Geschmack kommen, wird der Togu Jumper mit einem Übungsposter geliefert.

Auch gegen klassische Kraftübungen wie Kniebeugen, Superman, Plank, Liegestützen, Standwaage oder Hüftheben ist nichts einzuwenden.

Nach dem Training sollte man das Dehnen nicht vergessen, um Verspannungen vorzubeugen. Auch eine Massage oder Selbstmassage mit Blackroll hilft verspannungsbedingte Rückenschmerzen vorzubeugen.

Neben dem gezielten Training sollte man auch ganz allgemein mehr Bewegung in seinen Alltag bringen. Anstatt die Mittagspause im Restaurant zu verbringen, kann man einen kleinen Spaziergang machen. Anstatt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, kann man das Velo nehmen. Sicher fallen Ihnen noch viele weitere Beispiele ein, wie Sie Bewegung in Ihren Alltag bringen können.

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Quellen:

  1. https://www.rheumaliga.ch/rheuma-von-a-z/rueckenschmerzen
  2. https://www.gesundheitsinformation.de/ruecken-und-kreuzschmerzen.html
  3. Valerie Gladwell et al.: Does a Program of Pilates Improve Chronic Non-Specific Low Back Pain?; Journal of Sport Rehabilitation, Volume 15: Issue 4, Pages: 338–350; https://doi.org/10.1123/jsr.15.4.338

Handgelenkorthesen für die frühfunktionelle Therapie

Handgelenkorthese statt Gips nach Fraktur

Nach einem Bruch oder einer Operation im Handgelenk wird das Gelenk oft ruhiggestellt. Anders als früher erfolgt die Ruhigstellung nur noch selten mit einem Gips. Moderne Handgelenkorthesen bieten eine hohe Stabilität, lassen sich aber zwischendurch auch abnehmen und bei Bedarf abrüsten, sodass eine frühfunktionelle Therapie möglich ist. Das verbessert nicht nur die Lebensqualität von Patienten, sondern führt etwa bei operativ fixierten Brüchen schneller zu einem guten Ergebnis. Kraftverlust und Bewegungseinschränkungen werden vorgebeugt.

Frühmobilisation als neuer Standard

Langes Ruhigstellen in einem Gips galt einmal als das Mittel der Wahl bei Knochenbrüchen. Heute werden Brüche wenn möglich mit einer Platte fixiert, sodass sie sofort stabil sind und nicht mehr verrutschen können. Eine Orthese stützt das nahegelegene Gelenk in der ersten Zeit nach der Operation und schränkt die Bewegungsfreiheit ein, um eine übermässige Belastung vorzubeugen. Gemäss Anweisung des Arztes darf die Orthese meist schon in den ersten Tagen für die Physiotherapie abgenommen werden.

Osteosynthese
Mit einer Platte und Schrauben wird der Bruch stabilisiert.
Physiotherapie an der Hand
So ist eine schnelle Mobilisierung möglich.

Es gilt, das verletzte Gelenk nur so lange wie nötig einzuschränken und möglichst früh mit ersten passiven Bewegungsübungen zu beginnen.

Bewegung für bessere Heilung

Lange galt Ruhigstellen als das beste Mittel zur Heilung bei Knochenbrüchen. Aus neueren Studien weiss man, dass die Knochenheilung durch Frühmobilisation positiv beeinflusst wird. Auch allfällige Knorpelfragmente die etwa von den Handwurzelknochen abgelöst wurden, passen sich besser wieder der Gelenkfläche an, wenn der Patient während der Heilungsphase leichte Bewegungen ausführen darf.

Auch eine erneute Verschiebung des Bruchs müssen Patienten nicht befürchten, wie eine Untersuchung an Patienten mit distaler Radiusfraktur gezeigt hat. Am grössten ist die Belastung der Speiche nicht etwa beim Bewegen des Handgelenks, sondern beim Bewegen der Finger. Ist die Radiusfraktur jedoch sicher mit einer Platte verschraubt (winkelstabile palmare Plattenosteosynthese), hält der Knochen dem Fünffachen der Belastung bei Bewegungen der Finger stand.

Auch Kraftverlust und Bewegungseinschränkungen werden mit der Frühmobilisation in einem signifikanten Ausmass reduziert. Dabei werden Finger und Handgelenk ab dem ersten Tag nach der Operation unter Anleitung eines Physiotherapeuten oder selbständig gemäss vorheriger Einweisung bewegt.

Leichte alltägliche Bewegungen sind also für die Heilung förderlich, weshalb heute wenn immer möglich auf die Frühmobilisation gesetzt und eine lange Ruhigstellung vermieden wird.

Möglichkeiten und Grenzen der Frühmobilisation

Die Frühmobilisation nach Knochenbrüchen bietet viele Vorteile. Voraussetzung ist, dass der Bruch vorher operativ fixiert wurde und der Patient bereit ist, aktiv mitzumachen.

Bei distalen Radiusfrakturen etwa, die nicht operativ fixiert wurden, kommt es durch die Frühmobilisation nämlich nicht selten zur Verschiebung der Bruchstücke.

Da die Mitarbeit des Patienten bei der frühfunktionellen Therapie gefragt ist, werden gerade kleinere Kinder häufig mit einem festen, nicht abnehmbaren Gipsverband behandelt. Weil sie sich noch im Wachstum befinden und über eine sehr gute Heilung von Knochen und Weichteilen verfügen, kommt es bei ihnen aber kaum zu Bewegungseinschränkungen durch die vorübergehende Ruhigstellung.

Handgelenkorthesen ideal für eine frühe Mobilisierung

Orthesen sind mit festen Stäben ausgestattet, die das Handgelenk sicher stützen. Mit ihrer hohen Stabilität ersetzen sie immer häufiger die sperrigen Gipsverbände. Da Orthesen mit einfachen Verschlusssystemen (meist Klettverschlüsse) ausgestattet sind, kann der Patient sie selber an- und ablegen. Etwa für die Physiotherapie oder auch zum Duschen können Orthesen abgelegt werden. Das erleichtert die frühe Mobilisation von Handgelenk und Fingern, erhöht die Lebensqualität der Patientin und garantiert dennoch eine sichere Unterstützung wenn sie gefragt ist.

Bauerfeind Handgelenkorthesen mit vielen Möglichkeiten

Bauerfeind bietet sechs verschiedene Handgelenkorthesen, die alle aus der ManuLoc heraus entstanden sind. Die ManuLoc Handgelenkorthese stellt das Handgelenk mit einer handunterseitigen und zwei seitlichen Schienen ruhig. Verschlossen wird die Orthese auf der Handoberseite mit drei Klettverschlüssen. Da Finger und Daumen frei bleiben, kann die Hand weiterhin uneingeschränkt eingesetzt werden. Das erlaubt von Beginn weg leichte alltägliche Bewegungen.

ManuLoc
ManuLoc long plus

Die ManuLoc ist auch als Long Variante erhältlich. Dieses verlängerte Modell umschliesst ca. zwei Drittel des Unterarms und bietet dadurch eine höhere Sicherheit. Sie reduziert Drehbewegungen des Unterarms noch zuverlässiger und eignet sich auch sehr gut für grosse Personen.

ManuRhizoLoc mit Daumenstütze

Die ManuRhizoLoc basiert auf der ManuLoc, ist aber zusätzlich mit einer Daumenstütze ausgestattet. Sie stabilisiert den Daumen im Sattel- und Grundgelenk. Die Stabilität der Daumenauflage kann an der seitlichen Klettlasche erhöht oder reduziert werden. Das erlaubt eine schrittweise Mobilisierung des Daumens. Ist der Heilungsverlauf vorangeschritten, kann man die Daumenauflage auch vollständig entfernen, da sie nur angesteckt und mit Klettverschlüssen fixiert ist.

Die ManuRhizoLoc ist auch als Long Ausführung erhältlich.

ManuLoc long Plus und ManuRhizoLoc long Plus

Die langen Varianten der ManuLoc und ManuRhizoLoc sind als Plus Version zusätzlich mit einer Fingerauflage ausgestattet. Die Fingerauflage ist vorne an der Orthese angsteckt und mit Klettverschlüssen gesichert. Sie stellt die Finger in der entlastenden Intrinsic-Plus-Stellung ruhig, die Verkürzungen des Kapsel-Band-Apparats vorbeugt. Die Fingerauflage eignet sich nicht nur nach Verletzungen der Finger, sondern entlastet die gesamte Hand und den Unterarm indirekt. Sie wird auch als Lagerungshilfe für die Nacht geschätzt. Für die Physiotherapie oder bei fortgeschrittener Heilung kann die Fingerauflage ganz einfach entfernt werden. Bei der ManuRhizoLoc long Plus kann zudem die Daumenauflage entfernt werden. So lässt sich die Bewegungsfreiheit schrittweise erhöhen, was der frühfunktionellen Therapie entgegenkommt.


