Wenn die Kniescheibe nicht sauber in ihrer Gleitbahn läuft, entsteht oft ein komplexes Beschwerdebild: vorderer Knieschmerz, Instabilitätsgefühl, Reizzustände oder wiederkehrende Subluxationen. Genau hier setzt die vollständig überarbeitete GenuTrain P3 von Bauerfeind an. Sie wurde gezielt für patellofemorale Problematiken entwickelt – und präsentiert sich in ihrer neuen Generation als biomechanisch durchdachtes Therapiesystem.
Dieser Beitrag zeigt, was die neue P3 auszeichnet, welche bewährten Elemente erhalten bleiben und warum sie als Flaggschiff unter den patellastabilisierenden Kniebandagen gilt.
P3: Präzise Führung statt reiner Stabilisierung
Das zentrale Ziel der GenuTrain P3 ist klar definiert: Die Patella soll bei Bewegung zuverlässig in ihrer physiologischen Gleitbahn geführt werden. Anders als einfache Kompressionsbandagen arbeitet sie nicht nur passiv stabilisierend, sondern greift gezielt in das biomechanische Zusammenspiel von Muskulatur, Faszien und Gelenkführung ein.
Herzstück ist die anatomisch geformte, viskoelastische Patella-Pelotte mit integriertem, individuell einstellbarem Korrekturzügel. Dieser leitet die Kraft exakt zur Knieinnenseite – also dorthin, wo die Patella bei vielen Patienten lateral abdriftet oder sich herausdreht. Der Zug lässt sich präzise dosieren und ist unmittelbar spürbar. Dadurch entsteht eine kontrollierte Zentrierung ohne starre Fixierung.

Die Bandage „führt“, sie blockiert nicht.
Aktive Muskelstimulation: Unterstützung des Vastus medialis
Ein entscheidender Fortschritt liegt in der neuromuskulären Aktivierung. Der proximale Flügel des Patella-Pads stimuliert bei Bewegung gezielt den Musculus vastus medialis – jenen Muskelanteil, der massgeblich für die mediale Führung der Kniescheibe verantwortlich ist.
Statt ausschliesslich mechanisch zu stabilisieren, unterstützt die P3 somit aktiv die muskuläre Eigenkontrolle. Gerade bei patellofemoralen Schmerzsyndromen mit muskulärer Dysbalance entsteht hier ein therapeutisch relevanter Mehrwert.


Ganzheitlicher Ansatz: Entlastung des Tractus iliotibialis
Patellaprobleme entstehen selten isoliert. Häufig spielt ein erhöhter lateraler Zug über den Tractus iliotibialis eine Rolle. Die neue GenuTrain P3 berücksichtigt diese Zusammenhänge mit einer zusätzlichen Pelotte an der lateralen Oberschenkelseite. Sie wirkt detonisierend auf die Faszie des Tractus iliotibialis und reduziert so den seitlichen Zug auf die Kniescheibe.
Dieser myofasziale Ansatz zeigt, dass hier nicht nur das Gelenk betrachtet wird – sondern die gesamte funktionelle Kette.
Hoffa-Spots: Gezielte Schmerzlinderung
Zwei integrierte Friktionspunkte – die sogenannten Hoffa-Spots – stimulieren bei Bewegung die retropatellare Region mit unterschiedlich festen Materialkomponenten. Diese differenzierte Wechseldruckstimulation fördert die lokale Durchblutung und kann Schmerzen im retropatellaren Bereich reduzieren.
Gerade bei Chondropathia patellae, Retropatellararthrose oder chronischen Reizzuständen ist diese Funktion klinisch relevant.
Bewährte Train-Technologie bleibt erhalten
Trotz der umfassenden Überarbeitung bleibt das, was die Train-Serie seit Jahren auszeichnet: das strukturierte Hoch-Tief-Gestrick mit medizinisch wirksamer Kompression.


Bei Bewegung entsteht eine Wechseldruckmassage, die:
- den Lymphabfluss unterstützt
- Schwellungen reduziert
- die Propriozeption verbessert
- die neuromuskuläre Stabilisierung fördert
Das atmungsaktive, hautfreundliche Gestrick sorgt zudem für hohen Langzeittragekomfort – unterstützt durch eine weiche Komfortzone in der Kniekehle und druckminimierte Ränder.
Stabilität ohne Bewegungseinschränkung
Seitliche Kunststoffstäbe mit flexiblen Beugezonen gewährleisten eine sichere Führung bei Aktivität, ohne die natürliche Kniebewegung zu blockieren. Die Punkt-Silikonisierung am oberen Innenrand verhindert ein Verrutschen und sorgt für positionssicheren Sitz – selbst bei dynamischen Bewegungen oder therapeutischen Übungen.
Integrierte An- und Ausziehhilfen erleichtern das Handling und ermöglichen eine präzise Positionierung der Bandage.

Indikationen GenuTrain P3: Von Reizzustand bis Post-OP
Die GenuTrain P3 kommt bei einer Vielzahl patellofemoraler Beschwerden zum Einsatz, darunter:
- Femoropatellares Schmerzsyndrom
- Chondropathia patellae und Chondromalazie
- Patellaspitzensyndrom (Jumper’s Knee)
- Runner’s Knee
- Retropatellararthrose
- Patellalateralisation
- Patellasubluxation oder -luxation
- Patella alta
- postoperative Versorgung nach Patellastabilisierung
- funktionelles Instabilitätsgefühl
Damit deckt sie sowohl konservative als auch postoperative Therapieszenarien ab.
Digitale Ergänzung: Therapie-App
Neu integriert ist eine begleitende Therapie-App mit individuellen Übungsprogrammen. Sie unterstützt gezielt den Muskelaufbau, die Mobilisation und die aktive Rehabilitation. Die Bandage wird damit Teil eines strukturierten Bewegungskonzepts – nicht nur eines passiven Hilfsmittels.
Fazit: Warum die neue GenuTrain P3 als Flaggschiff gilt
Die überarbeitete GenuTrain P3 vereint präzise Patellaführung, individuell einstellbare Korrekturmechanik, neuromuskuläre Aktivierung, myofasziale Entlastung und bewährte Kompressionstechnologie in einem System. Sie stabilisiert nicht nur – sie beeinflusst aktiv das Bewegungsmuster des Kniegelenks.
Für Patienten mit patellofemoralen Beschwerden bietet sie eine differenzierte, biomechanisch fundierte Lösung auf höchstem Niveau.
Ein echtes Flaggschiff in der funktionellen Knieorthopädie.
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Nachdem ich mich nun schon seit gut drei Jahren mit immer wiederkehrenden Knieschmerzen herumschlage, habe ich mich zum Kauf einer premium Kniebandage von Bauerfeind entschieden. Aufgrund der guten Bewertungen, sowie der ausgezeichneten Beratung via Kontaktformular Bandagenshop habe ich das Modell GenuTrain A3 gewählt. Wie der nachfolgende Erfahungsbericht zeigt, war das eine gute Wahl.





















































