Hängen wie unsere Vorfahren: Wie Deadhanging Gelenkschmerzen lindern kann – von Schultern bis zum Becken

Deadhanging

Der Mensch hat sich evolutiv aus Vorfahren entwickelt, die viel Zeit hängend in Bäumen verbrachten – wie Affen. Diese natürliche Bewegung, das passive Hängen (Deadhanging), ist in unserer modernen Lebensweise verloren gegangen. Doch sie könnte ein Schlüssel zu weniger Gelenkschmerzen sein. In diesem Beitrag erklären wir fachlich, wie Deadhanging bei Problemen wie Schulterimpingement, Tennis- oder Golferellenbogen, Rückenschmerzen und Instabilitäten im Beckenbereich (z. B. ISG-Syndrom) helfen kann. Basierend auf medizinischen Erkenntnissen zeigen wir, wie Sie es sicher ausprobieren können, und geben Tipps zu ergänzenden Bandagen.

Was ist Deadhanging und warum hilft es?

Deadhanging bedeutet, passiv an einer Stange oder Reckstange zu hängen, ohne sich hochzuziehen. Der eigene Körpergewicht erzeugt eine sanfte Traktion, die Gelenke entlastet und dekomprimiert. Evolutiv gesehen hingen unsere Vorfahren täglich an Ästen, was Schultern, Wirbelsäule und Becken stärkte und dehnte. In der modernen Medizin wird Deadhanging als einfache, kostenlose Methode zur Prävention und Linderung von Überlastungsschmerzen empfohlen. Es verbessert die Durchblutung, reduziert Druck auf Sehnen und Bänder und fördert die Gelenkmobilität, ohne Belastung.

Vorteile für die Schultern: Gegen Impingement-Syndrom

Deadhang zur Entlastung der Schulter bei Impingement (Dekompression des subakromialen Raums)
Das Schultergelenk wird entlastet, der subakromiale Raum vergrössert und mehr Platz für die Sehnen der Rotatorenmanschette geschafft.

Das Schulterimpingement-Syndrom (Engpass-Syndrom) entsteht durch Reizung der Rotatorenmanschette unter dem Akromion. Deadhanging erweitert den Subacromialraum und entlastet die Sehnen. Eine Studie von Dr. Kirsch zeigte, dass tägliches Hängen bei 90 % der Teilnehmer mit Impingement Schmerzen linderte und Operationen vermied. Die neueste Generation von Untersuchungen bestätigt: Deadhanging erweitert den Gelenksraum und reduziert Entzündungen. Für Betroffene bedeutet das: Weniger Schmerz bei Überkopfbewegungen, z. B. beim Sport oder Alltag.

Vorteile für die Ellbogen: Tennis- und Golferellenbogen lindern

Tennisellenbogen (laterale Epicondylitis) und Golferellenbogen (mediale Epicondylitis) entstehen durch Überlastung der Sehnenansätze. Deadhanging entlastet indirekt den gesamten Arm, dehnt die Muskulatur und verbessert die Durchblutung. Obwohl die Evidence für Ellbogen schwächer ist als für Schultern, zeigen klinische Beobachtungen, dass Hängen Muskelungleichgewichte ausgleicht und Sehnen entlastet. Eine Studie zu isometrischen Übungen bestätigt ähnliche Effekte: Deadhanging kann als Ergänzung Schmerzen in 6–12 Wochen reduzieren. Es hilft besonders bei repetitiven Belastungen, wie sie in Berufen oder Hobbys vorkommen.

Erweiterung auf Wirbelsäule, Becken und ISG

Deadhanging wirkt nicht nur auf Arme, sondern dekomprimiert die gesamte Wirbelsäule und das Becken. Für Rückenschmerzen lindert es Druck auf Bandscheiben und Nerven. Eine Studie zur Biomechanik zeigt, dass Hängen den intradiskalen Druck reduziert und die Haltung verbessert. Besonders beim ISG-Syndrom (Iliosakralgelenk-Instabilität) entlastet es das Becken, stabilisiert die Hüfte und lindert Schmerzen durch bessere Ausrichtung. Klinische Berichte bestätigen: Regelmässiges Hängen kann bei chronischen Beckenschmerzen (z. B. nach Schwangerschaft oder Verletzung) die Symptome um bis zu 50 % verringern, ohne Nebenwirkungen.

Entlastung des Rückens und der Wirbelsäule
Entlastung des Ellbogens, Dehnen der Bänder und Sehnen

Wie Sie Deadnging richtig ausführen

Beginnen Sie langsam: Hängen Sie 3–5 Mal täglich für 10–30 Sekunden, aufbauend auf 1–2 Minuten. Greifen Sie eine stabile Stange (z. B. Reckstange), lassen Sie die Schultern entspannen und atmen Sie tief. Für Anfänger: Füsse am Boden lassen oder mit Unterstützung starten. Wichtig: Kein Schwingen, nur passives Hängen. Kombinieren Sie es mit leichten Dehnungen danach.

Vorsichtsmassnahmen und wann zum Arzt gehen

Richtig an einer Stange hangen
Das hängen ist einfach und fast überall möglich. Wer nicht das ganze Gewicht tragen kann, steht einfach ab und reduziert so die Belastung. Langsam aufbauen!

Deadnging ist sicher für die meisten, aber nicht für alle. Bei Hypermobilität, akuten Verletzungen, Hernien oder Instabilitäten (z. B. schwere ISG-Probleme) kann es schaden. Konsultieren Sie immer einen Arzt vorab, besonders bei bestehenden Beschwerden. Bei Schmerzen während des Hängens sofort abbrechen.

Ergänzende Bandagen für optimalen Effekt

Deadnging ist eine tolle Prävention, aber bei bestehenden Problemen empfehlen wir ergänzende Bandagen, um die Gelenke zu stabilisieren und zu entlasten. Hier einige Empfehlungen:

  • OmoTrain Schulterbandage: Stabilisiert die Schulter und lindert Impingement – ideal als Ergänzung zu Hängen für täglichen Komfort.
  • EpiTrain Ellbogenbandage: Entlastet Sehnen bei Tennis-/Golferellenbogen, fördert Heilung und ergänzt Deadnging perfekt.
  • LumboTrain Rückenbandage: Unterstützt die Lendenwirbelsäule, reduziert Rückenschmerzen und verstärkt den Effekt von Deadnging.
  • SacroLog Beckenbandage: Speziell für ISG-Probleme – stabilisiert das Becken und lindert Schmerzen, während Hängen den Raum schafft.

Schlussgedanken Hängen wie unsere Vorfahren ist eine einfache, evidenzbasierte Methode, um Gelenkschmerzen zu lindern – von Schultern über Ellbogen bis zu Wirbelsäule und Becken. Probieren Sie es aus und kombinieren Sie es mit unseren Bandagen für besten Effekt. Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne – wir beraten Sie fachlich und individuell.

Bleiben Sie gesund und aktiv!


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