Quellen:

  • B.Kolmayr et al. (2017): Die frühe Mobilisierung ab dem ersten postoperativen Tag führt zu funktionell besseren Ergebnissen als die Ruhigstellung. Das Risiko eines sekundären Repositionsverlustes wird dadurch nicht erhöht. https://www.universimed.com/ch/article/orthopaedie-traumatologie/derzeitiger-standard-der-fruehfunktionellen-nachbehandlung-von-operativ-versorgten-distalen-radiusfrakturen-2114914 abgerufen am 07.04.2021.
  • A.Christersson (2016): Radiographic results after plaster cast fixation for 10 days versus 1 month in reduced distal radius fractures: a prospective randomised study; J Orthop Surg Res. 2016; 11: 145. Published online 2016 Nov 21. doi: 10.1186/s13018-016-0478-7

Ellbogenluxation

Ellenbogenluxation

Bei einem Sturz auf den ausgestreckten Arm, kann der Ellenbogen ausrenken, was sehr schmerzhaft ist. In vielen Fällen lässt sich das Gelenk durch den Arzt wieder einrenken, nachdem weitere Verletzungen in einer Röntgenuntersuchung ausgeschlossen sind. Bei Luxationen mit zusätzlichen Verletzungen der Bänder oder Knochen kann ein Operation notwendig sein. Eine kurze Ruhigstellungsphase von 1-2 Wochen lässt die Schmerzen nach dem Einrenken oder der OP abklingen. Bereits ab der zweiten Woche wird der Ellenbogen in der Physiotherapie wieder bewegt, um Versteifungen vorzubeugen. Eine bewegliche Orthese oder Bandage ersetzt jetzt die Schiene aus der ersten Therapiephase.

Das Oberarm-Ellen-Gelenk

Der Ellenbogen wird vom Oberarmknochen, der Elle und der Speiche gebildet. Alle drei knöchernen Gelenkspartner stehen durch Teilgelenke miteinander in Verbindung.

Das Oberarm-Ellen-Gelenk wird vom abgerundeten Ende des Oberarmknochens und einem Fortsatz mit Kuhle (Olecranon) am Ende der Elle gebildet. Das Scharniergelenk ermöglicht das Beugen und Strecken des Ellenbogens. Seitenbänder stabilisieren das Gelenk.

Anatomie Ellenbogen
Das Ellenbogengelenk wird aus den drei Knochen Humerus, Ulna und Radius gebildet.
Muskeln Ellenbogen
Das Gelenk wird durch kräftige Bänder stabilisiert, diese können bei Luxation reissen.

Bei der Ellenbogenluxation ist das Oberarm-Ellen-Gelenk ausgerenkt. Der Kopf des Oberarmknochens rutscht über der Elle nach vorne.

Schmerzhafte Ausrenkung des Ellbogens

Die Ellenbogenluxation ist sehr schmerzhaft. Der Arm ist „blockiert“ und verharrt meist in einer 45° angewinkelten Stellung. Da der Oberarmknochen nach vorne verschoben ist, also eine Ausrenkung nach hinten stattfindet, wirkt der Unterarm verkürzt, während der Ellenbogen sehr gross aussieht. Schwellungen und Blutergüsse gehören ebenfalls zu den Symptomen der Ellenbogenluxation.

Diagnose der Ellenbogenluxation

Die Ellenbogenluxation wird immer mit einem Röntgenbild oder einem andern bildgebenden Verfahren diagnostiziert, denn aufgrund der Schwellung lässt sie sich ohne Röntgen nicht sicher erkennen. Auch mögliche Begleitverletzungen lassen sich auf dem Röntgenbild sehen. Bei Verdacht auf eine Weichteilverletzung eignet sich die Magnetresonanztomographie (MRT) besser.

Häufige Begleitverletzungen

Eine Ellenbogenluxation ist ein Notfall und muss umgehend von einem Arzt behandelt werden. Das unter anderem, weil durch die Luxation des Gelenks Nerven und Blutgefässe verletzt oder abgeklemmt werden können.

Begleitverletzungen können auch an den Seitenbändern auftreten. Sie liegen recht straff am Ellenbogen, um ihn zu stabilisieren. Renkt das Gelenk aus werden sie überdehnt, können aber auch reissen. Bei gerissenen Bändern bleibt immer eine (leichte) Instabilität zurück. Bei sportlich aktiven Personen, solchen die körperliche Arbeit verrichten oder bei jüngeren Patienten, werden die Bänder deshalb in einer Operation wieder zusammengenäht.

Weiter kann es im Zusammenhang mit der Ellenbogenluxation zu Frakturen etwa des Radiusköpfchen, oder des Kronenfortsatzes der Elle (Processus coronoideus ulnae) kommen.

Ellenbogen wieder einrenken – aber nicht selber!

Um Schäden an Nerven, Blutgefässen und Weichteilen vorzubeugen, muss der Ellenbogen so bald als möglich wieder eingerenkt werden. Die Einrenkung erfolgt nach einer Röntgenuntersuchung, um sicherzustellen, dass keine Knochenfragmente die Reposition verhindern.

Da das Einrenken des Ellenbogens sehr schmerzhaft ist, wird der Patient dazu sediert und mit Schmerzmittel behandelt.

Die Reposition des Ellenbogens ist Sache des Arztes. Vor der selbständigen Einrenkung des Ellenbogens ist dringend abzuraten, da es dabei zu weiteren Verletzungen der Weichteile und Knorpel kommen kann.

Behandlung nach Ellenbogenluxation

In den meisten Fällen lässt sich der Ellenbogen wieder einrenken, sodass keine Operation notwendig ist. Bei Begleitverletzungen, oder wenn sich der Ellenbogen nicht reponieren lässt, ist eine OP angezeigt. Ob sie unmittelbar erfolgen muss, oder erst einige Wochen nach der Ausrenkung ist abhängig von der Art der Verletzung. Die Nachbehandlung sieht aber in beiden Fällen gleich aus, unabhängig ob operiert wurde oder nicht.

Ellenbogenorthese
Zu Beginn wird der Ellenbogen mit einer Orthese ruhiggestellt.
Ellenbogenbandage
Für die Folgebehandlung eignet sich eine Aktivbandage.

Kurze Ruhigstellung

In den ersten Tagen nach der Ellenbogenluxation wird das Gelenk mit einer Schiene oder einer Armschlinge ruhiggestellt. Der Patient profitiert von der Ruhigstellung mit einer raschen Abnahme der Schmerzen.

Für die Ruhigstellung in der ersten Woche eignet sich etwa die Stabile Post-OP Universal Ellenbogen-Schiene. Sie lässt sich dank dreiteiligem Aufbau in der Grösse exakt an den Arm anpassen. Zwei leichte Alu-Schienen stellen den Ellenbogen in einer 90° angewinkelten Position ruhig.

Zur komfortablen Unterstützung von Ellenbogen und Unterarm mit oder ohne Orthese eignet sich der BraceID Armtragegurt Comfort. Er entlastet den gesamten Arm. Eine Daumenschlaufe erlaubt es, den Unterarm ohne Kraftaufwand in einer bequemen Position zu halten.

Da der Ellenbogen sehr empfindlich auf Ruhigstellung reagiert, wird die Ruhigstellungsphase möglichst kurz gehalten. So werden Versteifungen vorgebeugt. In der Physiotherapie wird der Ellenbogen bereits in der ersten Woche nach der Reposition wieder bewegt.

Frühfunktionelle Therapie mit Physio

Die frühfunktionelle Therapie bietet den Vorteil, dass die Heilungsphase verkürzt wird und das Risiko einer bleibenden Bewegungseinschränkung des Gelenks sinkt.

Bereits in der ersten Woche wird der Ellenbogen aktiv-assistiert bewegt. Das heisst, der Arm wird während den Bewegungsübungen mit der andern Hand unterstützt, oder von der Physiotherapeutin sanft geführt. Weiter sollte gemäss Anweisung von Arzt und Physiotherapie Übungen für Schulter und Hand durchgeführt werden, um Kraftverluste, Schonhaltungen und Steifigkeit möglichst vorzubeugen.

Bewegungsumfang vergrössern

Während 6-8 Wochen darf der Ellenbogen nicht belastet werden. Die ruhigstellende Orthese kann aber bereits nach ca. 2 Wochen abgelegt werden. Sie wird durch eine Orthese mit Gelenk oder eine Bandage ersetzt. Durch gezieltes Üben vergrössert sich der Bewegungsumfang und erreicht nach einigen Wochen bis Monaten idealerweise wieder den Ausgangswert.

Nach 12 Wochen darf in der Regel wieder mit Kontaktsportarten angefangen werden. Wichtig ist vorgängig ein gezieltes Krafttraining, um dem Ellenbogen Stabilität und Sicherheit zu geben.

Zusätzlich kann man das Gelenk in der Aufbauphase und für die Rückkehr in den Sport mit einer Bandage unterstützen. Sie gibt Sicherheit und hilft Fehl- und Überbelastungen vorzubeugen. Mögliche Bandagen für die Phase nach der Ruhigstellung bis zur Wiederaufnahme der sportlichen Aktivität sind:

Push med Ellenbogenbandage

Die Push med Ellenbogenbandage ist aus weichem Sympress-Material mit hoher Atmungsaktivität gefertigt. Dank dem Reissverschluss auf der Armrückseite lässt sich die Bandage einfach anziehen.

Stabilität erhält der Ellenbogen durch die zwei flexiblen seitliche Stäbe und das Gurtsystem. Der Gurt liegt in Form einer Acht um das Gelenk und wird auf der Rückseite des Oberarms mit einem Klett verschlossen. Anschliessend lässt sich die Position des Gurts am Unterarm anpassen. Je weiter der Gurt vom Gelenk entfernt angeklettet wird, desto geringer ist der Bewegungsumfang im Ellenbogen.

Sports Elbow Brace

Die Bauerfeind Sport Bandage federt die Kraft am Ende der Wurfbewegung ab und hilft die Hyperextension des Ellbogens vorzubeugen. Sie besteht aus einem elastischen Kompressionsgestrick und kontrolliert die Hyperextension mit einem eingearbeiteten Zügel. Der Zügel verläuft von hinter dem Oberarm nach vorne auf den Unterarm. Mit einem BOA-Verschluss lässt sich die Extensionsbegrenzung individuell einstellen. Zwei breite Gurten mit Klettverschlüssen dienen dem Zügel als Fixpunkte. Die Sports Elbow Brace von Bauerfeind kann auch später währende dem Sport zur Überstreckungsprophylaxe getragen werden.

Epidyn Supreme Ellenbogenbandage

Die Ellenbogenbandage von Sporlastic bietet keine Stabilisierung von aussen und eignet sich nur bei einem stabilen Gelenk. Mit ihrer Kompressionswirkung ist die Bandage aber wirkungsvoll gegen Ellenbogenschmerzen, fördert die Durchblutung und die Propriozeption. Sie beugt Fehl- und Überbelastungen vor indem sie die muskuläre Eigenstabilisierung des Gelenks anregt.

Rippengürtel richtig anwenden

Rippengürtel

Ist eine Rippe gebrochen, schmerzt jeder Atemzug. Linderung bringt ein Rippengürtel. Welche Modelle es gibt, wie man sie richtig anwendet und ob man den Rippengürtel auch in der Nacht tragen muss, lesen Sie hier.

Elastischer vs. unelastischer Rippengürtel

Bei Bandagenshop.ch finden Sie eine grosse Auswahl an Rippengürteln. Sie haben die Wahl zwischen elastischen und unelastischen Modellen. Elastische Rippengürtel erleichtern das Atmen, weil sie sich dem Brustkorb bei jeder Bewegung mühelos anpassen. Unelastische Rippengürtel bieten der Rippe eine bessere Stützwirkung. Dank einem elastischen Einsatz im Rückenbereich, passen sich aber auch unelastische Rippengürtel ein Stück weit an die Atmung an.

Rippengürtel richtig anlegen

Rippengürtel lassen sich auf der Vorderseite vollständig öffnen. Sie werden um den Brustkorb gelegt und unter gleichmässigem Zug auf beiden Seiten nach vorne gezogen. Zuerst legt man die linke Verschlussplatte auf den Brustkorb und hält sie mit einer Hand fest. Die rechte Verschlussplatte wird so weit nach vorne gezogen, bis man sie auf der linken, weichen Verschlussplatte aufkletten kann. Dabei sollte eine lindernde Stützwirkung spürbar sein, ohne die Atmung einzuschränken.

Der Rippengürtel für Herren wird ca. 2 Finger breit unterhalb der Achsel positioniert. Rippengürtel für Damen sind vorne schmaler als hinten. Sie werden direkt unterhalb der Brust verschlossen.

Rippenbruch
Rippenbrüche können sehr schmerzhaft sein und die Atmung behindern.
Freie Atmung
Ein Rippengurt lindert Schmerzen und ermöglicht eine freie Atmung.

Tragedauer Rippengürtel

Die Schmerzen bei einem Rippenbruch erschweren das Atmen. Ein Rippengürtel lindert die Beschwerden und erleichtert dadurch das Atmen. Gleichzeitig wird die Ausdehnung des Brustkorbs durch die Bandage leicht eingeschränkt, was die vollständige Belüftung der Lunge beeinträchtigen kann. Deshalb gilt, der Rippengürtel sollte solange getragen werden wie er das Atmen erleichtert, aber nicht länger. Eine ergänzende Atemtherapie bei einer Physiotherapeutin hilft eine ungenügende Belüftung der Lunge und eine schlimmstenfalls damit einhergehende Lungenentzündung vorzubeugen.

Nach 3-4 Wochen sind die Knochenenden soweit zusammengewachsen, dass die Schmerzen stark abnehmen oder verschwinden sollten. Spätestens dann wird der Rippengürtel nicht mehr gebraucht.

Rippengürtel auch in der Nacht an lassen?

Beim Hinlegen können sich die Beschwerden bei Rippenbruch verändern. Ob man den Rippengürtel auch in der Nacht braucht, ist also individuell. Häufig genügt es, sich zum Schlafen seitlich auf die unverletzte Seite zu legen und den Körper mit einem Kissen zu stabilisieren. Sollten die Beschwerden dennoch nach einem Rippengürtel verlangen, muss darauf geachtet werden, dass Atmung und Kreislauf uneingeschränkt bleiben. Es ist deshalb empfehlenswert, den Rippengürtel für die Nacht etwas zu lockern.

Rippengürtel Modelle
Rippengürtel gibt es in vielen Ausführungen: Anatomisch geformt für Damen und Herren, elastisch oder unelastisch.

Nicht auf Medikamente verzichten

Ein Rippengürtel lindert die Beschwerden. Dennoch müssen die vor Arzt verordneten Medikamente weiterhin wie verordnet eingenommen werden. Die Schmerzmittel lindern die Beschwerden um das Atmen und Husten zu erleichtern. So wird die Schonatmung auf das nötige Minimum reduziert.

Je nach Erkrankungen und Allgemeinzustand des Patienten können ausserdem schleimlösende Medikamente verschrieben werden, die das Abhusten erleichtern. Bei Patienten mit einem Reizhusten wird dieser mit einem reizunterdrückenden Medikament behandelt.

Was tun wenn die Kniebandage rutscht?

Eine Kniebandage soll im Alltag und beim Sport sicher am Bein halten. Damit sie beim Treppensteigen, Rennen oder Hinknien nicht verrutscht, ist nicht nur die richtige Grösse entscheidend. Auch die Wahl des richtigen Modells verbessert den Tragekomfort. Seitliche Federstäbe, eine Patellapelotte oder sogar eine haftende Silikonbeschichtung sorgen für sicheren Halt ohne Rutschen.

Kniebandagen mit perfektem Sitz für den Sport

Grösse der Bandage überprüfen

Medizinische Kniebandagen haben immer eine Grössentabelle, die auch auf der Verpackung aufgedruckt ist. Wenn eine Bandage rutscht muss man überprüfen ob die Grösse korrekt gewählt ist. Es lohnt sich nachzumessen, denn die Beinumfänge können sich durch Training, Gewichtszu- oder Abnahmen verändern.

Hinweis: Eine Bandage die rutscht muss nicht unbedingt zu gross sein. Auch zu kleine Bandagen oder nicht den Bedürfnissen angepasste Modelle können runterrutschen.

Kniebandagen die nicht rutschen

Ob eine Kniebandage rutscht ist auch von individuellen Faktoren wie der Hautbeschaffenheit, der Beinform und der Festigkeit des Gewebes abhängig. Es gibt dennoch einige Eigenschaften, auf die man beim Kauf einer Bandage achten sollte, damit sie möglichst nicht rutscht.

  • Hochwertige Bandagen mit 3D-Gestrick: Die meisten Bandagen sind gestrickt. Während einfache Modelle meist ein flaches, wenig flexibles Gestrick haben, sind hochwertige Bandagen nach einem 3D- Strickverfahren hergestellt. Es macht die Bandage dehnbar und anpassungsfähig, sodass sie sicher sitzt.
  • Seitliche Federstäbe: Seitliche Stäbe in der Bandage verbessern nicht nur das Sicherheitsgefühl, sondern geben der Bandage auch Halt. Die Stäbe helfen Falten vorzubeugen und sorgen für einen korrekten Sitz.
  • Ringpelotte: Die Ringpolster rund um die Kniescheibe dienen in erster Linie der Schmerzlinderung und Führung der Kniescheibe. Als positiven Nebeneffekt, verbessern sie aber auch den Halt der Bandage. Wer eine Bandage sucht die nicht rutscht, sollte also ein Modell mit Ringpelotte wählen.

Kniebandagen mit Haftrand

Das Bein hat eine konische Form, was das Herunterrutschen von Kniebandagen begünstigt. Die sicherste Lösung ist deshalb eine Bandage mit Silikonhaftrand oder Silikonbeschichtung. Das antiallergene Material haftet zuverlässig auf der Haut, ohne zu kleben. Die Auswahl an Kniebandagen mit Haftrand ist vielfältig.

Select StabiloGen Kniebandage

Die hochwertige Select Kniebandage von Bort ist aus weichen, klimaregulierenden Breeze Fasern gefertigt. Das Dynamic-Flex Funktionsgestrick passt sich gut ans Bein an und entlastet die Kniekehle mit einer sanften Relax-Zone.

Die Kompressionswirkung des Gestricks, die Ringpelotte um die Kniescheibe und leichte seitliche Federstäbe sorgen für eine gute Wirkung bei Knieschmerzen, Arthrose oder nach Meniskusverletzungen.

Damit die Bandage nicht rutscht, sind silikonisierte Fäden im oberen Bereich der Bandage eingestrickt. Sie sind kaum zu spüren und bieten dennoch eine gute Haftung.

Sports Knee Support by Bauerfeind

Die Sports Knee Support wurde speziell für die Anwendung beim Sport entwickelt. Sie hat ein weitmaschiges Gestrick, das sich nicht nur exakt ans Bein anschmiegt, sondern auch ein frisches, luftiges Tragegefühl bietet. Extra flache, flexible Stäbe garantieren eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit beim Sport.

Sports Knee Support von Bauerfeind beim Basketball
Die Bauerfeind Sports Knee Support macht dank unterschiedlichen Gestrick-Zonen jede Bewegung mit.
Sports Knee Support von Bauerfeind beim Tennis
Innenseitige Silikon-Prints sorgen dabei für perfekten Halt, ohne die Haut zu reizen.

Rund um die Kniescheibe wird das Gelenk von der Omega-Pelotte unterstützt. Sie entlastet die Menisken mit seitlichen Flügeln und Drucknoppen im Bereich des Hoffa-Fettkörpers.

Um ein Herunterrutschen der Kniebandage beim Sport zu verhindern, ist die Sports Knee Support seitlich entlang der Federstäbe und am Oberschenkel über dem Knie mit durchgehenden Silikonstreifen ausgestattet.

StabiloGen Eco mit Haftband

Die StabiloGen Eco Kniebandage hilft mit ihrer Kompressionswirkung und der Pelotte rund um die Kniescheibe gegen Schwellungen und Schmerzen.

Damit sie sicher am Bein hält, ist sie mit einem Silikonhaftband versehen. Das Haftband bietet zwei Vorteile. Einerseits liegt es flach am Bein, was das Einrollen des oberen Bandagenrands vorbeugt. Andererseits ist er auf der Innenseite mit vielen grossen Silikonnoppen ausgestattet, die sicher am Bein haften.

Push med Kniebandage

Die Bandage mit Blattfedern bietet dem Knie eine zuverlässige Unterstützung. Sie reduziert seitliche Bewegungen mit ihren Blattfedern, während das Beugen und Strecken des Knies uneingeschränkt möglich bleibt. Gurten am Oberschenkel und ein Kreuzgurt unterhalb des Knies sorgen für hohe Sicherheit, auch beim Sport.

Push med Kniebandage
Die Push med Kniebandage sorgt alleine durch ihre Bauform für einen sicheren Sitz. Innenseiteige Silikonbereiche verbessern den Halt zusätzlich.

Gefertigt ist die Bandage aus feinstem Sympress-Mikrofasergewebe. Es ist atmungsaktiv und schnell trocknend.

Halt bekommt die Push med Kniebandage nicht nur von den Gurten am Oberschenkel, sondern auch von schmalen Silikonstreifen auf der Innenseite der Bandage.

Die schweizweit grösst Auswahl an Kniebandgen mit Haftband finden Sie im Bandagenshop.ch.

Rückenbandagen gegen Rückenschmerzen

84% der Personen die eine Rückenbandage tragen geben an, dass sie damit weniger Rückenschmerzen haben. Die Wirksamkeit von Rückenbandagen ist also sehr hoch, insbesondere wenn man ein geeignetes Modell wählt, das der Indikation entspricht.

Bandagen gegen Rückenschmerzen

Was bringt eine Rückenbandage?

Eine Rückenbandage lindert Schmerzen und das nachweislich. So geben etwa 65% der Anwender an, dass sie die Einnahme von Medikamenten reduzieren konnten. 89% geben an, dank Rückenbandage wieder eine bessere Lebensqualität zu haben. Diese guten Leistungen bringen Bandagen nicht nur bei spezifischen, sondern auch bei unspezifischen Rückenschmerzen, also dort wo der Arzt keine eindeutige Ursache finden kann.

So wirkt eine Rückenbandage
Quelle www.eurocom-info.de

Bandagen für einen gesunden Rücken

Rückenschmerzen sind meist ein Teufelskreis aus Schmerzen-Schonhaltung-weniger Mobilität-Schmerzen. Rückenbandagen durchbrechen diesen Kreislauf. 72% der Befragten in einer Studie (1) gaben an, dass ihre Rückenbandage ihnen zu mehr Mobilität verhalf. Mehr Mobilität ist der erste Schritt hin zu einem gesunden Rücken, denn Bewegung stärkt die Haltemuskulatur. Die veraltete Vorstellung, dass Bandagen die Muskeln erschlaffen lassen, ist nachweislich falsch. Bandagen tragen zu einem gesunden Rücken bei.

Rückenbandagen für Alltag und Arbeit

Rückenbandagen stützen den Rücken mit ihrer Kompressionswirkung, ohne die Beweglichkeit einzuschränken. Allfällige Stäbe sind flexibel und dienen lediglich der Passform und dem sicheren Sitz der Bandage. Um das Kreuz optimal zu behandeln, sind die meisten Rückenbandagen mit einer Pelotte ausgestattet. Das Massagepolster liegt im Kreuz, um die Kompressionswirkung der Bandage auf diesen eingewölbten Teil des Rückens (Lordose) zu übertragen und so die Rückenschmerzen gezielt anzugehen.

Beim Kauf einer Rückenbandage lohnt es sich, ein hochwertiges Modell zu wählen, denn gemäss Umfrage werden Rückenbandagen durchschnittlich während 10,3 Stunden pro Tag getragen. Folgende Modelle bieten nicht nur eine gute Wirkung, sondern auch einen hohen Tragekomfort.

Vertebradyn Supreme Senso

Die Sporlastic Rückenbandage überzeugt mit einem hochwertigen, anatomisch geformten Gestrick. Sie passt sich insbesondere an der Hüft exakt an den Körper an, damit man sich frei bewegen kann.

Vertebradyn Spureme Senso Rückenbandage Detail
Vertebradyn Spureme Senso Rückenbandage

Im Kreuzbereich sorgt die Air-Matrix Pelotte mit ihren vielen Noppen für eine anregende Massagewirkung. Dank perforiertem Material ist die Pelotte atmungsaktiv, sodass man damit nicht ins Schwitzen kommt.

Zusammen mit der Vertebradyn Supreme Senso Rückenbandage wird eine QR-Code Karte geliefert. Scannt man den Code mit dem eigenen Smartphone, wird man direkt zu den Sporlastic Übungsvideos geleitet. Sie zeigen, wie man den Rücken dehnt, mobilisiert und trainiert, damit man bald wieder schmerzfrei ist.

Bort Select LWS Premium Bandage

Die Premium Rückenbandage von Bort bietet ein hohes Sicherheitsgefühl durch die Kombination von Stäben und Y-Zügeln. Die drei Stäbe entlasten den Rücken, ohne die Bewegungsfreiheit zu sehr einzuschränken. Den Stabilisierungsgrad kann man dank den beiden Y-Zügeln individuell anpassen. Sie sind im Bereich der Wirbelsäule an der Bandage angebracht und verlaufen um den Rumpf nach vorne. Die unelastischen Bänder können mit dem gewünschten Zug verschlossen werden, sodass die Unterstützung leichter oder fester ist.

Bort Select LWS Premium Bandage
Bort Select LWS Premium Bandage

Damit das Anziehen bei dieser Bandage einfach und mit geringem Kraftaufwand gelingt, ist sie mit ergonomischen Griffschlaufen ausgestattet. Beim Tragen sorgen ultraweiche Timbrell care Fasern für besten Komfort.

Selbstverständlich ist die Bort Select Rückenbandage mit einer massierenden Pelotte ausgestattet.

LumboTrain Rückenbandage

Die LumboTrain Rückenbandage von Bauerfeind ist in einer Damen- und einer Herrenvariante erhältlich. Bei beiden Varianten sorgt das moderne Train-Gestrick für einen guten Sitz der Bandage.

LumboTrain Rückenbandage mit Pelotte
LumboTrain Rückenbandage

Schmerzen lindert die LumboTrain mit ihrer Massagepelotte. Die viskoelastische Pelotte ist mit einer festen Einlage verstärkt, um die massierenden Noppen exakt in der richtigen Position zu halten. Sie erzeugen bei jeder Bewegung eine angenehme Mikromassage, die Schmerzen lindert und die Durchblutung steigert.

Thermogürtel für den Rücken

Die Rückenbandage von Cizeta unterstützt den Rücken mit vier flexiblen Stäben. Ein zusätzlicher Zuggurt erhöht die entlastende Wirkung punktuell. Da der Zuggurt in der Höhe frei positioniert werden kann, entfaltet er seine Stützwirkung genau dort wo sie gebraucht wird.

Im hinteren Bereich der Bandage sind zudem zwei Taschen eingearbeitet. Hier werden bei Bedarf die mitgelieferten Thermobeutel eingelegt. Sie lassen sich in einem Wasserbad oder der Mikrowelle erwärmen, um etwa Verspannungen zu lockern. Um Schmerzen bei Entzündungen zu lindern, werden die Thermobeutel vorgängig im Kühlschrank gekühlt.

Rückenbandagen für den Sport

Rückenschmerzen sind häufig ein Zeichen einer muskulären Dysbalance oder eines ungesunden, bewegungsarmen Lebensstils. Mit Bewegung und Sport kann man die Beschwerden langfristig in den Griff bekommen. Um eine gesunde Haltung beim Training zu begünstigen und den Rücken zu unterstützen, eignen sich folgende Rückenbandagen.

Sports Back Support

Die Back Support Bandage von Bauerfeind ist aus einem weitmaschigen Material gefertigt, das mit seiner netzartigen Struktur übermässiges Schwitzen verhindert. Vier flexible Stäbe sorgen dafür, dass die Bandage sicher sitzt und ihre volle Wirkung entfalten kann. Eine flache Verarbeitung garantiert eine komfortable Anwendung während dem Sport. Auch im Bereich der Verschlussplatten trägt die Bandage nicht auf und passt problemlos unter die normale Sportkleidung.

Sports Back Support Rückenbandage
Sports Back Support Rückenbandage

Das Kreuz wird von der Sports Back Support Bandage mit einer grossflächigen Pelotte unterstützt. Das viskoelastische Polster hat grosse Noppen, um die Mikrozirkulation anzuregen und die Sensomotorik zu verbessern.

BackSkin Rückenbandage

Die BackSkin Rückenbandage von BioSkin ist aus einem mehrschichtigen Ultima Laminat gefertigt, dessen Kern aus festem Polyurethan besteht. Das verleiht der Bandage eine hohe Stabilität bei sehr dünnem Material. Dank abnehmbarem Band, kann der Stabilisierungsgrad der BackSkin Bandage individuell angepasst werden. Was mit und ohne Band garantiert ist, ist die hohe Bewegungsfreiheit.

Was sonst noch gegen Rückenschmerzen hilft

Eine Rückenbandage hilft schnell gegen Rückenschmerzen und steigert die Mobilität. Um den Rücken langfristig vor Beschwerden zu schützen, können folgende Tipps helfen.

  • Lassen Sie sich bei anhaltenden Rückenschmerzen vom Arzt untersuchen.
  • Achten Sie auf eine ergonomische Haltung bei Sitzen und bewegen Sie sich dazwischen immer wieder (dynamisches Sitzen). Ein Sitzkissen kann Sie dabei unterstützen.
  • Stellen Sie den Autositz richtig ein und machen Sie auf längeren Fahrten immer wieder Bewegungspausen.
  • Bewegen Sie sich täglich.
  • Trainieren Sie die Rumpfmuskulatur gezielt. Allenfalls mit Unterstützung eines Physiotherapeuten.

Quelle:
  1. Eurocom e-V., Ergebnisse der repräsentativen Umfrage des Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag von eurocom e.V., Rückenbandagen und Rückenorthesen: Weniger Schmerz, mehr Mobilität

Bandagen für Fussballer

Verletzungsrisiko beim Fussball

Jedes Jahr verletzen sind 45‘000 Personen auf dem Fussballplatz. Am häufigsten sind Verletzungen der Aussenbänder am Sprunggelenk und der Innenbänder am Knie. Während Profispieler häufig operiert werden, wird bei Freizeitsportlern eine konservative Therapie vorgezogen. Mit einer Bandage oder Orthese wird das Gelenk stabilisiert, sodass es in Ruhe heilen kann.

Sprunggelenk und Knie beim Fussball stark belastet

Fussballer haben ein stark erhöhtes Risiko für Sprunggelenk- und Knieverletzungen. Daran schuld ist nicht nur das Foul des Gegners beim Grätschen, sondern auch die hohe Belastung der Gelenke beim Laufen. Da Fussballer nicht wie ein Jogger konstant laufen, sondern viele schnelle Richtungswechsel und Stop-and-Go-Bewegungen vollziehen, sind die Gelenke ungleich stärker belastet. Auch Stollenschuhe die auf dem Boden einen starken Halt bieten und das Weggleiten verhindern, erhöhen das Verletzungsrisiko.

Bänderverletzungen im Sprunggelenk

Drei Bänder auf der Aussenseite des Fusses stabilisieren das obere Sprunggelenk und beschränken die Beweglichkeit auf das physiologische Ausmass. Bei einem Misstritt (OSG Distorsion), also beim seitlichen Einknicken, werden diese Bänder überdehnt. Das kann zu verschiedenen Verletzungen führen:

  • Grad I: Die Bänder wurden zwar überdehnt, sind aber noch intakt und das Sprunggelenk stabil. Man spricht von einer Bänderzerrung oder Verstauchung.
  • Grad II: Höchstens zwei Bänder sind teilweise angerissen, was das Gelenk leicht instabil macht.
  • Grad III: Ein oder zwei Bänder sind vollständig durchtrennt, was eine ernsthafte Instabilität zur Folge hat.
  • Grad IV: Alle Bänder des oberen Sprunggelenks sind vollständig gerissen, sodass der Fuss eine Fehlstellung aufweist und stark instabil ist.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei Sportverletzungen wird heute eine konservative Therapie angestrebt, also eine Behandlung ohne Operation. Operiert wird meist nur noch bei Fussballprofis, oder wenn das Gelenk durch die konservative Therapie nicht wieder stabil wird. Die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden und dem Schweregrad der Verletzung.

Sports Ankle Support
Die Sports Ankle Support versorgt das Sprunggelenk mit anregender Kompression und stabilisiert dank Zuggurtung.
MalleoTrain S
Dank 3D-Gestrick sorgt die MalleoTrain S für Frische & Komfort am Fuss, das Gelenk wird sicher vor Verletzungen geschützt.

Bänderzerrungen lassen sich mit einer Bandage mit Zuggurt behandeln. Der Zuggurt wird in Form einer Acht um das Sprunggelenk gewickelt, um die Stabilität im Sprunggelenk zu erhöhen. Dadurch soll vor allem ein weiterer Misstritt vermieden werden, damit die Bänder Ruhe erhalten und regenerieren können.

Bei angerissenen oder gerissenen Bändern wird eine Orthese eingesetzt, die seitliche Umknickbewegungen im Sprunggelenk absolut sicher verhindert. Die Abrollbewegung im Fuss ist dadurch nicht eingeschränkt. Man kann also normal gehen, was für die Gesundheit des Gelenks ein grosser Vorteil ist.

Malleodyn S3
Die Malleodyn S3 garantiert maximale Stabilität und lässt sich stufenweise dem Heilungsverlauf anpassen.
Swede-O-Universal Sprunggelenkorthese
Die kompakte Schnürorthese Swede-O-Universal ist im Fussball besonders beliebt.

Nur wenn Bänder zusammen mit einem Teil des Knochens ausreissen, oder alle Bänder gleichzeitig reissen, wird bei nicht professionellen Fussballspielern eine Operation notwendig.

Bänderzerrung oder Riss am Knie

Das Knie wird seitlich von den Innen- und Aussenbändern gestützt, um ein Aufklappen des Gelenks zu verhindern. Im Innern des Gelenks befinden sich die zwei Kreuzbänder, die das Weggleiten des Oberschenkels nach vorne oder hinten verhindern.

Bei Fussballspielern wird häufig das innere Seitenband verletzt. Die Ursache dafür kann ein Foul des Gegeners sein, der häufigste Grund ist aber, dass der Fuss hängen bleibt, z.B. weil die Stollen zu stark einstecken, und der Unterschenkel bei (nahezu) gestrecktem Knie verdreht wird.

In leichten Fällen ist das Band nur überdehnt, häufiger ist aber angerissen, oder vollständig gerissen.

Sports Knee Support
Die Funktionsbandage Sports Knee Support gibt Sicherheit und lindert Beschwerden.
Push med Kniebandage
Die Push med Kniebandage sorgt dank Blattfedern für perfekte Stabilität, die Bewegungsfreiheit bleibt erhalten.

Damit die Seitenband-Zerrung heilen kann, wird das Knie im Alltag möglichst wenig beansprucht, Sport ist für die nächsten 4-6 Wochen tabu. Eine Kniebandage unterstützt die neuromuskuläre Stabilisierung des Gelenks, um Fehlbelastungen zu vermeiden.

Ist das Band angerissen (Seitenbandriss am Knie), oder vollständig gerissen, ist auch hier die konservative Therapie die erste Wahl. Eine Knieschiene stabilisiert das Gelenk zuverlässig, Fehlbelastungen und Rotationsbewegungen sind ausgeschlossen. Sie verhindert alle unnatürlichen Bewegungen im Knie, sodass das Gelenk nur noch gebeugt und gestreckt werden kann. Bei vielen Orthesen lässt sich auch diese Bewegung bei Bedarf einschränken.

Nur wenn das Knie nach der konservativen Therapie weiterhin instabil ist, also sich seitlich aufklappen lässt, ist eine Operation notwendig.

Unhappy Triad

Im unglücklichsten Fall führt das Verdrehen des Knies zu einer Kombinationsverletzung von Innenband, Kreuzband und Meniskus, der sogenannten „Unhappy Triad“. Diese Kombination sorgt einerseits für Schmerzen, andererseits ist die Stabilität des Gelenks stark vermindert, sodass hier eine Operation notwendig ist.

Zurück auf den Platz

Während eine Verletzung am Knie oder Sprunggelenk für manche Profifussballer das Karriereende bedeuten, können die meisten Freizeitspieler nach einer Pause wieder zurück auf den Platz. Entscheidend ist, dass das betroffene Gelenk stabil ist, bevor man wieder mit dem Training anfängt.

Die nötige Stabilität wird durch den gezielten Kraftaufbau erreicht. Zu Beginn wird das Training von einem Physiotherapeuten angeleitet, später darf und soll man zu Hause selber trainieren.

Erneute Verletzungen vorbeugen

Nach einer Verletzung das erste Mal wieder auf dem Platz zu stehen ist ein ganz besonderer Moment. Neben der grossen Freude, schwing meist auch ein bisschen Angst vor einer erneuten Verletzung oder dem „Versagen“ des Gelenks mit. Das Vertrauen in das Gelenk ist noch nicht wieder hergestellt.

Eine Bandage kann in dieser Situation helfen, die nötige Sicherheit zurückzugewinnen.

Bandage vs. Tape

Viele Fussballer haben in ihrer Sporttasche immer eine Rolle Tape dabei. Das kann vorbeugend und vielseitig eingesetzt werden, hat allerdings nur eine beschränkte Wirkung.

Bandagen hingegen sind hochentwickelte medizinische Produkte, deren Wirksamkeit immer wieder wissenschaftlich überprüft wird. Entsprechend effektiv unterstützen sie die Gelenke und sorgen für die nötige neuromuskuläre Stabilisierung des Gelenks.

Während Tapes mit einem günstigen Preis überzeugen, bieten Bandagen eine einfachere, saubere Anwendung und sind wiederverwendbar.

Bandage bei Humerusfraktur

Humerusfraktur

Der Humerus, also der Oberarmknochen, ist recht exponiert und deshalb häufig von Brüchen betroffen. Glücklicherweise ist nur selten eine Operation notwendig und die Prognosen für eine vollständige Heilung sind sehr gut.

Verschiedene Brüche im Bereich des Humerus

Der Oberarmknochen kann an verschiedenen Stellen brechen. Man unterscheidet:

  • Humeruskopffraktur (proximale Humerusfraktur): Das kugelförmige obere Ende des Oberarmknochens liegt in der Schulterpfanne. Bricht es, können auch Nerven und Weichteile im Bereich des Schultergelenks in Mitleidenschaft gezogen werden. Humeruskopffrakturen treten häufig bei älteren Menschen auf, insbesondere wenn sie an Osteoporose leiden.
  • Humerusschaftfraktur: Gerade bei Kindern bricht der Oberarmknochen häufig im mittleren Drittel. Aber auch an den oberen und unteren Enden des Schafts sind Brüche möglich.
  • Distale Humerusfraktur: Bricht der Oberarmknochen an seinem unteren Ende, kann es sich um eine eigentliche Gelenkfraktur handeln, bei der die Gelenksfläche beteiligt ist. Oder aber, es sind die seitlichen Fortsätze (Epikondylen) betroffen.
Humeruskopf-Fraktur
Humeruskopf-Fraktur
Humerusschaft-Fraktur
Humerusschaft-Fraktur

Ursachen für einen Oberarmbruch

Der Oberarmknochen bricht bei einer direkten Gewalteinwirkung, also bei einem Schlag auf den Arm, wie er z.B. bei Autounfällen, Arbeitsunfällen oder Stürzen aus grösserer Höhe (Leitersturz, Reitunfälle). Ein weiterer häufiger Unfallhergang ist der Sturz auf den ausgestreckten Arm oder Ellenbogen. Die indirekte Gewalteinwirkung kann insbesondere bei älteren Personen zu einer Humerusfraktur führen.

Operation in 80% der Fälle nicht nötig

80% der Oberarmbrüche werden konservativ behandelt und der Erfolg der Therapie durch regelmässige Röntgen-Kontrollen überprüft. Nötig ist ein operativer Eingriff nur in folgenden Fällen:

  • Ein oder mehrere Knochenstücke sind um mehr als 5mm verschoben.
  • Der Hals des Humeruskopfs ist abgeknickt.
  • Frakturfragmente klemmen Weichteile ein.

Ruhigstellen mit einer Armschlinge

Bei der Wahl der Armschlinge sollte auf eine ausreichende Stützwirkung geachtet werden. Die klassischen Mitellaschlingen bieten bei einem Oberarmbruch nicht ausreichend Stabilität.

OmoLoc Schulterorthese
OmoLoc Schulter-Orthese von Bauerfeind

Eine hochwertige Armschlinge hingegen stützt den Unterarm und den unteren Teil des Oberarms. Der Unterarm ist gegenüber dem Oberarm 90° gebeugt und vor dem Rumpf gelagert. Das schränkt die Bewegungsfreiheit des Oberarms und der Schulter stark ein. Armschlingen mit zusätzlichem Taillengurt bieten noch mehr Sicherheit, weil Rotationsbewegungen ebenfalls verhindert werden.

Gilchrist-Bandage bei Humerusfraktur

Der vom Arzt Thomas Gilchrist erfundene Verband immobilisiert Schulter und Oberarm durch verschiedene Schlaufen die um Unterarm und Oberarm geführt werden. Um Patienten das lästige Anlegen von Verbänden zu ersparen, werden heute zahlreiche Bandagen nach der Idee des Gilchrist-Verbands angeboten. Sie sind einfach anzuziehen und halten den gebrochenen Arm zuverlässig in seiner Position.

OmoBasic Arm-Schulter-Bandage

Die weich gepolsterten Gurten der OmoBasic Bandage liegen angenehm am Körper und bieten im Alltag einen hohen Tragekomfort. Klettverschlüsse erlauben eine stufenlose Anpassung an die eigene Körpergrösse. Die gute Stabilität der OmoBasic Arm-Schulter-Bandage wird durch die Kombination von drei Funktionselementen gewährleistet. Der Armtragegurt stützt den Unterarm im Bereich des Handgelenks und Ellenbogens. Ein Steg verbindet die beiden Schlaufen sicher. Der optional erhältliche Thoraxgurt wird rund um den Brustkorb und den betroffenen Oberarm getragen und ist bei einer Humerusfraktur unverzichtbar.

OmoLoc Schulterorthese

Die Schulterorthese von Bauerfeind wird um den Rumpf getragen und ist mit drei Halteschlaufen ausgestattet. Die Schlaufen um Oberarm und Unterarm geben einen sicheren Halt. Eine weitere Schlaufe um das Handgelenk ist zusätzlich mit einer Handauflage für mehr Komfort ausgestattet.

Da der Arm am Rumpf fixiert ist und auf einen Schultergurt verzichtet wird, werden die gesunde Seite und der obere Rücken nicht belastet.

Kinderbandage OmoBasic nah Gilchrist

Oberarmfrakturen sind bei Kindern eine relativ häufige Bruchart. Die OmoBasic Bandage nach Gilchrist ist so gestaltet, dass sie auch bei aktiven Kindern eine gute Stabilität bietet. Dafür sorgen unter anderem die Handschlaufe und die Aussparung am Ellenbogen, die ein Herausrutschen des Arms aus der Bandage verhindert.

Früh mit Physiotherapie und Übungen beginnen

Eine zu lange Ruhigstellung hat immer den Nachteil, das die Beweglichkeit der Gelenke und die Kraft der Muskeln abnehmen. Heute weiss man, dass eine frühe Mobilisation bei einer Humerusfraktur diese negativen Folgen deutlich reduziert.

Bereits nach der ersten Röntgen-Kontrolle in der 1.Woche nach dem Armbruch darf deshalb mit der Physiotherapie begonnen werden. Zuerst sind es einfach Pendelübungen, passive Bewegungen und isometrische Kräftigungsübungen, die den Arm in der Bandage sanft trainieren.

Später darf der Armtragegurt zeitweise abgelegt werden, sodass der Bewegungsumfang bei den passiven Übungen grösser wird.

Ab der 6.Woche nach der Humerusfraktur darf nach Anleitung der Physiotherapie mit aktiven Übungen begonnen werden. Sobald das Röntgenbild keinen Bruch mehr zeigt, darf auch mit leichten Wiederständen wie z.B. Gummibändern trainiert werden.


Die passenden Fitness-Hilfsmittel finden Sie im Shop

Sissel Seilzug-Set zur Schultermobilisation
Mit dem Sissel Seilzug-Set mobilisieren Sie die Schulter ohne Belastung (passiv)
Body-Band elastische Bänder Fitness
Mit den Body-Band Fitnessbänder können Sie leichte Kraftübungen durchführen
Fit Tube mit Griffen
Die Fit-Tubes ermöglichen den gezielten Kraftaufbau nach Frakturheilung

Schlafen mit Bandage

Auch in der Nacht muss die Behandlung mit der Bandage oder dem Armtragegurt fortgesetzt werden. In einer halbliegenden Position, mit einem Polster unter dem Arm, ist ein ausreichender Schutz gewährleistet und auch ein einigermassen erholsamer Schlaf sollte möglich sein.

Zu Hause trainieren

Fitness zu Hause

Egal ob es wegen geschlossener Fitnessstudios ist, oder weil man sich die Anfahrt zum nächsten Gym sparen möchte – zu Hause trainieren liegt im Trend! Das wichtigste Mittel für das Krafttraining ist dabei das eigene Körpergewicht. Sperrige Geräte, schwere Hanteln und teure Laufbänder braucht es dazu nicht. Einige einfache Hilfsmittel machen das Training in den eigenen vier Wänden aber angenehmer und effektiver.

Krafttraining zu Hause

Die meisten Muskeln lassen sich mit dem eigenen Körpergewicht trainieren. Liegestützen, Kniebeugen, Rumpfbeugen oder Dips benötigen keine Trainingsgeräte.

Empfehlenswert ist jedoch eine gute Matte, die Schläge dämpft und einen komfortablen Untergrund bietet während dem Training und beim Dehnen danach. Geeignet ist z.B. die griffige NBR Fitnessmatte von Deuser. Sie macht sitzende oder kniende Übungen angenehmer und ist dennoch platzsparend, sodass sie nach dem Training mühelos im Schrank verschwindet.

Liegestützen
Liegestützen kräftigen Arme, Brust und Rumpf. Sie lassen sich immer und überall ohne Hilfsmittel durchführen.
Kniebeugen
Auch Kniebeugen gehören zu den top Übungen für zu Hause. Trainiert werden Beine und Rücken.

Wer auch die Armmuskulatur, allen voran den Bizeps, zu Hause richtig trainieren möchte, sollte über die Anschaffung eines Fitnessbands nachdenken. Es ersetzt bei den Curls die Hantel und ist mindestens so effektiv. Da die benötigte Kraft mit stärker gedehntem Band zunimmt, wird der Muskel auch im letzten Teil der Bewegung trainiert. Der Wiederstand lässt sich bei jeder Übung individuell anpassen, indem man das Bandstück zwischen Fuss und Hand kürzer oder länger hält.

Fitnessbänder finden Sie bei Bandagenshop in verschiedenen Ausführungen. Wählen Sie aus breiten Thera-Bändern oder Tubes mit praktischem Griff.

Pilates oder Yoga gehen auch im Wohnzimmer

Yoga ist das perfekte Rundum-Training. Es trainiert Kraft, Herz-Kreislauf, Beweglichkeit und Gleichgewicht. Und das Beste ist, ausser einer Matte braucht man dazu absolut keine Ausrüstung.

Pilates
Pilates eignet sich perfekt als Training zu Hause. Ein Pilates-Circle intensiviert das Training, ist aber nicht zwingend nötig.
Yoga
Yoga erfreut sich grosser Beliebtheit. Kein Wunder, es trainiert den Kreislauf, Kraft und Balance.

Yoga-Matten sind dünner als Fitnessmatten, damit man darauf mühelos die Balance halten kann. Das Material ist rutschfest und verzugsarm, um auch bei Übungen mit hoher Körperspannung sicheren Halt zu bieten.

Pilates ist ein Training das den ganzen Körper trainiert, den Fokus aber auf die Rumpfmuskulatur legt. Auch hier wird auf einer Yoga-Matte trainiert. Wer mehr aus dem Pilates Workout herausholen will, trainiert mit dem Pilates Circle oder Pilates Core Trainer. Beide sind speziell aufs Pilates abgestimmte Trainingsgeräte für das Training zu Hause.

Das Gleichgewicht nicht vergessen

Die Balance ist ein wichtiger Aspekt der persönlichen Fitness. Ein gutes Gleichgewicht ist im Alltag und beim Sport von entscheidendem Vorteil. Es verhindert Stürze und verbessert die Performance beim Sport. Dabei geht oft vergessen, dass ein gutes Gleichgewicht keine Glücksache ist, sondern wie auch Kraft und Ausdauer aktiv trainiert werden muss.

Balance mit Kissen trainieren
Ein Balance-Kissen lässt sich sehr vielfälltig in ein Training integrieren.
Balance-Board
Interessant werden leichte Kraftübungen auf einem Balance-Board!

Am effektivsten sind Gleichgewichtsübungen wenn sie auf einem Balancekissen oder Balance Board durchgeführt werden. Dabei gehen die Möglichkeiten dieser Balancetrainer weit über das balancieren auf einem Bein hinaus. Sie lassen sich ins Krafttraining integrieren, was auch die muskuläre Stabilisierung der Gelenke nachhaltig fördern. Besonders viel Spass macht das Training mit dem Togu Jumper mit Trampolin-Effekt.

Matten, Fitnessbänder, Pilates Trainer und Balancekissen fürs Training zu Hause finden Sie bei Bandagenshop.ch.

Fussschmerzen beim Sport

Schmerzende Füsse beim Sport können jeden treffen, auch den besttrainierten Athleten. Schuld daran sind meist die Überbelastung einer Sehne oder erworbene Fussfehlstellungen wie Hallux valgus oder Spreizfuss. Schnelle Linderung bringen Schuheinlagen oder Bandagen. Langfristig sind ein gut strukturiertes Training, die richtige Sportausrüstung und regelmässiges Dehnen unumgänglich, um erneute Fussschmerzen beim Sport vorzubeugen.

Fussschmerzen beim Sport

Überbelastung als häufige Ursache für Fussschmerzen

Schmerzen die Füsse beim Sport, ist meist eine Überbelastung der Grund dafür. Dem Körper wird zu schnell zu viel zugemutet, sodass gewisse Strukturen überlastet werden. Anders als die Muskeln bauen Sehnen und Bänder ihre Belastbarkeit nämlich nur sehr langsam auf. Im Fussbereich finden sich viele solcher passiven Strukturen, die beim Sport überlastet werden können.

Schmerzen hinten am Fuss – Achillessehnenentzündung

Auf der Rückseite des Fusses setzt die Achillessehne am Fersenbein an und verläuft in einer geraden Linie bis zur Wadenmuskulatur. Typisch bei einer Reizung der Achillessehnen sind Belastungs- und Druckschmerzen einige Zentimeter oberhalb des Fersenbeins. Hier ist die Achillessehne am dünnsten und anfälligsten auf Reizungen durch Überbelastung. Sportschuhe die an dieser Stelle drücken, können die Beschwerden noch verstärken, sind aber nicht die Ursache dafür. Mehr dazu finden Sie im Beitrag Achillessehnenschmerzen behandeln.

Schmerzende Achillessehne beim Sport
Die Achillessehne wird beim Sport extrem belastet. Reizungen sind daher sehr häufig und sollten ernst genommen werden.
Achillessehnenschmerzen
Eine Reizung oder Entzündung der Achillessehne kann Schmerzen im ganzen Rückfuss verursachen.

Schmerzen an der Ferse – Fersensporn

Von den Fersen bis zum Vorfuss spannt sich eine kräftige Sehnenplatte, die Plantarfaszie. Bei hoher Belastung kann sie insbesondere an ihrem Ansatzpunkt am Fersenbein entzünden. Ein stechender Schmerz im Fersenbereich erschwert nicht nur den Sport, sondern auch das Gehen im Alltag. Anders als der Begriff Fersensporn vermuten lässt, bildet sich bei einer Plantarfasziitis nur sehr selten ein verkalkter Sporn im Fersenbereich. Die stechenden Fersenschmerzen kommen meist alleine von der Entzündung.

Fussschmerzen durch Fehlstellungen

Im Alltag tragen wir fast immer Schuhe die vorne zu schmal sind und die Muskulatur schwächen. Die Zehen werden dadurch abgeknickt und die Stabilität des Fussgewölbes beeinträchtigt. Hallux valgus und Spreizfuss sind nur zwei mögliche Folgen davon. Sie sind im Alltag unangenehm bis schmerzhaft, wobei die Beschwerden durch laufintensive Sportarten noch verstärkt werden.

Fehlstellung Hallux Valgus
Eine Fehlstellung führt langfristig zu Beschwerden und sollte behandelt werden.
Fehlstellung behandeln
Häufig reichen bereits einfache Massnahmen, um die Beschwerden zu lindern.

Schmerzen am Fussballen

Der Vorfuss ist wie ein kleines Gewölbe aufgespannt. Nur die Köpfe des ersten und fünften Mittelfussknochens berühren den Boden. Bei einem Spreizfuss flacht dieses Quergewölbe ab, der zweite bis vierte Mittelfussknochen kommt mit dem Boden in Berührung. Diese Druckbelastung kann Schmerzen im Vorfuss verursachen, die beim Sport zunehmen. Mit der Zeit bilden sich Schwielen oder Hornhaut an der belasteten Stelle.

Schmerzende Zehen

Die Zehen werden in Schuhen stark belastet, insbesondere beim Laufen, was mit der Zeit zu Fehlstellungen führen kann. Die häufigste Zehenfehlstellung ist der Hallux valgus. Die Grosszehe ist nach aussen abgeknickt. Der Kopf des dahinterliegenden Mittelfussknochens wird gegen innen weggedrückt und als Ballen an der Fussinnenkante sichtbar.

Eine weitere häufige Fehlstellung ist die Krallenzehe, die vor allem die zweite bis fünfte Zehe betrifft.

Fuss beim Sport entlasten und unterstützen

Schmerzt der Fuss beim Sport, helfen unterstützende Bandagen oder Schuheinlagen die Schmerzen schnell zu lindern. Sie fördern gesunde Bewegungsabläufe und helfen so Über- oder Fehlbelastungen beim Sport vorzubeugen.

Unterstützende Bandagen

Bandagen haben eine propriozeptive Wirkung. Durch ihre Kompression erhöhen sie die Eigenwahrnehmung und verbessern so die unbewusste Kontrolle über die Bewegungsabläufe.

Speziell für die Unterstützung der Achillessehne gibt es Achillessehnenbandagen (z.B. AchilloTrain, AchilloTrain Pro, Select AchilloStabil Plus, Zamst AT-1). Mit Polstern seitlich der Achillessehne führen sie die Sehne sanft und entlasten sie. Die Bandagen lindern Achillessehnenschmerzen, können aber auch zur Rezidivprophylaxe während dem Sport eingesetzt werden.

Für die Unterstützung des Mittelfusses eignet sich die Spiraldynamik USG-Bandage Helix S. Auch viele Sportkompressionssocken haben eine Stützzone im Mittelfussbereich und können die Rezidivprophylaxe unterstützen. Zur Schmerzlinderung eignen sich viskoelastische Schuheinlagen besser.

Entlastende Schuheinlagen

Beim Laufen und Springen werden die Füsse stark beansprucht. Bauerfeind hat deshalb spezielle Schuheinlagen für Sportler entwickelt. Sie führen die Ferse, geben ihr seitlichen Halt und dämpfen. Das Weightflex Modul im Mittelfussbereich stützt das Fussgewölbe um Überbelastungen vorzugeugen.

Es stehen drei verschiedene Varianten der Bauerfeind Sports Insole zur Verfügung, die an jeweils unterschiedliche Sportarten angepasst sind. Im Zehenbereich sind sie auf die Bedürfnisse der jeweiligen Sportarten abgestimmt, um den Zehen eine optimale Auflage zu bieten.

Für die Schmerzlinderung bei einem Fersensporn eignen sich viskoelastische Schuheinlagen (z.B. ViscoSpot, ViscoPed), die im Alltag getragen werden.

Die richtigen Schuhe

Wer beim Sport unter Fussschmerzen leidet, sollte seine Schuhe überprüfen. Die Schuhe sollten an die jeweilige Sportart angepasst sein und regelmässig gewechselt werden. Laufschuhe zum Beispiel sind bereits nach wenigen hundert Kilometern durchgelaufen. Bei Personen die zweimal die Woche laufen ist das in der Regel nach einer Saison der Fall. Das gilt auch für Tennisschuhe, Fussballschuhe und Co.

Sportschuhe
Die passenden Schuhe sind beim Sport das A und O!
Einlagen
Eine hochwertige Einlage stabilisiert und Stützt den Fuss.

Training fussschonend aufbauen

Fussschmerzen sollen Sie nicht davon abhalten ihre sportlichen Ziele zu erreichen. Wer das Training anpasst kann seine Leistung steigern, ohne die Füsse übermässig zu belasten. So trainieren Sie fussschonend.

  • Pause einlegen: Schmerzt der Fuss beim Sport, ist eine Pause angezeigt. Gereizte Sehnen und Gelenke benötigen Ruhe zum heilen. Erst wenn die Schmerzen abgeklungen sind, sollte man mit dem Training fortfahren und das in einer angepassten Form.
  • Langsam aufbauen: Muskeln lassen sich schnell aufbauen. Wer mit einem neuen Sport beginnt, bemerkt oft schon nach wenigen Wochen einen unterschied, das Training fällt leichter. Anders sieht es bei den Sehnen aus. Ihre Belastbarkeit zu steigern dauert Monate bis Jahre. Die Dauer und Intensität des Trainings sollte deshalb nur langsam gesteigert werden. Weiter gilt, lieber häufig leicht trainieren als einmal die Woche sehr intensiv.
  • Vielseitig trainieren: Ein langsamer Trainingsaufbau heisst nicht, dass Sie nicht schnell besser werden dürfen. Durch ein vielfältiges Training wird die Ausdauer gesteigert, ohne die Füsse zu sehr zu belasten. Wer anstatt drei Joggingrunden pro Woche z.B. einmal joggt, einmal schwimmt und einmal eine Velofahrt unternimmt, kann Herz und Kreislauf ebenso gut trainieren und das ganz ohne Überbelastung der Füsse.
  • Dehnen nicht vergessen: Bei überlastungsbedingten Schmerzen an der Achillessehne oder Ferse ist tägliches Dehnen die beste Vorbeugung. Am effizientesten ist es, mit den Zehen auf der untersten Treppenstufe zu stehen, die Ferse so weit wie möglich abzusenken und in dieser Position einige Sekunden zu verharren oder leicht zu wippen.